Test ASUS ZenBeam S2 – Extrem mobiler LED-Projektor
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Bildgröße

Für eine Projektion im nativen 16:9-Format kann man den Projektionsabstand zwischen 1,5 und 3 m variieren und erhält damit Diagonalen von 1,52 (60 Zoll) bis zu gigantischen 3,04 m (120 Zoll). Ob Letzteres für eine ausreichende Lichtleistung noch sinnvoll ist, untersuchen wir bei der Bildqualität.

Bei einer typischen Leinwand mit 2 m Breite (2,3-m-/90-Zoll-Diagonale) benötigt man einen Projektionsabstand von genau 2,25 m.

Die Distanztabellen unten zeigen die Aufstellungsmöglichkeiten detailliert für eine Projektion im 16:9-Format. Aufgrund des Projektionsverhältnisses wird der ASUS ZenBeam S2 in der Regel vor und sehr nahe bei dem Zuschauer stehen. Damit sitzt man zwar direkt an den eingebauten Lautsprechern, aber zugleich am Lüftergeräusch.

Übersicht Projektionsgrößen (Screenshot: ASUS-Handbuch)
Übersicht Projektionsgrößen (Screenshot: ASUS-Handbuch)

Das Fehlen von Zoom und Lens-Shift kann man einem auf Portabilität getrimmten Gerät eigentlich kaum verübeln. Dass das „Zoomen mit den Füßen“ mit einem 500-g-Projektor viel leichter fällt als mit einem ausgewachsenen, 3 kg schweren Heimkino-Projektor, ist auch klar.

Der ASUS ZenBeam S2 ist primär dafür gedacht, schnell an praktisch beliebigen Orten aufgestellt zu werden und ein Bild an die Wand zu werfen. Das klappt bei einer niedrigen Tischaufstellung am besten. Allerdings sind hier in normalen Wohnräumen in der Regel Möbel, Lautsprecher etc. im Weg. Will man mittig vor einem Bild sitzen, das in Kopfhöhe beginnt, hat man schnell den Projektor selbst im Blickfeld.

Für eine gute Wertung reicht es in dieser Disziplin daher nicht. Dennoch macht es zweifellos Spaß, mit dem Gerät schon handgehalten mittels Autofokus und Auto-Perspektivkorrektur jederzeit fast beliebig ein passables Bild an die Wand oder an die Decke zu werfen.

Inbetriebnahme

Ein- und Ausschalten

Projektoren mit herkömmlicher Hochdrucklampe benötigen typischerweise eine Aufwärm- und Abkühlphase. Dass solche Projektoren bis zur Anzeige des ersten Bildes ein bisschen Zeit brauchen, ist also durchaus normal.

LED-Projektoren lassen sich in der Regel dagegen nahezu verzögerungsfrei ein- und ausschalten. Der ASUS ZenBeam S2 lässt sich aber vergleichsweise lange Zeit. Erst nach gut 36 Sekunden ist das Gerät betriebsbereit. Das Ausschalten erfolgt dagegen prompt und ohne Nachlaufen der Lüfter.

Bereitschaftszeiten

Startzeit bis zur Bildwiedergabe 4,86 Sekunden
Startzeit bis zur Suche nach einer HDMI-Quelle 25,64 Sekunden
Startzeit bis zur Anzeige einer HDMI-Quelle 36,42 Sekunden
Abkühlzeit 0 Sekunden

Betriebsgeräusch

Das Betriebsgeräusch soll laut Hersteller im Standardmodus unter 32 dBA liegen. Im Gegensatz zu vielen anderen Projektoren hat der ASUS ZenBeam S2 keine spezielle Einstellung, um die Lichtleistung generell zu regeln. Die Lüfter werden temperaturabhängig geregelt. Das Geräusch variiert daher im Betrieb ständig.

