Test Acer Predator X25: Performance-Monster mit 360 Hz
4/7

0
2743

Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert. Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden das Kolorimeter X-Rite i1Display Pro und das Spektrofotometer X-Rite i1Pro eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2

Bei der Farbraumuntersuchung ermitteln wir zunächst die Abdeckung des sRGB-Farbraums. Der Monitor erreicht vor und nach der Kalibrierung in beiden Fällen 96 % sRGB. Das ist ein sehr gutes Ergebnis.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Modus: Standard (Werkseinstellung)

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 158, Kontrast 50, Farbtemperatur „Warm“, Gamma „Standard“ und Modus „Standard“.

Diagramm: Graubalance in der Werkseinstellung
Graubalance in der Werkseinstellung

Der Acer Predator X25 ist bereits ab Werk sehr neutral abgestimmt. Mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,20 und einer Range von 0,46 erreicht das Display in beiden Fällen ein sehr gutes Ergebnis. Mit 6700 K ist das Bild nur etwas kühler abgestimmt, und die Gammakurve verläuft für einen unkalibrierten Monitor sehr ordentlich. Das ist ein tolles Ergebnis für diese erste Messung.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich Modus „Standard“ mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Diagramm: Farbwiedergabe in der Werkseinstellung
Farbwiedergabe in der Werkseinstellung

Der Acer Predator X25 verfügt nicht über eine sRGB-Emulation. Das ist aber nicht weiter schlimm, da zumeist solch ein Modus in der Helligkeit fix und selten zu gebrauchen ist. Auch hier macht sich die Kalibrierung ab Werk positiv bemerkbar. Mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,24, einer Range von 0,39 und einem durchschnittlichen Delta E94 von 0,74 wird hier ein sehr gutes Gesamtergebnis erreicht. So eignet sich der Acer Predator X25 bereits ab Werk für semiprofessionelle Arbeiten im sRGB-Farbraum.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der Acer Predator X25 aus Quato iColor Display heraus kalibriert (Modus „Standard“, Gamma „Standard“ (2,2)) und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Profilvalidierung

Diagramm: Validierung der Monitorkalibration
Validierung der Monitorkalibration

Der Acer Predator XN253Q zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergab keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Grauwerte erreichen eine gute Bewertung, während die bunten Farben sehr gut abschneiden.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Diagramm: Monitor kalibriert (sRGB)
Monitor kalibriert (sRGB)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Mit einer Kalibrierung lässt sich beim Acer Predator X25 keine weitere Verbesserung mehr herausholen. Bei den Grauwerten ist sogar das Gegenteil der Fall, während bei den bunten Farben mit einem Delta E94 von 0,64 nur eine minimale Verbesserung eintritt. Auch die Gammakurve schlägt jetzt Haken, die vor der Kalibrierung nicht vorkamen. Eine Kalibrierung ist bei diesem Display demnach überflüssig.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 1 ms (GtG) genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden und unter „Spiel -> Overdrive“ zu finden. Hier gibt es die Stellungen „Aus“, „Normal“ und „Extrem“. Als Standardwert ist „Normal“ voreingestellt.

Overdrive 60 Hz

60 Hz, Overdrive „Aus“

Diagramm: Ordentliche Schaltzeiten für deaktivierten Overdrive
Ordentliche Schaltzeiten für deaktivierten Overdrive
Diagramm: Helligkeitsverlauf ohne Auffälligkeiten
Helligkeitsverlauf ohne Auffälligkeiten

Bei 60 Hz und deaktiviertem Overdrive erreicht der Acer Predator X25 bereits recht ordentliche Schaltzeiten und kann sich gegenüber anderen bereits getesteten Monitoren im vorderen Feld platzieren. Auch der Helligkeitsverlauf zeigt sich unaufgeregt.

60 Hz, Overdrive „Normal“

Diagramm: Durchschnittliche Schaltzeiten
Durchschnittliche Schaltzeiten
Diagramm: Bereits erste Überschwinger sind erkennbar
Bereits erste Überschwinger sind erkennbar

In den Werkseinstellungen bei mittlerem Overdrive und 60 Hz werden die Schaltzeiten mit 8,8 ms für den Schwarz-Weiß-Wechsel, mit 5,2 ms für den schnellsten Grauwechsel, mit 8,5 ms als Durchschnittswert an 15 Messpunkten und mit 5,6 ms für den CtC-Wert zwar gekürzt, doch verliert der Acer Predator X25 etwas an Boden und setzt sich mit diesen Messwerten ins vordere Mittelfeld. Bereits hier erkennt man, dass das Panel an die Grenze der Leistungsfähigkeit angelangt ist, da ein leichter Ausschlag in der Helligkeitsverlaufsgrafik zu sehen ist.

60 Hz, Overdrive „Extrem“

Diagramm: Effektive Kürzung der Schaltzeiten
Effektive Kürzung der Schaltzeiten
Diagramm: Grafik wird komplett gesprengt
Grafik wird komplett gesprengt

Bei maximalem Overdrive werden die Schaltzeiten zwar effektiv gekürzt. Doch wie man unschwer erkennen kann, wird dem Panel einfach zu viel abverlangt, und es entstehen so heftige Überschwinger, dass die Helligkeitsverlaufsgrafik komplett gesprengt wird. So ein Ergebnis führt dazu, dass diese Einstellung aus Qualitätsgesichtspunkten praktisch nicht nutzbar ist.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen

* Sie müssen das Kästchen aktivieren, ansonsten können Sie keinen Kommentar erstellen. Sollten Sie dennoch versuchen Ihren Kommentar zu posten, ohne akzeptiert zu haben, wird eine neue Seite geöffnet und Sie erhalten einen Hinweis. Alle eingetragenen Daten, inklusive des Kommentars, gehen dabei verloren!