Test ASUS XG49VQ – Gaming-Monitor mit klasse Immersion

Riesiger 49 Zoll Gaming-Monitor ist beim Gameplay in Sachen Immersion wohl nur noch durch VR zu übertreffen

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Einleitung

Zugegebenermaßen gibt es trotz aller Neutralität immer wieder Monitore, auf die man sich besonders freut. In der Regel sind das jene Displays, die eine neue Technik mitbringen. Beim ASUS ROG Strix XG49VQ geht es weniger darum, als vielmehr um die ewige Frage: Wer hat den Größten?

Mit einer Bildschirmdiagonale von 49 Zoll im 32:9-Format werden 3840 x 1080 Bildpunkte untergebracht, die sich über eine Breite von 1,2 m erstrecken. Um das Spielerlebnis immersiver zu gestalten, verfügt das Display über eine 1800-R-Krümmung, die bei solchen Ausmaßen auch richtig Sinn ergibt.

Technisch muss sich der ASUS XG49VQ auch nicht verstecken. Neben für VA-Panels ordentlichen Schaltzeiten von 4 ms (Grau zu Grau) wird eine hohe native Aktualisierungsrate von 144 Hz erreicht, die für ein flüssiges Gameplay sorgen soll. Tearing wird durch AMDs FreeSync eliminiert, das in der zweiten Spezifikation zum Einsatz kommt, da der Monitor über eine DisplayHDR-400-Zertifizierung verfügt. Zudem soll der DCI-P3-Farbraum zu 90 % abgedeckt werden. Weitere Features wie die bereits bekannte GamePlus-Toolbox und verschiedene HDR-Modi runden das Angebot ab.

Wie sich der Monitor in der Praxis schlägt und ob sich dieses mehr als exotische Seitenverhältnis überhaupt mit Spielen verträgt, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

Detaillierte Informationen zu den Ausstattungsmerkmalen und den Spezifikationen finden Sie im Datenblatt des ASUS ROG Strix XG49VQ.

Lieferumfang

Bei einer neutralen Verpackung käme niemand auf die Idee, dass sich in dem Karton mit den Maßen 1200 x 330 x 480 mm und einem Gewicht von etwa 21 kg ein Monitor befinden könnte. Vielmehr erinnert die Box mit ihren Dimensionen an ein Auspuffteil eines Autos. Um den farbenfrohen Motivkarton sicher an den Bestimmungsort zu transportieren, ist dringend eine zweite Person notwendig, sofern man nicht einen Display-Bruch riskieren will.

Ungewöhnliche Ausmaße des XG49VQ-Motivkartons
Ungewöhnliche Ausmaße des XG49VQ-Motivkartons

Der riesige Karton wird von der Oberseite geöffnet. Direkt darunter befinden sich die obere Styroporschutzschicht, die über mehrere Fächer verfügt, in denen das Zubehör und die Bauteile verstaut sind. Die Beilagen sind wiederum in einer schwarzen Schachtel verstaut und umfassen je ein Kabel für HDMI, DisplayPort und USB 3.0 (Upstream) sowie Distanzschrauben. Eine Schnellstartanleitung und Garantiekarten in verschiedenen Sprachen fehlen ebenso wenig. Das Handbuch muss von der Produkt-Website heruntergeladen werden. Auch die Software „ASUS DisplayWidget“ ist hier zu finden, Treiber und Farbprofile allerdings nicht.

Dsa Zubehör des ASUS XG49VQ befindet sich in einer eigenen Schachtel
Zubehör befindet sich in einer Schachtel
Alle notwendigen Kabel sind im Lieferumfang enthalten
Alle notwendigen Kabel sind im Lieferumfang enthalten

Neben dem Zubehör sind verschiedene Bauteile vorhanden, um das Display aufstellen zu können. Sie fallen natürlich aufgrund der Dimensionen des ASUS ROG Strix XG49VQ massiver und viel schwerer aus, als bei den meisten anderen Displays. Allein der Monitorständer wiegt so viel wie manch ein 19-Zoll-Bildschirm. Der metallische spinnenartige Fuß mit seinen zwei Auslegern und dem hinteren Stumpf kommt auch bei anderen Modellen der ROG-Serie zum Einsatz, doch ist dieses Exemplar natürlich etwas wuchtiger geraten.

Großer metallischer spinnenartiger Fuß des Monitors
Großer metallischer spinnenartiger Fuß
Projektionsabdeckung und austauschbare Folie
Projektionsabdeckung und austauschbare Folie

Unter der oberen Styroporschicht befindet sich das Display, das auf einem weiteren Styroporformteil sicher gebettet ist. Aufgrund der 1800-R-Wölbung sollte der Aufbau auch weiterhin im Karton fortgesetzt werden. Hierfür sind extra zwei Hinweiskarten hinterlegt, die den weiteren Aufbau beschreiben. Ihre gelbe Farbe sorgt dafür, dass man diese auch nicht einfach übersehen kann.

