Test ASUS F1 – Mobiler Kurzdistanz-LED-Beamer überzeugt
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Bildgröße

Für eine Projektion im nativen 16:9-Format kann man den Projektionsabstand zwischen 3,7 und 1,6 m variieren und erhält damit Diagonalen von 5,33 bis zu gigantischen 1,6 m. Ob Letzteres für eine ausreichende Lichtleistung noch sinnvoll ist, sei dahingestellt.

Bei einer typischen Leinwand mit 2 m Breite (2,3-m- bzw. 90-Zoll-Diagonale) benötigt man einen Projektionsabstand von 1,60 Metern.

Die Distanztabellen unten zeigen die Aufstellungsmöglichkeiten detailliert für eine Projektion im 16:9-Format.

Übersicht Projektionsgrößen (Screenshot: ASUS-Handbuch)
Übersicht Projektionsgrößen (Screenshot: ASUS-Handbuch)

Inbetriebnahme

Ein- und ausschalten

Projektoren mit herkömmlicher Hochdrucklampe benötigen typischerweise eine Auf- und Abkühlphase. Dass solche Beamer bis zur Anzeige des ersten Bildes ein bisschen Zeit brauchen, ist also durchaus normal.

LED-Projektoren lassen sich in der Regel dagegen nahezu verzögerungsfrei ein- und ausschalten. Der ASUS F1 lässt sich aber vergleichsweise viel Zeit. Erst nach knapp 30 Sekunden ist das Gerät betriebsbereit. Das Ausschalten erfolgt dagegen prompt und ohne Nachlaufen der Lüfter.

Bereitschaftszeiten

Startzeit bis zur Bildwiedergabe 6 Sekunden
Startzeit bis zur Suche nach einer HDMI-Quelle 23 Sekunden
Startzeit bis zur Anzeige einer HDMI-Quelle 29,43 Sekunden
Abkühlzeit 0 Sekunden

Betriebsgeräusch

Das Betriebsgeräusch beträgt laut Hersteller 32 dBA im Normal- und 28 dBA im Theatermodus.

Im Gegensatz zu vielen anderen Projektoren hat der ASUS F1 keine spezielle Einstellung, um die Lichtleistung generell zu regeln. Bei der Lüfterlautstärke mag es einen gewissen Zusammenhang mit der gewählten Farbtemperatur geben. Gefühlt gibt es aber keinen großen Unterschied in den verschiedenen Bildmodi.

Die Lüfter werden Temperatur-abhängig geregelt. Das Geräusch variiert daher im Betrieb immer etwas, ist aber insgesamt vergleichsweise sehr leise und unauffällig. Im Film- und Spielebetrieb geht es aber auch bei normaler Zimmerlautstärke in der Klangkulisse praktisch komplett unter.

Präsent wird das Lüftergeräusch eigentlich nur dann, wenn es im Raum ansonsten still ist, zum Beispiel bei Fotovorführungen. Im Vergleich zu Projektoren mit UHD-Lampe ist der ASUS F1 auf jeden Fall ausgesprochen leise, und das Betriebsgeräusch ist vom Frequenzbereich her angenehm.

Stromverbrauch, Kühlung und Wartung

Stromverbrauch

Beim F1 ist das Netzteil extern ausgelagert und vergleichsweise groß. Die externe Auslagerung vermindert aber die Erwärmung und den Kühlbedarf im Gehäuse. Das Netzteil erwärmt sich im Betrieb nur geringfügig.

Ausgelagertes Netzteil des ASUS F1 Beamers
Ausgelagertes Netzteil

Die Leistungsaufnahme im Betrieb wird vom Hersteller mit maximal 120 Watt angegeben. Der Verbrauch im Standby soll weniger als 0,5 Watt betragen. Unsere Messungen bleiben hier noch deutlich unter der Herstellerangabe. Im Betrieb messen wir nur 53 Watt, und weniger als 0,3 Watt im Standby.

Lediglich 53 Watt, um eine 90-Zoll-Diagonale mehr als ausreichend mit Licht zu versorgen – das ist nicht nur im Vergleich zu Projektoren mit UHD-Lampe ein sensationell niedriger Wert. Der Verbrauch liegt gerade mal auf dem Niveau eines 27-Zoll-Monitors.

