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Test Acer Predator XB323QKNV: 4K-Gaming mit 144 Hz
3/7

32-Zoll-Monitor mit Adaptive Sync und G-Sync-Kompatibilität bietet einen ab Werk gut abgestimmten sRGB-Farbraum und kann Filme mit 24 Hz wiedergeben

Bildqualität

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 70, Kontrast 50, Farbtemperatur „Warm“, Gamma 2,2 und Modus „Standard“. Nebenbei muss man den Acer XB323QKNV aber noch aus seinem Stromsparschlaf wecken, der ebenfalls ab Werk eingestellt ist und unter „Bild -> Max. Helligkeit“ zu finden ist. Hier erreicht der Proband nur eine maximale Leuchtdichte von 166 cd/m². Insgeheim fragt man sich, warum es überhaupt solch eine Einstellung gibt, die man mittlerweile vermehrt bei Monitoren antrifft. Die genannten Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Graustufendarstellung vom IPS-Panel des Acer XB323QKNV
Graustufen des Acer XB323QKNV

In den Lichtern zeigt der Acer XB323QKNV eine sehr gute Leistung, da sich sämtliche Felder vom Hintergrund abheben. In den Schatten sieht das etwas anders aus, da die letzten drei Felder vom tiefschwarzen Hintergrund verschluckt werden. Ein Farbstich ist bei frontaler Betrachtung nicht zu erkennen.

Dafür zeigt sich die übliche Farbtreppe nahe der Mitte bereits recht stark. Bei seitlichem Blickwinkel erhalten die hellen Grautöne einen Braunstich, bleiben aber von ihrer Sichtbarkeit gleich. Die dunklen Grautöne verlieren hier erneut, und es ist bis zum sechsten Feld kein Unterschied zum Hintergrund mehr zu erkennen.

Seitliche Ansicht der Graustufendarstellung
Seitliche Ansicht der Graustufen

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

IPS-Panel Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei normaler Belichtung
IPS-Panel Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung

Die Schwarzbilddarstellung gelingt dem Bildschirm gut. Bei einem so großen Display ist es wichtig, diesen Test in einem ausreichend großen Abstand durchzuführen, da sonst der Blickwinkel-bedingte Glow zum Tragen kommt, der bei IPS-Panels unvermeidlich ist. Auffallende Spots konnten wir beim Acer XB323QKNV nicht erkennen. Im unteren und oberen Bereich des Rahmens, rechts der Mitte, treten leichte Aufhellungen auf, die aber im Normalbetrieb nicht auffallen. Selbst bei fünffach verlängerter Belichtungszeit zeigt der Bildschirm nur eine leichte Wolkenbildung.

Glow vom IPS-Panel des Acer XB323QKNV
Glow des Acer XB323QKNV

Der Glow ist abhängig von der Höhe, bei der man auf das Display schaut, und scheint orange bis mittelblau durch. In der Stärke verhält er sich im Vergleich zu anderen IPS-Displays relativ identisch.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf vom IPS-Panel des Acer XB323QKNV
Helligkeits- und Kontrastverlauf des Acer XB323QKNV

Bei nativem Weißpunkt erreicht der Acer XB323QKNV eine Leuchtdichte von 411 cd/m², was sich in etwa mit den Herstellerangaben von 400 cd/m² deckt. Nach den notwendigen Anpassungen, um auf D65 zu kommen, bleiben noch hohe 404 cd/m² übrig. Die Minimalhelligkeit liegt bei 68 cd/m² und erlaubt noch ein Arbeiten in absoluter Dunkelheit.

Mit einem durchschnittlichen Kontrastverhältnis von 950:1 wird ein gutes Ergebnis erzielt. Nach der Kalibrierung geht das durchschnittliche Kontrastverhältnis mit 931:1 nur unerheblich zurück. In der Spitze wird ein Wert von 972:1 erreicht.

Bildhomogenität

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.

Diagramm der Helligkeitsverteilung in %
Helligkeitsverteilung in %
Diagramm der Farbreinheit in Delta C
Farbreinheit in Delta C

Die durchschnittliche Helligkeitsabweichung liegt mit 4,21 % erfreulich niedrig. Die höchste Abweichung wird in der unteren linken Ecke gemessen und beträgt 9,43 %. Insgesamt wird hier ein gutes Ergebnis erreicht.

Auch die Farbreinheit zeigt geringe Abweichungen. Mit einem durchschnittlichen Delta C von 1,43 und einem maximalen Delta C von 2,77 wird in beiden Fällen ebenfalls ein gutes Ergebnis erzielt.

Coating

Das Coating des Acer XB323QKNV verfügt über eine matt-kristalline Oberfläche. Zwar wird hier eine starke Brillanz der Farben erreicht, doch einfallendes Licht nicht so gut absorbiert, wie es bei Panels mit stumpf-matter Oberfläche der Fall ist. Gerade in lichtdurchfluteten Räumen kann das problematisch sein. Besonders, wenn der Bildinhalt dunkel ist, kann das eigene Spiegelbild sehr stören.

Coating des Acer XB323QKNV
Coating des Acer XB323QKNV
Coating Referenzbild
Coating Referenzbild

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des Acer XB323QKNV bei horizontalen Blickwinkeln von ±75 Grad und vertikalen von +60 und -45 Grad.

Horizontale und vertikale Blickwinkel vom IPS-Panel des Acer Predator XB323QKNV
Horizontale und vertikale Blickwinkel

Farbtechnisch bleibt der Acer XB323QKNV sowohl in den horizontalen als auch in den vertikalen Blickwinkeln stabil. Eine Abdunkelung des Bildes ist nur marginal auszumachen. Reines Weiß oder helles Grau macht dem Display allerdings in den horizontalen Blickwinkeln Probleme und führt zu einem Braunton.

Oliver Jachmann

... spielt seit seiner Kindheit Rennsimulationen am Computer. Seit 2013 verstärkt er unser Team und schreibt hauptsächlich Testberichte von Gaming-Monitoren. Seinen Ausgleich findet er im Sport und bezeichnet sich selbst als Fitness-Freak.

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