Test Acer Predator X25: Performance-Monster mit 360 Hz
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Overdrive 360 Hz

360 Hz, Overdrive „Aus“

Diagramm: Ähnliche Schaltzeiten wie bei 60 Hz
Ähnliche Schaltzeiten wie bei 60 Hz
Diagramm: Helligkeitsverlauf zeigt ein sauberes Signal
Helligkeitsverlauf zeigt ein sauberes Signal

Bei der hohen Bildwiederholungsrate von 360 Hz und deaktiviertem Overdrive werden ähnliche Schaltzeiten wie bei 60 Hz und deaktiviertem Overdrive erreicht. Auch hier kann sich der Acer Predator X25 bei sämtlichen Messmethoden auf den vorderen Plätzen gegenüber anderen Supersportlern behaupten. Auch die enorm kurze Verzögerung von 1 ms spricht für sich. Analog dazu zeigt sich der Helligkeitsverlauf vollkommen neutral.

360 Hz, Overdrive „Normal“

Diagramm: Effektive Kürzung mit sehr schnellem CtC-Wert
Effektive Kürzung mit sehr schnellem CtC-Wert
Diagramm: Peak zeigt sich nur für einen sehr kurzen Zeitraum
Peak zeigt sich nur für einen sehr kurzen Zeitraum

Bei mittlerem Overdrive zeigt der Proband sein volles Potenzial. Besonders der für uns sehr wichtige CtC-Wert, der beschreibt, wie schnell das Panel von einer Mischfarbe auf eine andere Mischfarbe wechseln kann, ist mit 1,8 ms pfeilschnell. Auch die Gesamtlatenz von 2,9 ms kann sich mehr als sehen lassen. Der Helligkeitsverlauf zeigt zwar hier auch einen Peak, der aber nur für einen sehr kurzen Zeitraum auftritt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass solche Bildfehler nur wenig bis gar nicht zu erkennen sind. Im Teil „Subjektive Beurteilung“ schildern wir, wie sich das bei diesem Display darstellt.

360 Hz, Overdrive „Extrem“

Diagramm: Erneut reduzierte und sehr schnelle Schaltzeiten
Erneut reduzierte und sehr schnelle Schaltzeiten
Diagramm: Starke Überschwinger sprengen fast die Grafik
Starke Überschwinger sprengen fast die Grafik

Bei maximalem Overdrive und 360 Hz werden die Schaltzeiten teilweise erneut um die Hälfte reduziert. Der CtC-Wert erreicht hier einen Wert von einer halben Millisekunde und muss sich nur dem LG 27GL850 geschlagen geben, der eine Fabel-Schaltzeit von 0,4 ms erreicht hat. Mit einer Gesamtlatenz von 2,2 ms ist der Acer Predator X25 aber das schnellste Display, das wir seit jeher getestet haben. Natürlich geht das nicht ohne Bildqualitätsverluste, sodass der Helligkeitsverlauf fast gesprengt wird. Auch hier werden wir im weiteren Verlauf schildern, ob diese Stufe überhaupt noch spielbar ist.

Netzdiagramme

Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive „Aus“
Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive „Aus“
Netzdiagramm 360 Hz, Overdrive „Aus“
Netzdiagramm 360 Hz, Overdrive „Aus“
Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive „Normal“
Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive „Normal“
Netzdiagramm 360 Hz, Overdrive „Normal“
Netzdiagramm 360 Hz, Overdrive „Normal“
Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive „Extrem“
Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive „Extrem“
Netzdiagramm 360 Hz, Overdrive „Extrem“
Netzdiagramm 360 Hz, Overdrive „Extrem“

Latenzzeit

Bei der Latenzzeit sind die Monitore der Acer-Predator-Reihe immer ganz weit vorn zu finden. Der Acer Predator X25 setzt dem Ganzen aber die Krone auf und katapultiert sich mit einer Gesamtlatenz von 2,2 ms an die Spitze. Diesbezüglich lässt sich derzeit kein besserer Bildschirm für schnelle Shooter finden.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des Acer Predator X25 arbeitet mit W-LED und leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: Sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre. Eine Ausnahme davon ist natürlich der ULMB-Modus.

