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TESTBERICHT: Asus PB278Q Teil 6


Interpolation

Der Asus bietet mit seiner WQHD-Auflösung von 2560 x 1440 Bildpunkten viel Platz für zahlreiche Details auf dem Bildschirm. Der 27-Zoll Monitor stellt insgesamt rund 3,6 Millionen Pixel dar. Der Pixelabstand des Monitors fällt hierfür mit 0,233 mm recht gering aus und führt zu kleineren Schriftgrößen und Bildern auf dem Bildschirm. Manche Nutzer werden es daher bevorzugen, in den Anwendungen oder im Betriebssystem eine größere Schriftgröße zu wählen. Die Interpolation anderer Auflösungen durch den Monitor kann hingegen bei der Wiedergabe von älteren Programmen oder Dokumenten nützlich sein und sollte bei der gebotenen Detailfülle des Asus-Monitors wenige Probleme bereiten.

Wir haben die gängigen Bildformate für die Bildschirmdarstellung getestet. Erwartungsgemäß hat der Asus-Monitor im 16:9-Format auch mit der Interpolation von anderen Auflösungen dieses Formats keine Probleme. Das FullHD-Format und auch das einfache HD-Format werden sauber und problemlos auf Bildschirmgröße interpoliert. Ebenso gute Leistungen zeigt er bei gängigen 16:10 und 4:3 Bildformaten.

Früher gebräuchliche Auflösungen von 1024 x 768 und 800 x 600 werden sauber auf Vollbild interpoliert. Bei den auf Notebooks gebräuchlichen 16:9-Bildschirmgrößen von 1600 x 900 und 1366 x 768 nutzt er jedoch nicht die gesamte Bildschirmfläche. Um das interpolierte Bild bleibt ringsum ein breiter Rand. Weniger häufig anzutreffende Auflösungen wie 1920 x 1200 oder 1600 x 1200 werden gar nicht interpoliert und pixelgenau mit einem breiten Rand präsentiert.

Eine Anpassung des Seitenverhältnisses ist leider nicht möglich, so dass 4:3 Bildformate in die Breite verzerrt wiedergegeben werden. Die Bildschärfe hingegen kann im OSD-Menü im Bereich von 0 bis 100 weiter optimiert werden. Mit dem voreingestellten Wert von 50 ist der Monitor meist jedoch schon gut justiert.

Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist erwartungsgemäß sehr gut. Die einfache HD-Auflösung von 1.280 x 720 bereitet ebenfalls keine Probleme, da der Asus-Monitor mit seiner vierfach höheren Auflösungen hierzu lediglich vier Pixel zusammenfassen muss. Bei anderen Auflösungen wird die notwendige Pixelvergrößerung hauptsächlich durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte bewirkt. Dies führt zu etwas fetteren Konturen mit leichtem Unschärfeeindruck. Farbsäume treten nicht auf.

In allen interpolierten Auflösungen sind die Lesbarkeit von Texten und die Abbildung der Testgrafik – dem Skalierungsgrad entsprechend – gut bis sehr gut. Die unvermeidlichen Interpolationsartefakte fallen gering aus. Auch Texte mit fetten Buchstaben bleiben gut leserlich.

Reaktionsverhalten

Den PB278Q haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DisplayPort vermessen. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Das Datenblatt nennt eine Reaktionszeit von 5 Millisekunden (GtG). Die Beschleunigung kann mit der bekannten Asus-Funktion TraceFree in sechs Stufen zwischen 0 und 100 eingestellt werden. Nach dem Reset ist TraceFree beim PB278Q mit dem Wert 60 vorbelegt.

In dieser Einstellung messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 13,2 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit 9,1 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 11,2 Millisekunden.

Flinke Schaltzeiten mit deutlichen Überschwingern.

Das rechte Chart mit dem Helligkeitsverlauf beim Grauwechsel zwischen 50 und 80 Prozent Helligkeit zeigt, dass hier ein kräftiger Overdrive wirkt. Die für die IPS-Technik vergleichsweise flinken Schaltzeiten bringen deutliche Überschwinger mit sich. Bei den dunkleren Grauwechseln fallen die Überschwinger noch kräftiger aus, weshalb in dieser Einstellung bereits mit sichtbaren Artefakten in Bildbereichen mit schnell bewegten Inhalten zu rechnen ist.

Kaum kürzere Schaltzeiten, aber noch kräftigere Überschwinger.

Auch in der höchsten TraceFree-Einstellung 100 erreichen wir die Herstellerangabe nicht, tatsächlich verkürzen sich die Schaltzeiten eher marginal. Dafür nehmen die Überschwinger nochmals kräftig zu. Diese Einstellung kann man also bestenfalls einem ambitionierten Gamer empfehlen, der die letzten Reserven nutzen will und dafür auch sichtbare Artefakte in Kauf nimmt.

Für normale Bewegtbilder wie z.B. Videos, aber auch für Office- und Internetanwendungen empfehlen wir lieber die langsamere, aber auch viel neutralere TraceFree-Einstellung 20.

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