Aufbauhinweise durch zwei Karten in gelber Farbe
Aufbauhinweise durch zwei Karten in gelber Farbe

Damit der ASUS XG49VQ weiter im Karton zusammengesetzt werden kann, wurde letzterer mit einer Lasche versehen, die für den notwendigen Platz sorgt, um den Monitor-Arm an dem Display anzubringen.

Der Monitor-Arm wird über vier Schrauben am Display befestigt
Der Monitor-Arm wird über vier Schrauben am Display befestigt
Zwei Knebelschrauben fixieren Monitor-Arm und Fuß miteinander
Zwei Knebelschrauben fixieren Monitor-Arm und Fuß miteinander

Während der Monitor-Arm bei den meisten Bildschirmen einfach nur in das Display eingehängt wird und per Verriegelungsmechanismus Halt findet, wird die Variante bei diesem Schwergewicht direkt mit der VESA-100-Aufnahme über die vier Knebelschrauben an der Halteplatte fixiert. Sollten alternative Haltesysteme zum Einsatz kommen, sind die vier Distanzschrauben aus dem Zubehör zu verwenden. Es muss darauf geachtet werden, dass nur Wandmontagehalterungen mit UL-Listing-Prüfzeichen und einer Mindestbelastung von 28,8 kg zum Einsatz kommen. Anschließend wird der Monitorfuß über den Haltezapfen des Monitorständers geschoben und von unten mit zwei Knebelschrauben fixiert. Zuletzt muss die zweiteilige VESA-Abdeckung angebracht werden, um die offenen Ränder des VESA-Anschlusses zu verblenden.

Zweiteilige VESA-Blende des ASUS XG49VQ
Zweiteilige VESA-Blende
Montage erfolgt über kleine Kunststoffclips
Montage erfolgt über kleine Kunststoffclips

Jetzt erst wird der ASUS ROG Strix XG49VQ über den Monitor-Arm aus dem Karton gehoben und aufgestellt.

Optik und Mechanik

Der ASUS XG49VQ ist nichts anderes als zwei HD-Displays nebeneinander, die zu einem Monitor zusammengeführt wurden. Das Panel mit 1800-R-Krümmung verfügt oben und an den Seiten über ein Frameless-Design. Der untere Rahmen ist 25 mm breit. Einzig das ROG-Logo in der Mitte unterbricht die riesige Strecke von 1200 mm.

ROG-Logo unterbricht den 1,2 m breiten unteren Rahmen
ROG-Logo unterbricht den 1,2 m breiten unteren Rahmen
Das sichtbare Bild beginnt erst 10 mm nach innen versetzt
Das sichtbare Bild beginnt erst 10 mm nach innen versetzt

Die Tiefe an den Außenseiten beträgt etwa 20 mm. Auf der Rückseite nimmt sie zur Mitte etwas zu, um Platz für die Elektronik zu schaffen. Während seine kleinen Brüder der ROG-Reihe allesamt über eine futuristisch gestaltete Rückwand im von ASUS „ROG Armor Titanium“ und „Plasma Copper“ getauften Look verfügen, kommt der Rücken des Modells komplett unauffällig daher. Einzig das große ASUS-Logo findet als Relief mittig im oberen Bereich seinen Platz.

ASUS-Logo als Relief mittig der Rückwand
ASUS-Logo als Relief mittig der Rückwand

Unterhalb der VESA-Aufnahme befindet sich das Anschluss-Panel, das durch eine Kunststoffabdeckung verblendet ist. Sie ist im oberen Bereich mit einem Fenster versehen, durch das die Kabel nach hinten abgeführt werden.

Kunststoffblende für das Anschluss-Panel
Kunststoffblende für das Anschluss-Panel
Die Haltenasen der Blende sind sehr fragil
Die Haltenasen der Blende sind sehr fragil

Leider wirken die Haltenasen der Abdeckung sehr fragil, sodass wir bereits beim ersten Entfernen Angst hatten, dass einige von ihnen abbrechen könnten. Im kompletten Kontrast zur fragilen Blende stehen der massive Monitor-Arm und die Halteplatte, an der das Display angebracht ist. Sie läuft innerhalb des Monitor-Arms als Schlitten und sorgt für die Höhenverstellung über einen Bereich von 120 mm.

Der ASUS XG49VQ in der niedrigsten Stellung von vorn
In der niedrigsten Stellung von vorn
Der ASUS XG49VQ in der niedrigsten Stellung von hinten
In der niedrigsten Stellung von hinten
Der ASUS XG49VQ in der höchsten Stellung von vorn
In der höchsten Stellung von vorn
Der ASUS XG49VQ in der höchsten Stellung von hinten
In der höchsten Stellung von hinten

In tiefster Stellung befindet sich die Unterkante des Displays 40 mm von der Tischoberfläche entfernt. Direkt hinter der Halteplatte ist das Gelenk für die Neigung des Displays, das selbige um -5 Grad nach vorn und um +20 Grad nach hinten erlaubt.