Diagramm: LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Jeder Monitor durchläuft einen umfassenden Test mit hochempfindlichen Messgeräten, jedoch erzeugen manche Exemplare Bewegungsartefakte auch ohne messbaren Overdrive, die man einzig optisch wahrnehmen kann. Zudem wird in diesem Teil beschrieben, wie sich mögliche Überschwinger visuell bemerkbar machen und inwieweit sie das Gameplay einschränken. Hierfür haben wir weitere kleine Tests durchgeführt, mit dem Display Filmsequenzen geschaut und natürlich die Spieletauglichkeit geprüft. Rennsimulationen eignen sich besonders für solche Sichttests, da durch die Cockpit-Ansicht schnelle und langsame Bildanteile vereint werden. Wir haben hierfür die Rennsimulation „Project CARS 2“ gewählt.

60 Hz an Spielekonsolen

An älteren Spielekonsolen bei 60 Hz macht der Acer Predator X25 einen guten Job. Hier sollte allerdings die mittlere Overdrive-Stufe eingestellt werden. Bei maximalem Overdrive wird eine heftige Korona sichtbar, wie auf dem folgenden Bild zu erkennen ist.

Heftiges Nachleuchten bei 60 Hz und maximalem Overdrive
Heftiges Nachleuchten bei 60 Hz und maximalem Overdrive

Bei mittlerem Overdrive ist davon nahezu nichts zu erkennen, aber trotzdem wird nur wenig Bewegungsunschärfe erzeugt. Eine weitere gute Nachricht betrifft neuere Spielekonsolen, die VRR-Unterstützung bieten. Obwohl der Proband über ein G-Sync-Modul verfügt, ist eine Synchronisation der Aktualisierungsrate zwischen Konsole und Monitor möglich. Das macht den Acer Predator X25 an Spielekonsolen zu einer guten Wahl.

Betrieb am PC

Wird der Monitor an einem PC betrieben, lassen sich an einer NVIDIA-GPU auch spezielle Features wie ULMB und Reflex Latency Analyzer nutzen. Hier ist man bei AMD-GPUs etwas eingeschränkter. VRR funktioniert zwar auch an AMD-Grafikkarten tadellos, doch ist die Synchronisation zwischen Monitor und Grafikkarte dauerhaft aktiviert und lässt sich nicht abschalten. ULMB funktioniert an AMD-GPUs natürlich ebenfalls nicht. Die Performance hingegen ist an beiden Grafikkarten identisch. Die eher blödsinnige Variante, den Monitor bei 60 Hz zu betreiben, bringt genau das Ergebnis zutage, das wir bereits bei den Messergebnissen geahnt haben.

Bei maximalem Overdrive zeigt das Bild enorme Bildfehler, die in Form einer heftigen Corona an Objekträndern sichtbar werden, wie wir es schon an Spielekonsolen bemerkt haben. Der Motion-Blur ist für 60-Hz-Verhältnisse besser als bei den meisten anderen Monitoren. Bei steigender Bildwiederholrate nehmen sowohl die Bildfehler als auch die Bewegungsunschärfe rapide ab. Bereits bei 240 Hz und mittlerem Overdrive wird das schnell bewegte Bild mit so wenig Motion-Blur dargestellt, dass die Bandenwerbung unseres Testspiels auch in Kurvenfahrten klar lesbar ist.

Sehenswertes Bewegungsunschärfe-Ergebnis bei 240 Hz und 360 Hz auch ohne ULMB
Sehenswertes Bewegungsunschärfe-Ergebnis bei 240 Hz und 360 Hz auch ohne ULMB

So eine gute Performance sieht man nicht alle Tage. Eine weitere Steigerung der Bewegungsschärfe lässt sich aber auch bei 360 Hz visuell nicht mehr ausmachen. Bildfehler, die durch einen erhöhten Overdrive zustande kommen, werden aber bei 360 Hz noch etwas abgemildert. Bei maximaler Aktualisierungsrate und maximalem Overdrive lässt sich das Display noch problemlos nutzen. Wer jedoch großen Wert auf Bildqualität legt, für den ist der Overdrive in der Stellung „Normal“ die beste Option. Hier liefert der Acer Predator X25 ein qualitativ tolles Bild und eine bemerkenswerte Performance ab.

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