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Test Acer CB273U: Allround-Talent zum fairen Preis
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27-Zoll-Monitor der CB3-Serie kann sich als guter Allrounder durchsetzen und begeistert bei Office und Bildbearbeitung. Selbst Gaming ist bei moderater Erwartungshaltung problemlos möglich

Overdrive 60 Hz

60 Hz, Overdrive „Aus“

Bei deaktivierter Pixelbeschleunigung (Overdrive „Aus“) und 60 Hz erreicht der Acer CB273U ordentliche Schaltzeiten. Für den Schwarz-Weiß-Wechsel benötigt der Monitor 12 ms, ebenso für den Grauwechsel. Der Durchschnittswert für alle 15 Messpunkte beträgt 16,2 ms, und der CtC-Wert liegt bei 15,6 ms. Der Helligkeitsverlauf (GtG 80–50 %) bleibt neutral, und die entsprechende Helligkeit wird schnell erreicht.

Diagramm: Ordentliche Schaltzeiten bei deaktivierter Pixelbeschleunigung (Aus)
Ordentliche Schaltzeiten bei deaktivierter Pixelbeschleunigung (Aus)
Diagramm: Neutrale Abstimmung beim Helligkeitsverlauf
Neutrale Abstimmung beim Helligkeitsverlauf

60 Hz, Overdrive „Normal“

Die werkseitig auf „Normal“ eingestellte Overdrive-Einstellung sorgt für etwas kürzere Schaltzeiten, bricht aber noch keine Rekorde. Für den Schwarz-Weiß-Wechsel braucht der Acer CB273U nun 10 ms, für den Grauwechsel werden 9,2 ms benötigt. Der Durchschnittswert für alle unsere 15 Messpunkte verkürzt sich auf 13,8 ms, und der Farbwechsel (CtC) wird in 11,2 ms vollzogen. Der Helligkeitsverlauf bleibt weiterhin neutral.

Diagramm: Etwas schnellere Schaltzeiten mit Overdrive-Einstellung "Normal"
Etwas schnellere Schaltzeiten mit Overdrive-Einstellung „Normal“
Diagramm: Weiterhin neutraler Helligkeitsverlauf
Weiterhin neutraler Helligkeitsverlauf

60 Hz, Overdrive „Extrem“

Mit der höchsten Pixelbeschleunigung „Extrem“ verkürzen sich die Schaltzeiten nun deutlich, vor allem der Farbwechsel (CtC) wird vom Acer CB273U mit 5,2 ms dreimal so schnell vollzogen wie bei deaktivierter Pixelbeschleunigung und mehr als doppelt so schnell im Vergleich zur Werkseinstellung „Normal“.

Für den Schwarz-Weiß-Wechsel benötigt der Proband mit 9,2 ms hingegen nur geringfügig weniger Zeit. Der schnellste Grauwechsel wird in 6,2 ms vollzogen. Der Durchschnittswert für alle 15 Messpunkte reduziert sich auf 8,8 ms. Obwohl die Einstellung „Extrem“ heißt, ist die Pixelbeschleunigung nicht extrem umgesetzt worden, was sich positiv auf den Helligkeitsverlauf auswirkt. Überschwinger fallen gering aus.

Diagramm: Überzeugende Schaltzeiten bei höchster Pixelbeschleunigung (Extrem)
Überzeugende Schaltzeiten bei höchster Pixelbeschleunigung (Extrem)
Diagramm: Geringe Überschwinger im Helligkeitsverlauf
Geringe Überschwinger im Helligkeitsverlauf

Overdrive 75 Hz

75 Hz, Overdrive „Aus“

Bei 75 Hz und deaktivierter Pixelbeschleunigung zeigt der Acer CB273U fast identische Schaltzeiten wie bei 60 Hz. Für den Schwarz-Weiß-Wechsel benötigt der Monitor 11,2 ms, ebenso für den Grauwechsel. Als Durchschnittswert für alle unsere 15 Messpunkte ermitteln wir eine Schaltzeit von 18,3 ms und für den Farbwechsel (CtC) 16,4 ms. Der Helligkeitsverlauf ist neutral.

Diagramm: Fast identische Schaltzeiten wie bei 60 Hz und deaktivierter Pixelbeschleunigung
Fast identische Schaltzeiten wie bei 60 Hz und deaktivierter Pixelbeschleunigung
Diagramm: Helligkeitsverlauf mit neutraler Abstimmung
Helligkeitsverlauf mit neutraler Abstimmung

75 Hz, Overdrive „Normal“

Auch bei 75 Hz fallen die Schaltzeiten fast identisch zu den Ergebnissen bei 60 Hz aus, sind jedoch alle geringfügig langsamer. Allerdings ist der Unterschied so marginal, dass er nicht auffällt. Den Schwarz-Weiß-Wechsel vollzieht der Acer CB273U mit 10,4 ms, für den Grauwechsel (GtG) werden 9,6 ms benötigt. Der Durchschnittswert für alle unsere 15 Messpunkte beträgt 14,1 ms. Für den Farbwechsel (CtC) braucht der Monitor 12,4 ms. Der Helligkeitsverlauf bleibt weiterhin neutral.

