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Test ASUS PG259QN: 360 Hz Gaming-Monitor rockt
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Erster Monitor aus ASUS’ Gaming-Schmiede „ROG“ (Republic of Gamers) der eine native Aktualisierungsrate von 360 Hz erreicht

Bildqualität

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 67, Kontrast 50, Gamma 2,2, Bildmodus „Racing“. Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Graustufendarstellung des ASUS ROG Swift PG259QN
Graustufen des ASUS ROG Swift PG259QN

Die Graustufendarstellung könnte ein wenig besser sein. Bei frontaler Ansicht sind sowohl in den Lichtern als auch in den Schatten die letzten beiden Felder nicht vom reinweißen bzw. tiefschwarzen Hintergrund zu unterscheiden.

Dies ändert sich etwas bei seitlicher Ansicht. Hier gewinnen die hellen Grautöne sogar ein Feld, erhalten aber einen Blaustich. Andersherum verlieren die dunklen Grautöne zwei weitere Felder. Der Grauverlauf zeigt die übliche Farbtreppe nahe der Mitte, wo reines Weiß auf helles Grau trifft. Diese wird bei seitlicher Ansicht allerdings nicht prominenter.

Bei seitlicher Ansicht erhalten die hellen Grautöne einen Blaustich
Bei seitlicher Ansicht erhalten die hellen Grautöne einen Blaustich

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung

Ein schwarzes Bild stellt der ASUS ROG Swift PG259QN sehr gut dar. Wir konnten an keiner Stelle Spots erkennen, die vom Rand einstrahlen. Eine Wolkenbildung ist minimal auszumachen, wenn die Belichtungszeit fünffach verlängert wird.

Glow vom Panel des ASUS ROG Swift PG259QN
Glow des ASUS ROG Swift PG259QN

Der Glow zeigt sich in einem Violettton und variiert je nach Betrachtungshöhe. In seiner Stärke ist er aber weniger auffällig als bei vielen anderen IPS-Panels.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Diagramm: Helligkeits- und Kontrastverlauf des ASUS ROG Swift PG259QN
Helligkeits- und Kontrastverlauf des ASUS ROG Swift PG259QN

Laut Handbuch erreicht der ASUS ROG Swift PG259QN eine Leuchtdichte von 400 cd/m². Bei nativem Weißpunkt messen wir mit 435 cd/m² rund 10 % mehr. Nach den notwendigen Korrekturen, um auf D65 zu kommen, bleiben noch 422 cd/m² übrig. Trotz der hohen maximalen Leuchtdichte lässt sich das Display auf 40 cd/m² herunterregeln und ermöglicht damit ein Arbeiten in dunklen Umgebungen.

Mit einem durchschnittlichen Kontrastverhältnis von 893:1 erreicht der Proband die Herstellerangaben von 1000:1 nicht ganz. Das maximale Kontrastverhältnis liegt bei 917:1. Nach der Kalibration steigert sich der Wert ein wenig auf 924:1. Insgesamt entspricht das einer guten Beurteilung.

Bildhomogenität

Diagramm: Helligkeitsverteilung in %
Helligkeitsverteilung in %
Diagramm: Farbreinheit in Delta C
Farbreinheit in Delta C

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.

Die maximale Helligkeitsabweichung liegt bei guten 11,25 %, wird aber durch ein befriedigendes Ergebnis der durchschnittlichen Helligkeitsverteilung von 7,01 % abgewertet. Die Farbreinheit hingegen zeigt ein gutes Ergebnis. Mit einem maximalen Delta C von 2,86 und einem durchschnittlichen Delta C von 1,26 werden in beiden Fällen gute Ergebnisse erzielt.

Coating

Mit einer matt-kristallinen Oberfläche stellt das Panel des ASUS ROG Swift PG259QN Farben zwar etwas kräftiger dar als bei einer stumpf-matten Oberfläche, allerdings kann es hier zu Problemen mit dem eigenen Spiegelbild in sehr hellen Räumen kommen. Besonders dann, wenn Bildinhalte sehr dunkel sind.

Coating des ASUS ROG Swift PG259QN
Coating des ASUS ROG Swift PG259QN
Coating Referenzbild
Coating Referenzbild

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des ASUS ROG Swift PG259QN bei horizontalen Blickwinkeln von ±75 Grad und vertikalen von +60 und -45 Grad.

Horizontale und vertikale Blickwinkel vom Panel des Asus PG259QN
Horizontale und vertikale Blickwinkel

Die Blickwinkelstabilität ist recht gut. Während das Bild bei seitlicher Ansicht etwas an Kontrast verliert und die hellen Grautöne ins Bläuliche driften, dunkelt das Bild bei den vertikalen Blickwinkeln leicht ab. Reines Weiß und mittleres Grau schwenken ins Bräunliche. Die Farben bleiben allerdings bei sämtlichen Blickwinkeln nahezu konstant.

Interpolation

Das OSD-Menü bietet unter „Bildeinrichtung -> Kontrollen“ die Möglichkeit, zwischen „Vollbild“ und „Seitenverhältnis“ zu wechseln. Auch am Computer lassen sich die Optionen anwählen, haben allerdings keinen Einfluss auf die Darstellung. Ein Schärferegler ist im OSD-Menü nicht zu finden.

Das Gitter unseres Testbildes wird in der nativen Auflösung natürlich mit einer sehr guten Schärfe angezeigt. Setzt man die Auflösung auf 1280 x 720 Bildpunkte (HD) herunter, gehen aufgrund der zusätzlich eingefügten grauen Pixel natürlich Details verloren. Es tritt ein Unschärfeeffekt auf. Trotzdem bleibt selbst das feine Raster innerhalb des Kreuzes noch sichtbar.

Testgrafik native Auflösung
Testgrafik native Auflösung
Testgrafik bei 1280 x 720
Testgrafik bei 1280 x 720
Textwiedergabe bei nativer Auflösung
Textwiedergabe bei nativer Auflösung
Textwiedergabe bei 1280 x 720
Textwiedergabe bei 1280 x 720

Interpolierte Texte werden gut wiedergegeben. Zwar wirken Buchstaben nicht mehr klar abgegrenzt und leicht matschig, doch auch kleinere Schrift lässt sich noch einwandfrei lesen.

Oliver Jachmann

... spielt seit seiner Kindheit Rennsimulationen am Computer. Seit 2013 verstärkt er unser Team und schreibt hauptsächlich Testberichte von Gaming-Monitoren. Seinen Ausgleich findet er im Sport und bezeichnet sich selbst als Fitness-Freak.

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