Test ASUS F1 – Mobiler Kurzdistanz-LED-Beamer überzeugt
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OSD

Das OSD des F1 ist eher nüchtern und funktional gehalten. Dabei sind die Einstellungen klar gegliedert und auf insgesamt vier Hauptmenü-Ebenen verteilt. Der Aufruf und die Navigation wirken manchmal allerdings etwas verzögert und träge.

OSD: Klar strukturiert und ausreichend groß
OSD: Klar strukturiert und ausreichend groß

Sobald man seine präferierten Einstellungen gefunden hat, braucht man das Menü nur noch selten. Diverse Direktwahltasten auf der Fernbedienung rufen die betreffende Funktion gleich ohne Umweg über das Hauptmenü auf. Die Einstellmöglichkeit bzw. Bestätigung der gewählten Einstellung erfolgen dann mit einer kleinen Einblendung.

Die Menüs werden grundsätzlich als Überlagerung vor das bisherige Bild eingeblendet. Filme laufen im Hintergrund weiter. Die Auswirkung der Einstellungen kann man aber beim Umschalten nur mit einiger Verzögerung im Bild sehen.

OSD: Bildeinrichtung
OSD: Bildeinrichtung
OSD: Bildschirm
OSD: Bildschirm
OSD: Wahl des Eingangssignals
OSD: Wahl des Eingangssignals
OSD: Systemeinstellungen
OSD: Systemeinstellungen

Bildqualität

Für den Test am PC haben wir den Projektor am HDMI-Anschluss in der nativen Auflösung betrieben. Zudem wurde das Gerät auf die Werkseinstellung zurückgesetzt. Die Farbmessungen haben wir mit einem i1Display Pro von X-Rite durchgeführt. Zur Durchführung der Messungen sowie der Erstellung des Videos und der Fotos vom projizierten Bild wurde der Beamer waagerecht ausgerichtet und im Abstand von ca. 1,6 m auf eine 2 m breite Leinwand mit GAIN-Faktor 1 ausgerichtet (entspricht einer Bilddiagonalen von 2,29 m bzw. 90 Zoll). Die Raumbeleuchtung wurde dabei vollständig abgedunkelt.

Main-Testscreen
Main-Testscreen

Auflösung

Der ASUS F1 kann mit seinen nativen 1920 x 1080 Bildpunkten die volle HD-Auflösung ohne Umrechnung wiedergeben. Die eingebaute Skalierungseinheit verarbeitet auch zahlreiche andere PC- und AV-Formate, von 480i/480p und 576i/576p hinauf bis zu Full HD in 1080i und 1080p.

Übersicht unterstützter PC-Taktwerte (Screenshot: ASUS-Handbuch)
Übersicht unterstützter PC-Taktwerte (Screenshot: ASUS-Handbuch)

In der nativen Auflösung 1080p liegt die Standbildwiederholfrequenz bei 60 bzw. 50 Hz. Eine kinogerechte 24p-Wiedergabe ist ebenfalls möglich. Gamer können auch auf 120 Hz hochtakten – allerdings nur bei 720p. Daher ist dieses Feature aus unserer Sicht nur bedingt interessant. Bei so großen Bilddiagonalen wünscht man sich eigentlich eher die 4K-Auflösung, statt auch noch auf die mittlerweile zum Mindeststandard gewordene Full-HD-Auflösung zu verzichten.

Die möglichen Auflösungen sind in einer Liste im Handbuch zusammengestellt. Skalierungsverluste führen allerdings grundsätzlich bei jedem Gerät zu Einbußen bei der Bildqualität. Die native Auflösung ist daher immer die beste Wahl.

Das Pixelgitter ist nur sichtbar, wenn man sehr nahe an das Bild herangeht. Bei normalen Betrachtungsabständen ist es praktisch nicht auszumachen. Pixelfehler traten bei unserem Testgerät nicht auf.

Bildschärfe und Konvergenz

Die für den Test verwendete Gittergrafik ist im Original nicht viel größer als das hier gezeigte Thumbnail, wird durch die Aufnahme vom Screen durch das Kamera-Objektiv aber stark vergrößert. Daher haben wir die Originalgrafik zur besseren Vergleichbarkeit ebenfalls so weit vergrößert, dass das Pixelraster sichtbar wird. Helligkeitsunterschiede an den Rändern sind aufnahmebedingt und spielen hier keine Rolle. Wichtig ist, dass die Pixelstruktur auch bei einer Interpolation sauber erhalten bleibt.

Gittergrafik, wie sie aussehen sollte
Gittergrafik, wie sie aussehen sollte

Die einpixeligen Strukturen unseres Testgitters kann der F1 perfekt wiedergeben. Senkrechte und waagerechte Linien sowie feine Strukturen werden akkurat dargestellt. Das Gleiche gilt für die Darstellung von Texten. Das Ergebnis ist hier ausgezeichnet und liegt auf dem Niveau guter TFTs. Auch die Interpolation von niedriger aufgelöstem Eingangsmaterial stellt den F1 vor keine Probleme. Farbsäume sind insgesamt kaum zu beobachten – vor allem nicht aus normalem Betrachtungsabstand.

Wie bei fotografischen Objektiven auch, lässt bei jedem Objektiv die Abbildungsleistung zu den Rändern nach. Am stärksten tritt dieser Effekt in den extremen Ecken zutage (schließlich ist ein Objektiv rund).

Testgrafik nativ, Vollbild
Testgrafik nativ, Vollbild
Testgrafik 1280 x 720, Vollbild
Testgrafik 1280 x 720, Vollbild

Trotzdem kann man einen ersthaften Abfall der Schärfe nur in der Abbildung links unten erkennen. Und der ist tatsächlich einer hier nicht ganz plan liegenden Leinwand geschuldet. Angesichts der Preisklasse hatten wir nicht erwartet, dass ASUS hier so ein hochwertiges Objektiv verbaut. Das erklärt aber auch unseren sehr positiven subjektiven Eindruck hinsichtlich Bildschärfe und Detailwiedergabe, den wir beim ASUS F1 gleich von Anfang an hatten.

Textwiedergabe nativ, Vollbild
Textwiedergabe nativ, Vollbild
Textwiedergabe 1280 x 720, Vollbild
Textwiedergabe 1280 x 720, Vollbild
Testbild komplett
Testbild komplett
100-%-Ausschnitt Mitte
100-%-Ausschnitt Mitte
100-%-Ausschnitt links oben
100-%-Ausschnitt links oben
100-%-Ausschnitt rechts oben
100-%-Ausschnitt rechts oben
100-%-Ausschnitt links unten
100-%-Ausschnitt links unten
100-%-Ausschnitt rechts unten
100-%-Ausschnitt rechts unten

Dank des Autofokus und des guten Objektivs bringt der ASUS F1 die Full-HD-Auflösung ganz hervorragend rüber.

2 KOMMENTARE

  1. Danke für den ausführlichen Test. Wirklich sehr informativ.

    Zwei Anmerkungen:

    Bei der Bildgröße sind dem Autor aber einige Fehler unterlaufen. Die Tabelle bringt aber Aufklärung. Man könnte auch einfach das Projektionsverhältnis von 1:0,8 angeben denn kann sich jeder der die Grundrechenarten beherrscht alles ausrechnen.

    Die Bewertung finde ich anhand der Schwächen allerdings unangemessen. Als Preis-Leistung ja, aber nicht als Gesamturteil.

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