Test Allround-Monitor ViewSonic VX3276-2K-mhd
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Bildhomogenität

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert. Die Wahrnehmungsschwelle für Helligkeitsunterschiede liegt bei etwa 10 %.

Gemittelte Helligkeitsverteilung des Viewsonic VX3276-2K-mhd
Gemittelte Helligkeitsverteilung
Gemittelte Farbreinheit des Viewsonic VX3276-2K-mhd
Gemittelte Farbreinheit

Die im vorherigen Teil schon beschriebenen Lichthöfe sind mit dem bloßen Auge gut erkennbar. Helligkeitsunterschiede oder Abweichungen bei der Farbreinheit waren dagegen nicht ohne Weiteres auszumachen. Gerade für farbkritische Arbeiten können die Messergebnisse aber trotzdem hilfreich sein.

In beiden Bereichen kann der Monitor keine gute Bewertung mehr erreichen. Die durchschnittliche Abweichung der Helligkeit liegt bei 10 %, und ein Wert übersteigt sogar eine Abweichung von 15 %. Bei der Farbreinheit kann in einem Messfeld ein Delta C von über 3 ausgemacht werden, und auch der Durchschnitt von 1,82 ist nicht mehr als gut zu bezeichnen.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Coating des ViewSonic VX3276-2K-MHD
Coating des ViewSonic VX3276-2K-MHD
Coating-Referenzbild
Coating-Referenzbild

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der ViewSonic besitzt eine stumpf-matte Oberfläche mit mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion.

Blickwinkel

Bei extremeren Blickwinkeln nimmt die Helligkeit des angezeigten Bildes ab. Die Farbdarstellung leidet aber kaum, es waren zudem keine auffälligen Farbverfälschungen zu erkennen. Der Monitor kann daher auch bedenkenlos für den Einsatz vor mehreren Personen empfohlen werden.

Horizontale und vertikale Blickwinkel des Viewsonic VX3276-2K-mhd
Horizontale und vertikale Blickwinkel

Interpolation

Wir haben der nativen Auflösung mit 2560 x 1440 Pixeln die kleinere 16:9 Auflösung mit 1280 x 720 Pixeln grafisch gegenübergestellt. Die Interpolationsleistung ist dabei durchgängig gut. Sowohl die Schärfe als auch die Darstellung können als gut bezeichnet werden. Durch die Pixelvergrößerung sieht alles etwas gröber und nicht mehr so elegant aus, aber selbst längere Arbeitseinsätze sind mit der kleineren Auflösung problemlos möglich.

Testgrafik nativ, Vollbild
Testgrafik nativ, Vollbild
Testgrafik 1280 x 720, Vollbild
Testgrafik 1280 x 720, Vollbild
Textwiedergabe nativ, Vollbild
Textwiedergabe nativ, Vollbild
Textwiedergabe 1280 x 720, Vollbild
Textwiedergabe 1280 x 720, Vollbild

Wir haben anschließend weitere Auflösungen getestet. Der Monitor bietet an, diese auf Vollbild zu strecken oder seitengerecht vergrößert darzustellen. Einen 1:1-Modus gibt es nicht. Aber auch von den beiden angebotenen Modi funktioniert nur einer korrekt. Jede von uns getestete Auflösung wurde in beiden Modi seitengerecht vergrößert angezeigt, eine verzerrte Darstellung als Vollbild war nicht möglich. Die volle Punktzahl kann aufgrund der Einschränkungen bei den Einstellmöglichkeiten daher nicht erreicht werden. Es empfiehlt sich die Interpolation der Grafikkarte zu überlassen.

Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert. Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden das Kolorimeter X-Rite i1DisplayPro und das Spektralfotometer X-Rite i1 Pro eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2

Die folgende Tabelle fasst die Ergebnisse jeweils für das Werks-Preset und nach Software-Kalibration mit Quato iColor Display zusammen:

Farbraum Abdeckung im Werks-Preset Abdeckung nach Kalibrierung
sRGB 99 % 100 %
Adobe RGB 74 %
ECI-RGB v2 65 %

Die Werte nach der Kalibrierung können wir feiner auslesen, daher besitzen diese Nachkommastellen. Bereits im Auslieferungszustand weist der ViewSonic aber eine sehr gute sRGB-Farbraumabdeckung von 99 % auf.

Farbmodus: Native (Werkseinstellung)

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Graubalance des Viewsonic VX3276-2K-mhd in der Werkseinstellung, Bildmodus „Standard“
Graubalance in der Werkseinstellung, Bildmodus „Standard“

Die Abweichungen der Grauwerte liegen sowohl beim Durchschnitt als auch beim Range-Wert in einem guten Bereich. Die Farbtemperatur ist dagegen recht deutlich über den gewünschten 6500 Kelvin, und die abstürzende Gammakurve ist ebenfalls nicht ideal. Für einen Monitor, der nicht für farbkritische Arbeiten beworben wird, sind dies allerdings erstaunlich gute und recht neutral abgestimmte Einstellungen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe des Viewsonic VX3276-2K-mhd in der Werkseinstellung, Bildmodus „Standard“, Farbmodus „sRGB“
Farbwiedergabe in der Werkseinstellung, Bildmodus „Standard“, Farbmodus „sRGB“

Die Grauwerte und die Gammakurve bleiben fast identisch zur ersten Messung und befinden sich damit weiterhin auf einem guten Niveau. Die Farbabweichungen überschreiten im Durchschnitt die Abweichung von zwei Delta nicht, sodass auch dieser Bereich mit einer guten Benotung abschließen kann. Anwender, die das Gerät für Bildbearbeitungen nutzen wollen, sollten den Monitor aber trotzdem kalibrieren, um auch die hohe Delta-Abweichung zum Zielweißpunkt reduzieren zu können. Die Gammakurve verläuft nicht normgerecht.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

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