Test Allround-Monitor ViewSonic VX3276-2K-mhd
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OSD

Das Gerät besitzt fünf Tasten zur Navigation, aber nur eine bietet einen tatsächlichen Schnellzugriff an. Wird die oberste Taste gedrückt, kann zwischen sieben Spielmodi gewählt werden, von denen drei individuell einstellbar sind. Die anderen vier Tasten rufen jeweils das identische zweite Schnellauswahlmenü auf. Über dieses können der Bildmodus und der Eingang gewählt sowie die Helligkeit und der Kontrast verstellt werden.

Farbeinstellungen im OSD des Viewsonic VX3276-2K-mhd
Farbeinstellungen im OSD
Manuelle Bildanpassung im OSD des Viewsonic VX3276-2K-mhd
Manuelle Bildanpassung

Das eigentliche OSD besitzt sechs Reiter. Im ersten lässt sich das Eingangssignal wählen und im zweiten die Lautstärke einstellen. Der dritte Reiter bietet Einstelloptionen bei den Bildmodi an. In diesem Bereich kann zum Beispiel auch die Reaktionszeit angepasst und der Blaulichtfilter aktiviert werden.

Im nächsten Reiter können diverse Farbeinstellungen vorgenommen werden, unter anderem auch der Farbraum und der Farbbereich. Weitere Anpassungen wie die Schärfe und die Bilddarstellungen finden sich einen Reiter weiter. Allgemeine Einstellungen wurden im letzten Reiter zusammengefasst.

Allgemeine Einstellungen im OSD
Allgemeine Einstellungen im OSD

Die Aufteilung im OSD wurde sinnvoll gewählt, und für jeden Bereich wird eingeblendet, welche Taste welche Funktion auslösen wird. Da sich die Tasten auf der Rückseite befinden, mussten wir häufig abzählen, welche Taste zu welcher Aktion gehört, und zudem aufpassen, nicht die letzte Taste zu drücken, um den Monitor damit komplett abzuschalten. Insgesamt war das Navigieren daher etwas umständlicher. Die vielen Einstelloptionen konnten uns dagegen überzeugen.

Zusatzfunktionen

Blaulichtfilter

Einen Blaulichtfilter besitzen mittlerweile sehr viele Monitore. Dieser soll durch die Reduzierung von Blautönen die Ermüdung der Augen vorbeugen. Mit 100 Abstufungen ist der Filter sehr fein einstellbar. Die Anzeige wird bei höheren Einstellungen immer gelblicher dargestellt. Einstellbar ist dies allerdings nur im Standard- und Spielmodus. Eine der drei individuell anpassbaren Spielmodi könnte daher dafür verwendet werden, einen Modus mit einer geringeren Blaulichtanzeige anzulegen. Die Farben werden bei dieser Einstellung verfälscht wiedergegeben, daher sollte der Modus nur für das lange Lesen von Texten genutzt werden.

ViewSplit-Software

Die Software ViewSplit ermöglicht es, mit Monitoren von ViewSonic eine individuelle Anordnung von Fenstern zu ermöglichen. Wird ein Fenster in einen entsprechenden Bereich gezogen, wird es dort vergrößert dargestellt. So können zum Beispiel drei Fenster auf dem Monitor nach vorher definierten Größen dargestellt werden, ohne dass jedes Fenster manuell auf diese Wunschgröße gezogen werden muss. Dieses Feature besitzt zu Zeiten von Windows 10 keinen sehr großen Anwendungsbereich, da das Betriebssystem bereits viele Optionen für diese Zwecke anbietet. ViewSplit ist aber noch individueller anwendbar und bietet daher einen gewissen Mehrwert.

Bildqualität

Der Monitor besitzt praktisch keinen Rahmen und zudem ein mattes Display, wodurch keine störenden Spiegelungen im Betrieb auftreten. Lediglich im vorderen Teil des Standfußes kann je nach Sitzposition eine leichte Spiegelung des Bildschirminhaltes ausgemacht werden.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein:

Bildmodus: Standard
Helligkeit: 100
Kontrast: 70
Gamma: keine Einstellmöglichkeit
Farbtemperatur: Native
RGB: bei „Native“ nicht einstellbar
Color-Gamut: k. A.
DUE Priority: nicht vorhanden
Schärfe: 50
Reaktionszeit: Standard

Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Die hellen Balken lassen sich vollständig vom Hintergrund differenzieren. Bei den dunklen Balken ist dies erst ab der Stufe 6 möglich. Es wurde daher keine neutrale Abstimmung gewählt. Die hohe Helligkeitseinstellung müsste eine bessere Differenzierung in den dunklen Bereichen eigentlich unterstützen. Da die maximale Helligkeit des Monitors aber eher gering ist, bietet auch diese keine große Unterstützung an.

Graustufen und -verlauf des Viewsonic VX3276-2K-mhd
Graustufen und -verlauf

Feine Grauverläufe werden ohne sichtbare Banding-Effekte dargestellt, und auch einen Farbschimmer konnten wir nicht ausmachen. Ein störendes IPS-Glitzern war ebenfalls nicht sichtbar.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung des Viewsonic VX3276-2K-mhd bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung des Viewsonic VX3276-2K-mhd bei verlängerter Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung

Beim Arbeiten fallen die beiden Lichthöfe in den unteren Ecken kaum auf, aber vor allem beim Videoschauen sind sie deutlich sichtbar und wirken auch störend. Im oberen Bereich gibt es ebenfalls einige leichtere Lichthöfe. Durch eine geänderte Sitzposition können diese etwas abgeschwächt werden, dafür werden die Lichthöfe an anderen Stellen deutlicher. Insgesamt können wir daher keine gute Bewertung mehr in diesem Bereich vergeben.

Bei einer seitlichen Betrachtung von oben tritt der übliche IPS-Glow-Effekt auf. Das Bild wird also eher in einem hellen Grauton als in einem satten Schwarz dargestellt. Dieser Effekt ist aber bei nahezu allen Geräten mit IPS-Panel vorhanden.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des ViewSonic VX3276-2K-MHD
Helligkeits- und Kontrastverlauf des ViewSonic VX3276-2K-MHD

Der Hersteller gibt die maximale Helligkeit mit 250 cd/m² an. Im Werkszustand und auch nach der Kalibrierung konnten wir maximal 227 cd/m² messen. Die minimale Helligkeit lag bei sehr geringen 26 cd/m².

Der Kontrast unterschreitet in der gesamten Testreihe nie den Wert von 1200:1, was ein sehr gutes Ergebnis darstellt und selbst viele High-End-Monitore mit IPS-Panel in den Schatten stellt. Der stärkere Ausreißer im Anfangsbereich ist dem Messverfahren zuzurechnen, da wir aktuell einen Schwarzpunkt nur mit bis zu zwei Nachkommastellen genau ausgeben können.

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