Maximaler Neigungswinkel des Displays nach hinten
Maximaler Neigungswinkel nach hinten
Maximaler Neigungswinkel des Displays nach vorn
Maximaler Neigungswinkel nach vorn

Der Monitor-Arm verläuft nach unten leicht konisch und verfügt im unteren Bereich über ein Fenster, durch das die Kabel nach hinten abgeführt werden.

Kleines Fenster im Standfuß dient dem Kabelmanagement
Kleines Fenster dient dem Kabelmanagement

Darunter mündet der Monitor-Arm auch schon in den spinnenartigen Fuß. An der Schnittstelle zwischen Fuß und Monitor-Arm befindet sich zudem der Swivel-Modus und erlaubt eine seitliche Drehung des Displays um 16 Grad zu beiden Seiten. Natürlich kann der ASUS XG49VQ aufgrund seiner Dimensionen nicht mit einer Pivot-Funktion dienen.

Seitliche Drehung des Displays nach links
Seitliche Drehung links
Seitliche Drehung des Displays nach rechts
Seitliche Drehung rechts

Auf den ersten Blick sieht der spinnenartige Fuß des ASUS XG49VQ genauso aus wie bei den anderen Displays der Serie. Auf dem zweiten Blick bemerkt man jedoch, dass die Ausleger nun mit der kompletten Fläche auf dem Tisch aufliegen.

Die Ausleger des Fußes stehen bei diesem Modell flach auf dem Grund
Die Ausleger des Fußes stehen bei diesem Modell flach auf dem Grund

Die anderen Modelle der Strix-Serie waren nach unten hin abgeknickt und standen sozusagen auf den Zehenspitzen. Hier wird wohl die Sicherheit an erster Stelle stehen, um mehr Stabilität in das Tragekonstrukt zu bringen. Somit fallen auch die Beleuchtungseffekte unterhalb des Fußes weg, mit denen Logos auf die Tischoberfläche projiziert werden konnten. Trotzdem könnte die Standfestigkeit besser sein. Nach hinten steht der Monitor trotz des kleinen Stumpfes zwar fest wie ein Panzer, doch nach vorn sieht es kritischer aus. Aufgrund des hohen Display-Gewichtes ist trotz der langen Ausleger wenig Aufwand nötig, um den Bildschirm nach vorn kippen zu lassen. Beim Verstellen des Monitors ist deshalb Vorsicht geboten.

Im Gegensatz zum Design anderer ROG-Modelle fällt noch auf, dass sich die Bedieneinheit des OSD-Menüs nicht an seinem üblichen Platz auf der rechten Rückseite des Monitors befindet. Sie ist nun unterhalb des Bildschirms verlegt worden, um die Bedienung aufgrund des breiten Displays angenehmer zu gestalten. Hier befinden sich auch die Belüftungsschlitze, die sich mit Unterbrechungen fast über die gesamte Breite erstrecken.

Die Belüftungsschlitze am Display erstrecken sich über die gesamte Unterseite
Die Belüftungsschlitze erstrecken sich über die gesamte Unterseite

Designtechnisch kommt der ASUS XG49VQ nicht so verspielt rüber wie die anderen ROG-Displays. Wer auf der Suche nach aufwendigen Beleuchtungseffekten ist, kommt bei diesem Monitor nicht auf seine Kosten. Hier zählt die schiere Breite, und die ist bereits imposant genug. Das Panel ist trotz seiner enormen Größe perfekt in den Rahmen eingepasst und zeigt keine Wellen oder unterschiedlichen Spaltmaße. Auch die beweglichen Teile haben genug Kraft, um das Display in Stellung zu halten. Trotzdem laufen sie über einen leichten Anfangswiderstand sauber und ruhig. Insgesamt ist das bis jetzt eine überzeugende Vorstellung

Design des ASUS ROG Strix XG49VQ
Design des ASUS ROG Strix XG49VQ

2 KOMMENTARE

  1. Ein maximal immersives Erlebnis mit 1080p für gleichen Preis wie ein Samsung CRG9, oder aktuelle VR-Hardware… Einfach nur keine Ahnung von aktueller Hardware, oder nur ein weiterer PR-Artikel. Wieso wundert ihr euch dann über schlechte Bewertung?

  2. Falls euch ein Test mal nicht gefällt, wäre es hilfreich zu Wissen, warum genau. Es ist zwar einfacher den Button zu klicken, aber um etwas an den Tests zu optimieren, ist ein Kommentar zusätzlich hilfreicher. Danke schon mal vorab.

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