Modus Stromverbrauch in Watt/h
Standardmodus 53
Standby < 0,3

Kühlung und Wartung

Die Kühlung erfolgt über die Lüftungsöffnungen an beiden Seiten. Die Kühlluft wird dabei rechts angesaugt und auf der linken Seite nach vorn wieder abgegeben. Dadurch wird ein warmer Luftstrom in Richtung Zuschauer gut vermieden.

Die LED-Technik sorgt insgesamt auch hier für einen deutlich spürbaren Vorteil. Gerade an warmen Sommertagen heizt ein herkömmlicher Projektor den Raum zusätzlich spürbar auf. Beim ASUS F1 merkt man den Unterschied durch die zusätzliche Wärmequelle dagegen kaum.

Seitliche Lüftungsschlitze lenken warme Luft nach vorn
Seitliche Lüftungsschlitze lenken warme Luft nach vorn

Bei Projektoren mit Hochdrucklampe muss selbige regelmäßig ausgetauscht werden. Zudem nimmt bis zum Ende der Lebensdauer die Lichtleistung merklich ab und beträgt dann nur noch etwa die Hälfte des Ausgangswertes. Bei regelmäßiger Nutzung muss man alle zwei bis drei Jahre die Lampe und den Lüftungsfilter erneuern, und das ist durchaus kostspielig.

Bei LED-Projektoren dagegen ist ein Austausch von Filtern oder der Lampe in der Regel gar nicht vorgesehen. Auch beim F1 finden sich dazu weder eine Öffnung am Gerät noch ein Hinweis im Handbuch. Die Lebensdauer gibt ASUS mit 20 Jahren bzw. 30 000 Betriebsstunden an.

Wie lange die noch sehr junge LED-Technik tatsächlich hält, kann heute aber niemand sagen. Langzeiterfahrungen, die den Hersteller-Angaben entsprechen, kann es daher nicht geben. Angaben zu einer über den gesetzlichen Umfang hinausgehenden Herstellergarantie konnten wir nicht finden.

Bedienung

Die wichtigsten Tasten findet man auch auf der Geräte-Oberseite. Sie fühlen sich gut an und lassen sich solide bedienen. In der Praxis erfolgt die Bedienung aber sowieso über die handliche Fernbedienung.

Die Fernbedienung hat eine Soft-Feel-Oberfläche und liegt angenehm in der Hand. Das Tastenlayout beschränkt sich auf die wesentlichen Funktionen. Da auch das OSD eher einfach gehalten und nicht mit unnützen Funktionen überfrachtet ist, findet man sich sofort intuitiv zurecht.

Bedienfeld am Projektor
Bedienfeld am Projektor
Fernbedienung des ASUS F1
Fernbedienung

Was der Fernbedienung allerdings fehlt, ist eine Tastenbeleuchtung. Im Dunkeln findet man deshalb am Anfang nicht immer auf Anhieb die richtige Taste. Mit etwas Eingewöhnung klappt das aber blind. Im Gegenzug dürften die Batterien der Fernbedienung recht ausdauernd sein.

Weniger gut hat uns der Erfassungsbereich des Infrarotsensors für die Fernbedienung gefallen. Der F1 hat nur einen Sensor auf der Rückseite. Sein ohnehin eher begrenztes Sichtfeld wird obendrein durch Strom und HDMI-Kabel weiter eingeschränkt. Zuverlässig hat die Fernbedienung im Test nur dann funktioniert, wenn man relativ direkt hinter dem Projektor saß. ASUS gibt im Handbuch einen Bereich von +/- 30 Grad an. Das ist recht wenig, deckt sich aber mit unseren Erfahrungen.

2 KOMMENTARE

  1. Danke für den ausführlichen Test. Wirklich sehr informativ.

    Zwei Anmerkungen:

    Bei der Bildgröße sind dem Autor aber einige Fehler unterlaufen. Die Tabelle bringt aber Aufklärung. Man könnte auch einfach das Projektionsverhältnis von 1:0,8 angeben denn kann sich jeder der die Grundrechenarten beherrscht alles ausrechnen.

    Die Bewertung finde ich anhand der Schwächen allerdings unangemessen. Als Preis-Leistung ja, aber nicht als Gesamturteil.

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