Test Acer B247YD – Energiesparwunder fürs Büro
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Overdrive 75 Hz

75 Hz, Overdrive „Aus“

Durch die Erhöhung der Bildwiederholfrequenz auf 75 Hz verbessert sich vor allem die Signalverzögerung von 19,8 auf 13,2 ms. Die Reaktionszeiten fallen bei allen Overdrive-Stufen ähnlich, tendenziell aber minimal schlechter aus.

Bei ausgeschaltetem Overdrive messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 15 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 13,8 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 21,3 ms. Der CtC-Wert wird mit 17,6 ms ermittelt.

Überschwinger sind keine zu beobachten, die Abstimmung ist sehr neutral.

Das Schaltzeitendiagramm zeigt unter anderem, wie sich verschiedene Helligkeitssprünge addieren, wie schnell der Monitor in der Werkseinstellung im besten Fall reagiert und von welcher mittleren Reaktionszeit ausgegangen werden kann.

Diagramm 75 Hz (Overdrive „Aus“): zufriedenstellende Schaltzeiten
75 Hz (Overdrive „Aus“): zufriedenstellende Schaltzeiten
Diagramm 75 Hz (Overdrive „Aus“): keine Überschwinger
75 Hz (Overdrive „Aus“): keine Überschwinger

75 Hz, Overdrive „Normal“

In der Werkseinstellung „Normal“ bei 75 Hz werden die Schaltzeiten schon effektiv verkürzt. Vor allem bei den Durchschnittswerten und beim CtC-Wert sehen wir merkliche Verbesserungen, ohne dass dadurch nennenswerte Überschwinger entstehen.

Wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel und den schnellsten Grauwechsel wieder jeweils mit 14 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 18,7 ms. Der CtC-Wert wird mit 16,4 ms ermittelt.

Unter Qualitätsaspekten ist diese Einstellung optimal und für alle Anwendungen – außer Gaming – zu empfehlen.

Diagramm 75 Hz (Overdrive „Normal“): ordentliche Schaltzeiten
75 Hz (Overdrive „Normal“): ordentliche Schaltzeiten
Diagramm 75 Hz (Overdrive „Normal“): keine nennenswerten Überschwinger
75 Hz (Overdrive „Normal“): keine nennenswerten Überschwinger

75 Hz, Overdrive „Extrem“

Wie zu erwarten kann der Acer B247YD auch bei 75 Hz in der höchsten Overdrive-Stufe noch einmal gehörig zulegen. Den Schwarz-Weiß-Wechsel messen wir mit 13 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 8,4 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt schnelle 10,2 ms. Ein CtC Wert von 4,8 ms ist flott genug.

Überschwinger werden sichtbar, allerdings kommen die Qualitätsverluste noch etwas geringer zum Tragen als bei 60 Hz. In Verbindung mit der deutlich reduzierten Signalverzögerung ist das daher eindeutig die beste Option für schnelle Spiele.

Diagramm 75 Hz (Overdrive „Extrem“): sehr schnelle Schaltzeiten
75 Hz (Overdrive „Extrem“): sehr schnelle Schaltzeiten
Diagramm 75 Hz (Overdrive „Extrem“): deutliche, aber noch akzeptable Überschwinger – geringer als bei 60 Hz
75 Hz (Overdrive „Extrem“): deutliche, aber noch akzeptable Überschwinger – geringer als bei 60 Hz

Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen im Pegel und in der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Diagramm: 60 Hz, Overdrive "Aus"
60 Hz, Overdrive „Aus“
Diagramm: 75 Hz, Overdrive "Aus"
75 Hz, Overdrive „Aus“
Diagramm 60 Hz, Overdrive "Normal"
60 Hz, Overdrive „Normal“
Diagramm: 75 Hz, Overdrive "Normal"
75 Hz, Overdrive „Normal“
Diagramm: 60 Hz, Overdrive "Extrem"
60 Hz, Overdrive „Extrem“
Diagramm: 75 Hz, Overdrive "Extrem"
75 Hz, Overdrive „Extrem“

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit.

