Test ASUS PA248QV: ProArt-Monitor für Kreative
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Overdrive 75 Hz

75 Hz, Overdrive „TF0“

Ohne Overdrive fallen die Reaktionszeiten eher noch marginal schlechter aus, als bei 60 Hz.

Diagramm 75 Hz (Overdrive „TF0“): langsame Schaltzeiten
75 Hz (Overdrive „TF0“): langsame Schaltzeiten
Diagramm 75 Hz (Overdrive „TF0“): keine Überschwinger
75 Hz (Overdrive „TF0“): keine Überschwinger

75 Hz, Overdrive „TF60“

Interessanterweise werden bei 75 Hz und der Werkseinstellung „TF60“ die Schaltzeiten im Gegensatz zu 60 Hz schon sehr effektiv verkürzt. Wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 11,8 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 9,4 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 12 ms. Ein CtC-Wert von 10,4 ms ist ebenfalls schon ganz ordentlich.

In der Overdrive-Stellung „TF60“ sind dennoch kaum Überschwinger auszumachen und die Bildaufbauzeiten bereits recht flott. Der vom Hersteller als Standard aktivierte Wert „TF60“ ist somit optimal gewählt.

Diagramm 75 Hz (Overdrive „TF60“): flotte Schaltzeiten
75 Hz (Overdrive „TF60“): flotte Schaltzeiten
Diagramm 75 Hz (Overdrive „TF60“): minimale Überschwinger
75 Hz (Overdrive „TF60“): minimale Überschwinger

75 Hz, Overdrive „TF100“

In der höchsten Stellung „TF100“ kann der ASUS bei 75 Hz noch einmal gehörig zulegen. Den Schwarz-Weiß-Wechsel messen wir mit 10,4 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 4,4 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt sehr schnelle 6,3 ms. Der CtC-Wert ist mit 3,6 ms sehr kurz, aber auch nicht besser als bei 60 Hz.

Wie gehabt führt die höchste Overdrive-Stufe auch hier zu deutlichen Überschwingern.
Zum Arbeiten empfiehlt sich daher der Betrieb mit 75 Hz und der Werkseinstellung „TF60“. Zum Spielen könnte die Stufe „TF80“ ein guter Kompromiss sein. Auch hier sollte man aufgrund des besseren Input-Lags die höchste verfügbare Bildwiederholrate wählen.

Diagramm 75 Hz (Overdrive „TF100“): sehr schnelle Schaltzeiten
75 Hz (Overdrive „TF100“): sehr schnelle Schaltzeiten
Diagramm 75 Hz (Overdrive „TF100“): teils sehr starke Überschwinger, die unsere Grafik sprengen
75 Hz (Overdrive „TF100“): teils sehr starke Überschwinger, die unsere Grafik sprengen

Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen im Pegel und in der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Diagramm: 60 Hz, Overdrive "TF0"
60 Hz, Overdrive „TF0“
Diagramm 75 Hz, Overdrive "TF0"
75 Hz, Overdrive „TF0“
Diagramm: 60 Hz, Overdrive "TF60"
60 Hz, Overdrive „TF60“
Diagramm: 75 Hz, Overdrive "TF60"
75 Hz, Overdrive „TF60“
Diagramm: 60 Hz, Overdrive "TF100"
60 Hz, Overdrive „TF100“
Diagramm: 75 Hz, Overdrive "TF100"
75 Hz, Overdrive „TF100“

Latenzzeit und subjektive Beurteilung

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim ASUS PA248QV lässt sich die Signalverzögerung von 10 auf 7 ms verkürzen, wenn man die Bildwiederholrate auf 75 Hz erhöht.

Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit 3,2 ms ebenfalls sehr kurz. Insgesamt macht das sehr gute 10,2 ms. In der höchsten Overdrive-Stufe muss man allerdings mit merklichen Qualitätseinbußen leben. Nichtsdestoweniger eignet sich der ASUS PA248QV mit sehr kurzen Reaktionszeiten und einem niedrigen Input-Lag auch zum Spielen.

Da der ASUS PA248QV primär für „Content Creation“ beworben wird, sind wir hier zwar mit subjektiven Gaming-Tests nicht allzu weit in die Tiefe gegangen. In puncto Reaktionsverhalten entspricht die subjektive Begutachtung aber der Erwartungshaltung aus den Messergebnissen.

Backlight

Das Hintergrundlicht wird beim ASUS PA248QV durch Pulsbreitenmodulation (PWM) reduziert, dabei entstehen minimal kurze Unterbrechungen im Lichtstrom. Aufgrund der hohen PWM-Frequenz, die im hohen Kilohertzbereich liegt, sollte eigentlich gar kein Flackern auftreten.

Für sehr empfindliche Augen können aber je nach Helligkeitsstufe ganz leichte Flackerstörungen in hellen Bildbereichen nicht ganz ausgeschlossen werden. Sie sind an der Wahrnehmungsgrenze, also für die meisten wohl nicht erkennbar oder störend.

Diagramm: LED-Backlight mit PWM
LED-Backlight mit PWM

Sound

Zur Klangwiedergabe hat der ASUS PA248QV auch zwei RMS-Stereo-Lautsprecher unauffällig in das Gehäuse integriert. Sie haben je 2 Watt Ausgangsleistung. Der Lautstärkeregler steht ab Werk in Mittelstellung. Da ist von ihnen noch kaum etwas zu hören. Regelt man die Lautstärke hingegen nach oben, wirken sie schnell überfordert. Zumindest zur Wiedergabe von Systemklängen sind sie aber eine willkommene Beigabe.

Tonsignale können über HDMI, DP oder den analogen Audio-Eingang entgegengenommen und über die integrierten Lautsprecher oder den Kopfhörerausgang wiedergegeben werden.

DVD und Video

HD-Zuspieler wie Blu-ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen können direkt an die HDMI-Buchse des PA248QV angeschlossen werden.

Ansonsten hat das Gerät für die Verbindung mit externen Geräten nicht viel zu bieten. Wichtige HD-Auflösungen im 16:9-Format können vom ASUS PA248QV nicht richtig auf sein 16:10-Display skaliert werden. Optionen für die Anpassung von Farbmodell und Signallevel fehlen. Eine 24p-Wiedergabe-Möglichkeit sucht man ebenfalls vergebens. Der professionelle Monitor unterscheidet sich hier nicht von beliebigen Consumer-Geräten.

Am PC kann der ASUS PA248QV bei der Videowiedergabe mit seinem sehr guten nativen Kontrast punkten. Bei den Farben bekommt man die übliche HDTV-Kost. Mehr gibt der Farbraum des Bildschirms nicht her. Dafür kann man dank sRGB- und Rec.-709-Modus auch Filme relativ farbgetreu gemäß dem Aufnahmematerial anschauen.

Am PC kann 16:9-Material natürlich problemlos vom Software-Player richtig skaliert werden. Bei einem 16:10-Display entstehen dann natürlich auf jeden Fall oben und unten schwarze Balken. Dort können sich dann beim Video-Anschauen auch die Ausleuchtungsschwächen störend bemerkbar machen.

1 KOMMENTAR

  1. Danke für den Test! Ich möchte diesen Monitor kaufen, aber ich mag die Tatsache nicht, dass der werkseitige Standard-Weißpunkt etwa 7500 K kostet. Wie kann dies überhaupt möglich sein, zumal die Calman-Zertifizierung deklariert ist?

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