Diagramm: Ebenfalls fast identische Schaltzeiten wie bei 60 Hz und Pixelbeschleunigung "Normal"
Ebenfalls fast identische Schaltzeiten wie bei 60 Hz und Pixelbeschleunigung „Normal“
Diagramm: Nach wie vor neutraler Helligkeitsverlauf
Nach wie vor neutraler Helligkeitsverlauf

75 Hz, Overdrive „Extrem“

Aller guten Dinge sind drei – und so zeigt der Acer CB273U auch bei 75 Hz und höchster Pixelbeschleunigung sehr ähnliche Schaltzeiten wie bei 60 Hz.

Für den Schwarz-Weiß-Wechsel benötigt der Monitor 10,2 ms, der schnellste Grauwechsel wird in 6,2 ms vollzogen. Als Durchschnittswert für alle unsere 15 Messpunkte ermitteln wir 9,6 ms, und für den Farbwechsel (CtC) braucht der Proband 5,2 ms. Wie bei 60 Hz sind auch bei 75 Hz nur geringe Überschwinger im Helligkeitsverlauf die Folge der nicht so extremen Pixelbeschleunigung.

Diagramm: Überzeugende Schaltzeiten auch bei 75 Hz und höchster Pixelbeschleunigung
Überzeugende Schaltzeiten auch bei 75 Hz und höchster Pixelbeschleunigung
Diagramm: Ebenso geringe Überschwinger im Helligkeitsverlauf
Ebenso geringe Überschwinger im Helligkeitsverlauf

Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall befinden sich die grünen und roten Linien eng am Zentrum. Jede Achse repräsentiert einen im Pegel und in der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Diagramm: Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigung "Aus" bei 60 Hz
Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigung „Aus“ bei 60 Hz
Diagramm: Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigung "Aus" bei 75 Hz
Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigung „Aus“ bei 75 Hz
Diagramm: Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigung "Normal" bei 60 Hz
Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigung „Normal“ bei 60 Hz
Diagramm: Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigung "Normal" bei 75 Hz
Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigung „Normal“ bei 75 Hz
Diagramm: Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigung "Extrem" bei 60 Hz
Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigung „Extrem“ bei 60 Hz
Diagramm: Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigung "Extrem" bei 75 Hz
Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigung „Extrem“ bei 75 Hz

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit.

Mit 60 Hz messen wir beim Acer CB273U unabhängig von der eingestellten Overdrive-Stufe eine Latenzzeit von 12 ms. Die halbe mittlere Bildwechselzeit beträgt mit deaktivierter Pixelbeschleunigung („Aus“) 8,1 ms, mit Einstellung „Normal“ 6,9 ms und mit der schnellsten Pixelbeschleunigung („Extrem“) 4,4 ms.

Die Durchschnittswerte für die mittlere Gesamtlatenz betragen somit bei 60 Hz 20,1 ms mit deaktivierter Pixelbeschleunigung, 18,9 ms mit Einstellung „Normal“ und 16,4 ms mit „Extrem“. Das sind bereits annehmbare Werte.

Wird die Bildwiederholfrequenz auf 75 Hz erhöht, halbiert sich die Latenzzeit und liegt nun bei 6 ms. Die halbe mittlere Bildwechselzeit beläuft sich auf 9,2 ms mit deaktivierter Pixelbeschleunigung („Aus“), 7,1 ms mit Einstellung „Normal“ und 4,8 ms mit „Extrem“.

Die Durchschnittswerte für die mittlere Gesamtlatenz betragen somit bei 75 Hz mit deaktivierter Pixelbeschleunigung 15,2 ms, mit Einstellung „Normal“ sind es 13,1 ms und mit „Extrem“ noch 10,8 ms.

Hintergrundbeleuchtung

Das Hintergrundlicht des Monitors zeigt eine Art hochfrequentes Rauschen. Es ähnelt einerseits einem Display mit mehr oder weniger kontinuierlichem Hintergrundlicht, zeigt aber in Teilen auch Ähnlichkeit zu einem modulierten PWM-Hintergrundlicht. Subjektiv ist selbst bei reduzierter Helligkeit keinerlei Flackern erkennbar (das Rauschen moduliert die Kurvenform nur mit schwacher Amplitude und sehr hochfrequent im hohen kHz-Bereich). Mit maximal 350 cd/m² erreicht der Proband eine hohe Helligkeit.

Daigramm: LED-Backlight mit hochfrequentem Rauschen
LED-Backlight mit hochfrequentem Rauschen

Subjektive Beurteilung

Leistung und Bildqualität können auch beim Gaming überzeugen. Die hohe, aber wiederum nicht zu hohe Auflösung mündet in einer hohen Framerate, auch wenn keine topaktuelle Hardware im Einsatz ist. Leider limitiert hier die maximale Bildrate von 75 Hz den Höhenflug des Acer CB273U. Lobenswert sind auch der schnelle Bildaufbau und das Scharfzeichnen von Bewegtbildern. Hierfür empfiehlt sich allerdings, Overdrive auf den höchsten Wert zu stellen, weil dadurch die Schärfe in Bewegung deutlich erhöht wird und keine störenden Auswirkungen auf die Bildqualität zu beobachten sind.

Spielszene aus dem Ego-Shooter Call of Duty: Vanguard
Spielszene aus dem Ego-Shooter Call of Duty: Vanguard

Damian Köb

... stieß 2009 zum PRAD-Team und schreibt mit anhaltender Begeisterung fundierte Monitor-Testberichte. Als Vater von zwei Kindern verbringt er seine Freizeit mit der Familie, macht Sport, spielt Computerspiele und fährt Motorrad.

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