Das Spielen mit 60 Hz hat beim Acer B247YD wenig Sinn, da hier die Signalverzögerung doch relativ ausgeprägt ist. Bei 75 Hz liegt sie mit 13,2 ms dagegen auf jeden Fall in einem akzeptablen Bereich. In Verbindung mit den sehr guten Reaktionszeiten in der höchsten Overdrive-Stufe kann auf dem Business-Monitor auch mal gespielt werden.

Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit 5,1 ms schon sehr kurz. Insgesamt macht das 18,3 ms.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des Acer B247YD leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: Sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre. Somit ist der Bildschirm auch bei reduzierter Helligkeit für längeres Arbeiten geeignet.

Diagramm: LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Sound

Zur Klangwiedergabe hat der Acer B247YD auch zwei Stereo-Lautsprecher in das Gehäuse integriert. Sie haben je 2 Watt Ausgangsleistung. Der Lautstärkeregler steht ab Werk auf 70 %. Diese Einstellung ist gut gewählt. Bei der Lautstärke bleiben zwar noch Wünsche offen, bei einer höheren Einstellung leidet aber schnell die Klangqualität.

Stereo-Lautsprecher mit je 2 Watt
Stereo-Lautsprecher mit je 2 Watt

Bei der Wiedergabe unseres Testvideos erzeugten die Lautsprecher zwar teils sehr schön räumliche Effekte, zu viel mehr als zur Wiedergabe von Systemklängen sind sie dennoch nicht geeignet.

Tonsignale können über DisplayPort, HDMI oder den analogen Audio-Eingang entgegengenommen und über die integrierten Lautsprecher oder den Kopfhörerausgang wiedergegeben werden.

DVD und Video

HD-Zuspieler wie Blu-ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen können direkt an die HDMI-Buchse des B247YD angeschlossen werden. Dank seines 16:9-Formates ist der Acer B247YD auch von Haus aus gut für die gängigsten Videoformate geeignet.

Für die Verbindung mit externen Geräten hat der Proband allerdings ansonsten nicht viel zu bieten. Für den HDMI-Eingang kann der Schwarzwert angepasst werden. Optionen für die Anpassung des Farbmodells oder einen Overscan gibt es aber nicht. Eine 24p-Wiedergabemöglichkeit sucht man ebenfalls vergebens.

Am PC kann der Acer B247YD bei der Videowiedergabe mit seinem sehr guten nativen Kontrast punkten. Bei den Farben bekommt man die übliche HDTV-Kost. Allerdings merkt man beim Acer B247YD zumindest im direkten Vergleich schon, dass der sRGB-Farbraum nicht zu 100 % abgedeckt wird. Während Rottöne etwas unterrepräsentiert wirken, hat man in manchen Szenen den Eindruck, dass sie etwas zu gelblich wiedergegeben werden. Das mag auch daran liegen, dass der sRGB-Farbraum in dieser Richtung sogar übertroffen wird.

Beim Anschluss von externen Quellen wie zum Beispiel einem BD-Player spielen auch die Skalierungsfähigkeiten des Monitors eine Rolle. Beim Acer B247YD kann das Seitenverhältnis zwar nur auf „Full“ (Vollbild) oder „Aspect“ (seitengerecht) eingestellt werden. Die wichtigere Option „Aspect“ arbeitet beim Probanden aber sehr gut. Alle wichtigen, vom nativen 16:9-Format abweichenden Videoformate konnten problemlos verzerrungsfrei auf die maximale Bildhöhe skaliert werden (zum Beispiel 480p und 576p).

Positiv zu erwähnen ist beim Acer B247YD noch die Ausleuchtung, die zumindest bei unserem Testgerät wirklich überraschend gut ausgefallen ist. Dadurch entstehen auch bei Cinemascope-Filmen in den schwarzen Balken oben und unten keine ablenkenden Aufhellungen.

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