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Test ASUS PG259QN: 360 Hz Gaming-Monitor rockt
5/7

Erster Monitor aus ASUS’ Gaming-Schmiede „ROG“ (Republic of Gamers) der eine native Aktualisierungsrate von 360 Hz erreicht

Overdrive 360 Hz

360 Hz, Overdrive „Aus“

Diagramm: Schnelle Schaltzeiten bei deaktiviertem Overdrive
Schnelle Schaltzeiten bei deaktiviertem Overdrive
Diagramm: Helligkeitsverlauf zeigt ein ordentliches Signal
Helligkeitsverlauf zeigt ein ordentliches Signal

Bei deaktivierter Pixelbeschleunigung und 360 Hz werden etwas bessere Schaltzeiten als bei 60 Hz erreicht. Insgesamt kann sich der ASUS ROG Swift PG259QN gegen andere Supersportler behaupten. Besonders die geringe Gesamtlatenz von nur 5,3 ms lässt ihn ganz weit vorn rangieren.

360 Hz, Overdrive „Normal“

Diagramm: Enorme Verkürzung der Schaltzeiten
Enorme Verkürzung der Schaltzeiten
Diagramm: Kurzer starker Peak
Kurzer starker Peak

Bei 360 Hz und der ab Werk eingestellten Overdrive-Stufe „Normal“ zeigt der ASUS ROG Swift PG259QN, was in ihm steckt. Während der Schwarz-Weiß-Wechsel und der schnellste Grauwechsel bereits sehr ordentliche Werte vorweisen können, glänzt besonders der für uns sehr wichtige CtC-Wert, der den längsten Übergang zweier Mischfarben darstellt, mit einer Schaltzeit von nur 1 ms. Das ist pfeilschnell, ruft allerdings im Helligkeitsverlauf einen starken, aber nur sehr kurzen Peak hervor.

360 Hz, Overdrive „Extrem“

Diagramm: Spitzenzeiten bei maximalem Overdrive
Spitzenzeiten bei maximalem Overdrive
Diagramm: Peak sprengt den Helligkeitsverlauf
Peak sprengt den Helligkeitsverlauf

Die Pixelbeschleunigung bei maximalem Overdrive bringt dem ASUS ROG Swift PG259QN zwar Schaltzeiten ein, die teilweise sogar unter 1 ms liegen, doch sprengt der Performance-Gewinn letztendlich den Helligkeitsverlauf. Im Abschnitt „Subjektive Beurteilung“ klären wir, ob trotzdem noch ein ordentliches Gameplay möglich ist.

Netzdiagramme

Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive „Aus“
Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive „Aus“
Netzdiagramm 360 Hz, Overdrive „Aus“
Netzdiagramm 360 Hz, Overdrive „Aus“
Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive „Normal“
Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive „Normal“
Netzdiagramm 360 Hz, Overdrive „Normal“
Netzdiagramm 360 Hz, Overdrive „Normal“
Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive „Extrem“
Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive „Extrem“
Netzdiagramm 360 Hz, Overdrive „Extrem“
Netzdiagramm 360 Hz, Overdrive „Extrem“

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Auf höchster Overdrive-Stufe verpasst der ASUS ROG Swift PG259QN mit einer Signalverzögerung von 1 ms, einer halben mittleren Bildwechselzeit von 1,4 ms und insgesamt 2,4 ms nur knapp den absoluten Topwert. Mit dieser pfeilschnellen Gesamtlatenz eignet sich der Proband besonders für schnelle Shooter.

Backlight

Das Hintergrundlicht des Monitors wird nicht durch Pulsbreitenmodulation (PWM) reduziert, deshalb entstehen auch keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flackern). Somit ist der Monitor selbst bei reduzierter Helligkeit für längere Sessions geeignet.

Diagramm: LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Auch wenn sämtliche Testmonitore einen umfangreichen Parcours mit hochempfindlichen Messgeräten durchlaufen, können sie nicht das Bild in der Gesamtheit beurteilen, wie es das menschliche Auge wahrnimmt. Aus diesem Grund haben wir uns einige Zeit hingesetzt und Filmsequenzen geschaut, kleinere Tests durchgeführt und mit dem Display gespielt, um die Performance des ASUS ROG Swift PG259QN zu testen. Da es sich bei diesem Monitor in erster Linie um ein Gaming-Modell handelt, haben wir den Schwerpunkt auf Gaming gesetzt und Project CARS 2 als Testspiel ausgewählt. In der Cockpit-Ansicht wird das Bild bei Kurvenfahrten sehr schnell bewegt und offenbart eine mögliche Koronabildung, Tearing und die Trägheit des Panels.

Kompatibilität und Einschränkungen

Mittlerweile lassen native G-Sync-Monitore (also mit G-Sync Modul) auch an AMD-Grafikkarten VRR („Variable Refresh Rate“) zu. Dies gilt aber nur für neue G-Sync-Modelle. Ältere Displays können dieses Update nicht erhalten. Trotzdem gibt es an AMD-GPUs einige Einschränkungen, die wir in diesem Test festgestellt haben. Zum einen ist es nicht möglich, an AMD-GPUs „ULMB“ („Ultra Low Motion Blur“) zu aktivieren. Das mag daran liegen, dass trotz Deaktivierung der Synchronisation zwischen Grafikkarte und Monitor in der AMD-Software der Monitor dennoch im G-Sync-Modus läuft.

An AMD-GPUs lässt sich kein ULMB aktivieren
An AMD-GPUs lässt sich kein ULMB aktivieren

VRR wird an AMD-GPUs laut AMD-Software nur in einem Bereich von 1 bis 255 Hz unterstützt, während die Synchronisation an NVIDIA-GPUs über die gesamte Bandbreite bis 360 Hz geleistet wird.

An AMD-GPUs lässt sich VRR nicht über die gesamte Bandbreite nutzen
An AMD-GPUs lässt sich VRR nicht über die gesamte Bandbreite nutzen

60 Hz bei Spielekonsolen

Spielekonsolen wie Xbox One X oder Xbox One S, die der vorigen Generation angehören und bereits VRR beherrschen, können diesbezüglich keinen Nutzen aus dem ASUS ROG Swift PG259QN ziehen, da die Synchronisation über HDMI nicht unterstützt wird. Bei 60 Hz zeigt das Display aber dennoch eine ordentliche Leistung. Das bewegte Bild zeigt sich in einer ordentlichen Schärfe und weniger verschmiert als bei vielen anderen Monitoren. Auch die höchste Overdrive-Stufe „Extrem“ bleibt noch einwandfrei spielbar und zeigt nur geringe Bildfehler. Trotzdem gibt es eine Vielzahl von Bildschirmen, die sich an Spielekonsolen besser eignen als der ASUS ROG Swift PG259QN. Seine VRR-Inkompatibilität an HDMI ist diesbezüglich ein Malus.

Oliver Jachmann

... spielt seit seiner Kindheit Rennsimulationen am Computer. Seit 2013 verstärkt er unser Team und schreibt hauptsächlich Testberichte von Gaming-Monitoren. Seinen Ausgleich findet er im Sport und bezeichnet sich selbst als Fitness-Freak.

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