Die Lüfter sind in dem kleinen Gerät zwangsläufig sehr klein und arbeiten mit hoher Drehzahl. Direkt nach dem Einschalten sind sie noch angenehm ruhig. Zumindest an warmen Sommertagen ändert sich das aber schnell. In Verbindung mit dem ständigen Rauf- und Runterregeln haben wir das Lüftergeräusch eher als unangenehm empfunden.
Das gilt vor allem dann, wenn der Raum sonst sehr ruhig ist, etwa bei Präsentationen. Beim Anschauen von Filmen geht das Lüftergeräusch dagegen ganz gut in der allgemeinen Klangkulisse unter, sodass man gut damit leben kann. Allerdings sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass die Aufstellfläche nicht noch zusätzlich für Resonanz sorgt.

Stromverbrauch, Kühlung und Wartung

Stromverbrauch

Beim ZenBeam S2 ist das Netzteil extern ausgelagert und fällt passend zu den Geräteabmessungen angenehm klein und leicht aus. Die externe Auslagerung vermindert ferner die Erwärmung und den Kühlbedarf im Gehäuse. Das Netzteil erwärmt sich im Betrieb nur geringfügig.

Dank des eingebauten 6000-mAh-Akkus kann der ZenBeam auch ohne Netzteil betrieben werden. Laut Hersteller soll die Laufzeit im Eco-Modus 3,5 Stunden betragen. In selbigem ist die verbleibende Lichtleistung allerdings so gering, dass man ihn eigentlich kaum empfehlen kann. Standardmäßig schaltet der ZenBeam beim Wechsel in den Akkubetrieb auf den Splendid-Mode „Middle“, der bereits durchaus brauchbar ist.

Kleines und leichtes Netzteil des ASUS ZenBeam S2
Kleines und leichtes Netzteil

Der Leistungsaufnahme im Betrieb wird vom Hersteller mit maximal 65 Watt angegeben. Der Verbrauch im Standby soll weniger als 0,5 Watt betragen. Unsere Messungen bleiben hier noch deutlich unter der Herstellerangabe. Im Betrieb messen wir nur 27 Watt und weniger als 0,4 Watt im Standby.

Modus Stromverbrauch in Watt/h
Standardmodus 27,34
Standby < 0,4

Kühlung und Wartung

Zur Kühlung hat der ASUS ZenBeam S2 Lüftungsschlitze an beiden Seiten und drei kleine Lüfter eingebaut. Die Kühlluft wird dabei links angesaugt und auf der rechten Seite wieder abgegeben. Dadurch wird ein warmer Luftstrom in Richtung Zuschauer gut vermieden. Auf der rechten Seite im Bereich des Luftauslasses erwärmt sich der ZenBeam selbst aber recht ordentlich.

Lüftungsschlitze des ZenBeam S2
Lüftungsschlitze des ZenBeam S2

Bei Projektoren mit Hochdrucklampe muss die Lampe regelmäßig ausgetauscht werden. Zudem nimmt bis zum Ende der Lebensdauer die Lichtleistung merklich ab und beträgt dann nur noch etwa die Hälfte. Bei regelmäßiger Nutzung muss man alle zwei bis drei Jahre die Lampe und den Lüftungsfilter erneuern – das ist durchaus kostspielig.
Bei LED-Projektoren dagegen ist ein Austausch von Filtern oder der Lampe in der Regel gar nicht vorgesehen. Auch beim ZenBeam finden sich dazu weder eine Öffnung am Gerät noch ein Hinweis im Handbuch. Die Lebensdauer der Lichtquelle gibt ASUS mit 30 000 Betriebsstunden an. Es ist eher unwahrscheinlich, dass das Gerät so lange durchhalten wird.

Wie lange die LED-Technik tatsächlich hält, kann heute aber niemand sagen. Dazu ist die Technik viel zu jung. Langzeiterfahrungen, die den Herstellerangaben entsprechen, kann es daher nicht geben. Informationen zu einer über den gesetzlichen Umfang hinausgehenden Herstellergarantie konnten wir nicht finden.

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