Test Acer B247YD – Energiesparwunder fürs Büro
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Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde das Gerät aus Quato iColor Display heraus kalibriert und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Für die Kalibrierung im OSD wurden folgende Werte eingestellt:

Kalibrierung

Bildmodus: Standard
Helligkeit: 54
Kontrast: 50
Gamma: 2,4
Farbtemperatur: User
RGB: 46/43/50
Color-Gamut: k. A.
DUE Priority: k. A.
Schärfe: kein Regler
Reaktionszeit: Normal

Wie oben bereits erwähnt, führt eine Einstellung des Gamma-Reglers auf 2,2 tatsächlich zu einem deutlich geringeren Gammawert. Durch die Erhöhung des Reglers auf 2,4 gelang uns mit gemessenen 2,18 fast eine Punktlandung.

Erwähnenswert ist auch, dass die Kalibrierung beim Acer B247YD aufgrund des ungewöhnlichen Reglerverhaltens nicht ganz einfach war. Mit den oben genannten Werten ist uns aber ein gutes Ergebnis gelungen.

Profilvalidierung

Diagramm: Profilvalidierung
Profilvalidierung

Der Acer B247YD zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergab keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance ist gut, die Farbwerte sind sehr gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Diagramm: Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)
Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch.

Durch die Kalibrierung konnten wir zwar die Farbraumabdeckung nicht steigern, dafür aber die Farbabweichungen auf ein gutes Niveau bringen. Erfreulicherweise hat sich dabei die Graubalance nicht verschlechtert. Allerdings wird bei allen drei Primärfarben die Grenze von einem Delta E < 2 gerissen. Die Abweichung bei Blau liegt sogar oberhalb der Marke Delta E < 2,5.

Insgesamt ist das Ergebnis dennoch sowohl bei den Farbwerten als auch bei den Grauwerten gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Den Acer B247YD haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz und bei 75 Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 4 ms für GtG genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden. Hier gibt es die Stellungen „Aus“, „Normal“ und „Extrem“. Als Standardwert ist „Normal“ voreingestellt.

Overdrive 60 Hz

60 Hz, Overdrive „Aus“

Bei 60 Hz und ausgeschaltetem Overdrive messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel und den schnellsten Grauwechsel jeweils mit 2,4 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 19,3 ms. Für einen 60-Hz-Monitor mit abgeschaltetem Overdrive sind das ordentliche Werte. Lediglich der CtC-Wert ist mit 23,2 ms schon arg gemächlich.

Überschwinger sind keine zu beobachten, die Abstimmung ist sehr neutral.

Das Schaltzeitendiagramm zeigt unter anderem, wie sich verschiedene Helligkeitssprünge addieren, wie schnell der Monitor in der Werkseinstellung im besten Fall reagiert und von welcher mittleren Reaktionszeit ausgegangen werden kann.

Diagramm 60 Hz (Overdrive „Aus“): zufriedenstellende Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „Aus“): zufriedenstellende Schaltzeiten
Diagrmm: 60 Hz (Overdrive „Aus“): keine Überschwinger
60 Hz (Overdrive „Aus“): keine Überschwinger

60 Hz, Overdrive „Normal“

In der Werkseinstellung „Normal“ verbessert sich primär der CtC-Wert, der jetzt mit 13,6 ms bereits akzeptabel ausfällt. Auch der CtC-Wert reduziert sich deutlich. Dafür bleiben Überschwinger wie gehabt praktisch vollständig aus.

Diagramm 60 Hz (Overdrive „Normal“): zufriedenstellende Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „Normal“): zufriedenstellende Schaltzeiten
Diagramm 60 Hz (Overdrive „Normal“): minimale Überschwinger
60 Hz (Overdrive „Normal“): minimale Überschwinger

60 Hz, Overdrive „Extrem“

Richtig zulegen können die Reaktionszeiten in der Overdrive-Stufe „Extrem“. Wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 11,6 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 8,2 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt schnelle 9,8 ms. Ein CtC-Wert von 4 ms ist ebenfalls sehr kurz.

Hier treten zwar teils deutliche Überschwinger auf, die nach unserer Einschätzung aber noch akzeptabel bleiben.

Diagramm 60 Hz (Overdrive „Extrem“): sehr schnelle Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „Extrem“): sehr schnelle Schaltzeiten
Diagramm 60 Hz (Overdrive „Extrem“): deutliche, aber noch akzeptable Überschwinger
60 Hz (Overdrive „Extrem“): deutliche, aber noch akzeptable Überschwinger

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