Test Allround-Monitor ViewSonic VX3276-2K-mhd
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Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde das Gerät aus Quato iColor Display heraus kalibriert und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Für die Kalibrierung im OSD wurden folgende Werte eingestellt:

Bildmodus: Standard
Helligkeit: 60
Kontrast: 70
Gamma eingestellt: keine Einstellmöglichkeit
Gamma gemessen: 2,18
Farbtemperatur: Benutzereinstellung
RGB: 100/95/98
Color-Gamut: k. A.
DUE Priority: nicht vorhanden
Schärfe: 50
Reaktionszeit: Standard

Die Anpassungen fallen sehr gering aus, was zu den guten Ergebnissen der ersten Messungen passt.

Profilvalidierung

Validierung des Profils vom Viewsonic VX3276-2K-mhd
Validierung des Profils

Der ViewSonic VX3276-2K-MHD besitzt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Die Farbwerte erreichen sehr gute Ergebnisse, bei den Grauwerten verhindert der zu hohe Range-Wert eine sehr gute Bewertung. Die Gammakurve verläuft jetzt normgerecht.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)
Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Das Ergebnis zeigt eine Gammakurve, die fast exakt auf der Ideallinie verläuft, kaum vorhandene Abweichungen bei den Farbwerten, einen Weißpunkt von 6500 Kelvin und einen sehr hohen Kontrast von 1300:1. Der erhöhte Range-Wert bei der Graubalance verhindert aber auch in diesem Bereich eine sehr gute Benotung. Nach einer Kalibrierung wäre das Gerät, auch dank seiner sRGB-Farbraumabdeckung von fast 100 %, für farbkritische Arbeiten zu empfehlen. Beachtet werden sollten aber auch die Messergebnisse bei der Helligkeitsverteilung und der Farbreinheit.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Den ViewSonic VX3276-2K-MHD haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Das Schaltzeitendiagramm zeigt unter anderem, wie sich verschiedene Helligkeitssprünge addieren, wie schnell der Monitor in der jeweiligen Overdrive-Einstellung im besten Fall reagiert und von welcher mittleren Reaktionszeit ausgegangen werden kann.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 3 ms für GtG genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden. Der ViewSonic besitzt drei Reglerpositionen für die Overdrive-Funktion („Standard“, „Erweitert“, „Ultraschnell“) In der Werkseinstellung ist die Option „Standard“ aktiviert.

60 Hz, Overdrive „Standard“

In der Werkseinstellung erreicht der Monitor bei fast allen Graustufenübergängen gute bis befriedigende Werte. Der Schwarz-Weiß-Wechsel liegt bei 14,4 ms und der schnellste Grauwechsel bei 12,2 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte liegt bei 16,8 ms. Der CtC-Wert sticht mit 8,8 ms positiv heraus. Minimale Überschwinger konnten gemessen werden, im Betrieb aufgefallen sind diese aber nicht.

Diagramm: 60 Hz („Standard“): gute Schaltzeiten
60 Hz („Standard“): gute Schaltzeiten
Diagramm: 60 Hz („Standard“): minimale Überschwinger
60 Hz („Standard“): minimale Überschwinger

60 Hz, Overdrive „Erweitert“

Der schnellste Grauwechsel sinkt auf gute 8 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte ändert sich dagegen nur leicht auf 15,7 ms. Insgesamt konnten keine großen Änderungen zur Werkseinstellung festgestellt werden. Die gemessenen Überschwinger sind in diesem Modus ebenfalls fast identisch.

Diagramm: 60 Hz („Erweitert“): gute Schaltzeiten
60 Hz („Erweitert“): gute Schaltzeiten
Diagramm: 60 Hz („Erweitert“): minimale Überschwinger
60 Hz („Erweitert“): minimale Überschwinger

60 Hz, Overdrive „Ultraschnell“

Der Name der Overdrive-Einstellung kann leider nicht halten, was er verspricht. Der Durchschnittswert aller Messpunkte wird zwar auf 12,9 ms reduziert, alle anderen Werte bleiben dafür fast unverändert. Messbare starke Überschwinger bleiben zwar aus, allerdings werden Doppelbilder erzeugt, wodurch auch dieser Modus in der Praxis kaum zur Anwendung kommen wird.

Diagramm: 60 Hz („Ultraschnell“): gute Schaltzeiten
60 Hz („Ultraschnell“): gute Schaltzeiten
Diagramm: 60 Hz („Ultraschnell“): leichte Überschwinger
60 Hz („Ultraschnell“): leichte Überschwinger

Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen in dem Pegel und der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

diagramm: 60 Hz, Overdrive „Standard“
60 Hz, Overdrive „Standard“
Diagramm: 60 Hz, Overdrive „Erweitert“
60 Hz, Overdrive „Erweitert“
Diagramm: 60 Hz, Overdrive „Ultraschnell“
60 Hz, Overdrive „Ultraschnell“

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