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TESTBERICHT: Samsung S24C450MW Teil 8


Die extrem ungleichen Balken im linken Chart deuten darauf hin, dass dieses Panel nur bei den sehr hellen Bildwechseln richtig schnell ist. Ansonsten sieht man hier das typische Verhalten von TN-Panels ohne Overdrive: Je dunkler das Bild, desto langsamer das Umschalten speziell der ansteigenden Signalflanke. Im rechten Chart wird der schleppende Helligkeitsverlauf beim Grauwechsel zwischen 50 und 80 Prozent sichtbar: in mehreren Stufen nähert sich das Bild allmählich der eigentlichen Zielhelligkeit an. Überschwinger können hier nicht entstehen.

Schon für Videos ist diese Charakteristik nicht gut geeignet, schnelle Bewegungen in überwiegend dunklen Szenen neigen zum Verwaschen. Ambitionierte Gamer werden völlig enttäuscht sein.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim S24C450MW messen wir mit 2,0 Millisekunden eine sehr kurze Signalverzögerung. Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit 12,3 Millisekunden allerdings recht lang, woraus sich dann 14,3 Millisekunden für die mittlere Gesamtlatenz ergeben. Einem gelegentlichen Spielchen steht also nichts im Wege, an engagierte Gamer wendet sich dieser Büromonitor erwartungsgemäß aber nicht.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des S24C450MW arbeitet mit White LED. Die Helligkeit wird mit dem verbreiteten PWM-Verfahren gesteuert.

Selbst bei voll aufgedrehtem Backlight messen wir bereits ganz kurze Pausen, mit knapp 2 Prozent Pausenanteil (entspricht einer Tastrate von über 98 Prozent) sind die aber nur für die Messsonde zu erkennen. Eingestellt auf 140 cd/m² am Arbeitsplatz (gelbe Kurve) zeigt unser Chart die PWM-typische Rechteckschwingung, die Schaltfrequenz beträgt nur 180 Hz mit einer Tastrate von 65 Prozent. Für besonders empfindliche Menschen mit Vorliebe für niedrige Arbeitsplatzhelligkeiten könnte daher ein Test auf Backlight-Flimmern ratsam sein.

LED-Backlight mit PWM-Steuerung.

Subjektive Beurteilung

Der S24C450MW hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck: Zugespielte HD-Filme, Full-HD-DSLR-Aufnahmen und Filme auf BluRay-Discs spielt er problemlos mit einem klaren und sauberen Bild ab, auch sehr schnelle und bewegungsintensive Actionszenen stellt der Monitor einwandfrei dar.

Schnelle Fensterbewegungen auf dem Desktop etwa führen jedoch zu deutlich erkennbaren Nachzieheffekten und Schlieren, besonders bei horizontalen Bewegungen. Einige Tests bestätigten diesen Eindruck.

Bei schnellen Bewegungen zeigt der S24C450MW deutliche Nachzieheffekte.

Sound

Der S24C450MW verfügt über zwei eingebaute Stereo-Lautsprecher à 1 Watt, die von der Gehäuseunterkante nach unten abstrahlen – allerdings ist der Klang recht dünn und blechern.

Außerdem geben Sie den Ton nur aus, wenn die Audiosignale per 3,5-mm-Klinkenkabel über den Line-Eingang eingespeist werden. Klangpuristen sollten für die Tonwiedergabe auf Alternativen zurückgreifen.

Besonderheiten

Der S24C450MW kommt mit einem umfangreichen Softwarepaket auf der beigefügten CD, das sich indes auf dem Testrechner nicht installieren ließ. Stets monierte die Autorun-Applikation einen angeblich fehlenden Flash-Player, obwohl die aktuellste Version bereits an Bord war.

Nach einem tieferen Blick ins Handbuch und auf die Website von Samsung stellte sich heraus, dass die beigefügten Programme nur in 32-bit-Betriebssystemumgebungen von Windows lauffähig sind – auf dem Testrechner hingegen werkelt Windows 7 in der 64-bit-Variante.

DVD und Video

Einen HDMI-Eingang hat der S24C450MW nicht. Für den Anschluss von HD-Zuspielern wie Blu-Ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen wird ein Adapter von HDMI auf DVI benötigt.

Test der Videoeigenschaften.

Dass der S24C450MW kein Videospezialist ist, sieht man schnell: kein HDMI-Eingang, OSD-Optionen für Overscan, RGB-Signallevel und Farbmodell fehlen. Wir haben trotzdem getestet, was machbar ist.

Nach unseren Farbmessungen haben wir uns für die Werkseinstellung (Farbmodus Normal, Gamma 1) entschieden und unser Full-HD-Testvideo abgespielt. Farblich war daran nichts auszusetzen, mit natürlich wirkenden Farben und stimmigen Hauttönen entspricht die Bildqualität dem derzeitigen hohen Standard. Schwarzwert und Bildkontrast sind gut, dunkle und helle Szenen werden detailreich durchgezeichnet, jedenfalls solange es sich nicht um schnelle und eher dunklere Kameraschwenks handelt.

Die allgemein stärker ausgeprägte Blickwinkelabhängigkeit von TN-Panels fiel beim S24C450MW vor allem in horizontaler Richtung gar nicht so sehr auf: drei Zuschauer können aus 1,5 Meter Abstand komfortabel einen Film ansehen. Der qualitative Unterschied zu IPS-Panels der unteren Preisklasse ist mittlerweile ziemlich klein geworden. Von unten her betrachtet sind TN-Panels aber noch immer sehr im Nachteil, auch beim S24C450MW sollte die Bildmitte keinesfalls oberhalb der Augenhöhe der Zuschauer liegen.

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