Test AOC 27P2C – Guter und günstiger Home-Office-Monitor
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Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde das Gerät aus Quato iColor Display heraus kalibriert und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Für die Kalibrierung im OSD wurden folgende Werte eingestellt:

Bildmodus: Standard
Helligkeit: 21
Kontrast: 50
Gamma: Gamma1
Farbtemperatur: Anwender
RGB: 50/49/48
Color-Gamut: k. A.
DUE Priority: k. A.
Schärfe: n. v.
Reaktionszeit: Aus

Profilvalidierung

Diagramm: Profilvalidierung
Profilvalidierung

Der AOC 27P2C zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergab keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance lässt sich gut anpassen, die Farbwerte sogar sehr gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Diagramm: Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)
Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Auffällig sind vor allem die höheren Abweichungen bei Blau und Magenta. Mit Blick auf die Farbraumgrafik ist das nicht ganz überraschend, da der sRGB-Farbraum in diesem Bereich nicht vollständig abgedeckt werden kann. Dementsprechend muss man hier auch mit Abweichungen leben, die im sichtbaren Bereich liegen.

Im Durchschnitt sind aber ansonsten die Abweichungen bei den Buntfarben wie auch die Graubalance durchaus gut. Die anderen Primär- und Sekundärfarben bleiben sogar unter einem Delta E von 1,5.

Insgesamt ist das Ergebnis sowohl bei den Farb- als auch bei den Grauwerten gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Den AOC 27P2C haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz und bei 75 Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 4 ms für GtG genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden. Hier gibt es die Stellungen „Aus“, „Schwach“, „Mittel“ und „Stark“. Ab Werk ist der Overdrive ausgeschaltet.

Overdrive 60 Hz

60 Hz, Overdrive „Aus“

Bei 60 Hz und ausgeschaltetem Overdrive messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel und den schnellsten Grauwechsel mit 21,2 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 27,1 ms, und der CtC-Wert wird mit 24 ms ermittelt.

Überschwinger sind keine zu beobachten, die Abstimmung ist sehr neutral. Die Reaktionszeiten sind ohne Overdrive aber teils auch schon extrem langsam.

Das Schaltzeitendiagramm zeigt unter anderem, wie sich verschiedene Helligkeitssprünge addieren, wie schnell der Monitor in der Werkseinstellung im besten Fall reagiert und von welcher mittleren Reaktionszeit ausgegangen werden kann.

Diagramm 60 Hz (Overdrive „Aus“): langsame Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „Aus“): langsame Schaltzeiten
Diagramm 60 Hz (Overdrive „Aus“): keine Überschwinger
60 Hz (Overdrive „Aus“): keine Überschwinger

60 Hz, Overdrive „Mittel“

In der Werkseinstellung „Mittel“ werden die Schaltzeiten schon effektiv verkürzt. Wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 15,6 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 8,8 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte ist mit 15,9 ms ebenso wie der CtC-Wert mit 10 ms schon recht ordentlich.

In der Overdrive-Stellung „Mittel“ sind die Bildaufbauzeiten bereits befriedigend. Überschwinger sind dennoch kaum auszumachen.

Diagramm 60 Hz (Overdrive „Mittel“): flotte Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „Mittel“): flotte Schaltzeiten
Diagramm 60 Hz (Overdrive „Mittel“): geringfügige Überschwinger
60 Hz (Overdrive „Mittel“): geringfügige Überschwinger

60 Hz, Overdrive „Stark“

In der höchsten Stellung „Stark“ kann der AOC tatsächlich noch einmal ordentlich zulegen und richtig gute Reaktionszeiten erreichen.

Den Schwarz-Weiß-Wechsel messen wir mit 12,8 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 4,2 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 9,3 ms. Allerdings sind hier auch teils mehr als deutliche Überschwinger zu erkennen, sodass diese Einstellung unter Qualitätsgesichtspunkten nicht mehr für jeden infrage kommt.

Diagramm 60 Hz (Overdrive „Stark“): sehr schnelle Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „Stark“): sehr schnelle Schaltzeiten
Diagramm 60 Hz (Overdrive „Stark“): extreme Überschwinger, die unsere Grafik sprengen
60 Hz (Overdrive „Stark“): extreme Überschwinger, die unsere Grafik sprengen

Overdrive 75 Hz

75 Hz, Overdrive „Aus“

Bei 75 Hz und ausgeschaltetem Overdrive messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel und den schnellsten Grauwechsel jeweils mit 16,8 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 25,9 ms, und der CtC-Wert wird mit 24 ms ermittelt.

Überschwinger sind keine zu beobachten, die Abstimmung ist sehr neutral. Zum Spielen sind diese Reaktionszeiten aber nicht zu empfehlen.

Das Schaltzeitendiagramm zeigt unter anderem, wie sich verschiedene Helligkeitssprünge addieren, wie schnell der Monitor in der Werkseinstellung im besten Fall reagiert und von welcher mittleren Reaktionszeit ausgegangen werden kann.

Diagramm 75 Hz (Overdrive „Aus“): langsame Schaltzeiten
75 Hz (Overdrive „Aus“): langsame Schaltzeiten
Diagramm 75 Hz (Overdrive „Aus“): keine Überschwinger
75 Hz (Overdrive „Aus“): keine Überschwinger

75 Hz, Overdrive „Mittel“

In der Werkseinstellung „Mittel“ werden erwartungsgemäß auch hier die Schaltzeiten sehr effektiv verkürzt. Wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 17,2 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 8,4 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt flotte 16,1 ms. Der CtC-Wert ist mit 10,4 ms ebenfalls brauchbar.

Interessanterweise fallen im Gegenzug die Überschwinger bei 75 Hz hier noch geringer aus als bei 60 Hz. Allerdings sind die Schaltzeiten praktisch durch die Bank etwas schlechter.

Diagramm 75 Hz (Overdrive „Mittel“): flotte Schaltzeiten
75 Hz (Overdrive „Mittel“): flotte Schaltzeiten
Diagramm 75 Hz (Overdrive „Mittel“): minimale Überschwinger
75 Hz (Overdrive „Mittel“): minimale Überschwinger

75 Hz, Overdrive „Stark“

Abgesehen vom Schwarz-Weiß-Wechsel, der unter 75 Hz mit 19,2 ms erheblich länger dauert als unter 60 Hz, können auch hier die Schaltzeiten noch einmal gehörig zulegen. Den schnellsten Grauwechsel messen wir mit nur 4,2 ms, und den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte ermitteln wir mit 11 ms. Der CtC-Wert ist mit 3,2 ms nicht nur für einen Büromonitor schon sensationell gut.

In der höchsten Overdrive-Stufe treten zwar teils sehr deutliche Überschwinger auf. Sie fallen allerdings spürbar moderater aus als bei 60 Hz.

Diagramm 75 Hz (Overdrive „Stark“): sehr schnelle Schaltzeiten
75 Hz (Overdrive „Stark“): sehr schnelle Schaltzeiten
Diagramm 75 Hz (Overdrive „Stark“): sehr deutliche Überschwinger
75 Hz (Overdrive „Stark“): sehr deutliche Überschwinger

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