Test Acer B247YD – Energiesparwunder fürs Büro
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OSD

Ein beliebiger Tastendruck blendet zunächst eine Schnellauswahl ein. Damit können der Bildmodus, die Helligkeitseinstellung und die Signalquelle auch ohne Umweg über das Menü schnell erreicht werden. Die Schnelltastenzuweisung kann aber ebenso in den Systemeinstellungen verändert werden.

OSD: Schnellmenü (Screenshot: Acer-Handbuch)
OSD: Schnellmenü (Screenshot: Acer-Handbuch)
OSD: Bildmodi (Screenshot: Acer-Handbuch)
OSD: Bildmodi (Screenshot: Acer-Handbuch)
OSD: Bildeinstellungen (Screenshot: Acer-Handbuch)
OSD: Bildeinstellungen (Screenshot: Acer-Handbuch)
OSD: Farbeinstellungen (Screenshot: Acer-Handbuch)
OSD: Farbeinstellungen (Screenshot: Acer-Handbuch)

Das OSD des Acer B247YD mag auf bunte Spielereien verzichten. Dafür ist es sehr klar und logisch aufgebaut. Im Bereich rechts daneben wird eine Hilfestellung zur Belegung der Multifunktionstasten eingeblendet. In der Regel wird man aber ohnehin die intuitive Bedienung mit der Joystick-Taste verwenden.

Das OSD ist auf sechs selbsterklärende Hauptebenen verteilt. Schade ist nur, dass man bei recht umfangreichen Punkten auch vertikal scrollen muss, um alle Optionen zu erreichen. Das kann man leicht übersehen. Es betrifft primär die Einstellungen unter „Picture“ und „Color“, da die Einstellmöglichkeiten hier für einen Business-Monitor schon erstaunlich umfangreich sind. Dazu gehören zum Beispiel die Möglichkeit, das Gamma mit einem Zahlenwert einzustellen, und die 6-Achsen-Farbkorrektur. Für die RGB-Primärfarben kann nicht nur das Gain, sondern auch das Bias getrennt geregelt werden. Ob das für einen Monitor Sinn ergibt, der nicht speziell für die EBV gedacht ist, steht auf einem anderen Blatt.

OSD: Performance (Screenshot: Acer-Handbuch)
OSD: Performance (Screenshot: Acer-Handbuch)
OSD: Systemeinstellungen (Screenshot: Acer-Handbuch)
OSD: Systemeinstellungen (Screenshot: Acer-Handbuch)

Auf jeden Fall kann man sich beim Acer B247YD über mangelnde Einstellmöglichkeiten kaum beschweren. Auch das Bedienkonzept und die Navigation gefallen uns gut. Selbst ein Neuling kommt damit schnell zurecht.

Bildqualität

Der Panel-Rahmen und die Oberfläche des Panels sind matt und wirksam entspiegelt. Seitlich einfallendes Licht oder auch ein Betrachter mit heller Kleidung erzeugt nur schwache Reflexionen auf dem Bildschirm.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein:

Werkseinstellungen

Bildmodus: Standard
Helligkeit: 70
Kontrast: 50
Gamma: 2,2
Farbtemperatur: Warm
RGB: 100/100/100
Color-Gamut: k. A.
DUE Priority: k. A.
Schärfe: kein Regler
Reaktionszeit: Normal

Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Auf den ersten Blick machen die Graustufen beim Acer B247YD einen sehr guten Eindruck, da sie ziemlich neutral wirken. Die hellsten Stufen sind vollständig zu erkennen, die dunkelsten bis einschließlich Stufe 4.

Bei genauerem Hinsehen wird der gute Eindruck aber schnell getrübt. Unsere Testgrafik ist nicht umsonst symmetrisch aufgebaut. In der linken Bildhälfte ist die Farbtemperatur eindeutig wärmer als in der rechten. Das wird auch in homogenen hellgrauen Flächen deutlich sichtbar. Wir werden darauf im Zusammenhang mit der Bildhomogenität noch einmal zurückkommen.

Graustufendarstellung
Graustufen

Auch bei der Darstellung feiner Grauverläufe gibt es davon abgesehen nichts zu bemängeln. Sie ist gut und bleibt weitgehend frei von Banding-Effekten. Farbschimmer sind nicht zu beobachten.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge bei komplett abgedunkeltem Raum sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung

Die Ausleuchtung ist gut, aber nicht perfekt gelungen. In der Mitte wirkt sie gleichmäßig. In den Ecken und teils an den extremen Rändern sind aber auch in mittiger Sitzposition Aufhellungen zu erkennen, die nicht rein blickwinkelbedingt sind. Das heißt, sie verschwinden auch bei lotrechter Betrachtung dieser Stellen nicht vollständig. Es gibt aber keine scharfen, sondern nur sehr dezente Randeinstrahlungen, die zudem nur in einem recht kleinen Bereich sichtbar werden.

Weicht man stärker von der Bildmitte ab, wird die übliche Aufhellung über die gesamte Bildfläche deutlich. Sie fällt aber vergleichsweise geringer aus als bei vielen anderen IPS-Panels. Das mag mit dem matten Oberflächen-Coating zusammenhängen.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des Acer B247YD
Helligkeits- und Kontrastverlauf des Acer B247YD

Mit nativem Weißpunkt erreichen wir im Maximum rund 211 cd/m². Das liegt 16 % unter der Herstellerangabe von 250 cd/m². Die einstellbare Minimalhelligkeit beträgt 63 cd/m². Nach der Kalibrierung sinken die Werte nur geringfügig (maximal 208 cd/m², minimal 62 cd/m²).

Das Kontrastverhältnis des IPS-Panels gibt der Hersteller mit 1000:1 an. Gemäß unseren Messungen wird die Herstellerangabe sogar leicht übertroffen. Das Kontrastverhältnis liegt nach der Kalibrierung im Durchschnitt bei sehr guten 1069:1.

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