Test BenQ EX2780Q – Gaming-Monitor mit Subwoofer
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Overdrive 60 Hz

60 Hz, AMA „Aus“

Diagramm: Langsame Schaltzeiten
Langsame Schaltzeiten
Diagramm: Unauffälliger Helligkeitsverlauf
Unauffälliger Helligkeitsverlauf

Bei 60 Hz und deaktiviertem Overdrive reiht sich der BenQ EX2780Q bei den Schaltzeiten eher im hinteren Drittel der Monitore ein. Auch die Verzögerung von 26 ms ist besonders für schnelle Shooter einfach zu langsam. Der Helligkeitsverlauf zeigt sich mit einem sauberen Signal.

60 Hz, AMA „Hoch“

Diagramm: Nach wie vor zu langsame Schaltzeiten
Nach wie vor zu langsame Schaltzeiten
Diagramm: Sauberes Signal
Sauberes Signal

Bei 60 Hz und mittlerem Overdrive werden die Schaltzeiten nur wenig verbessert. Auch hier reicht es nur für einen Platz im hinteren Drittel. Analog dazu zeigt sich das Signal des Helligkeitsverlaufs nach wie vor unauffällig.

60 Hz, AMA „Premium“

Diagramm: Effektive Kürzung der Schaltzeiten
Effektive Kürzung der Schaltzeiten
Diagramm: Starker Peak sprengt fast unsere Grafik
Starker Peak sprengt fast unsere Grafik

Bei höchstem Overdrive und 60 Hz werden die Schaltzeiten jetzt effektiv gekürzt. Trotzdem rangieren sie im Vergleich zu anderen Gaming-Monitoren nach wie vor auf den hinteren Plätzen. Zu allem Überfluss macht sich noch ein heftiger Peak im Helligkeitsverlauf bemerkbar. Bei 60 Hz macht der BenQ EX2780Q spieltechnisch keine gute Figur.

Overdrive 144 Hz

144 Hz, AMA „Aus“

Diagramm: Keine ansprechenden Schaltzeiten
Keine ansprechenden Schaltzeiten
Diagramm: Sauberes Signal des Helligkeitsverlaufs
Sauberes Signal des Helligkeitsverlaufs

Auch bei 144 Hz und deaktiviertem Overdrive zeigt das Display noch keine ansprechende Leistung. Zwar liegt die Verzögerung in einem guten Bereich, doch der CtC-Wert ist hier einfach noch zu hoch, um in Bewegung ein ausreichend scharfes Bild zeigen zu können. Der Helligkeitsverlauf zeigt ein sehr sauberes Signal.

144 Hz, AMA „Hoch“

Diagramm: Der CtC-Wert ist nach wie vor zu langsam
Der CtC-Wert ist nach wie vor zu langsam
Diagramm: Helligkeitsverlauf wie mit dem Lineal gezeichnet
Helligkeitsverlauf wie mit dem Lineal gezeichnet

Bei mittlerem Overdrive und 144 Hz kann der BenQ EX2780Q gegen andere Gaming-Displays nicht mithalten. Auch hier ist der für uns wichtige CtC-Wert noch zu hoch, um ein bewegtes Bild optimal scharf erscheinen zu lassen. Aufgrund des sauberen Helligkeitsverlaufs zeigt der BenQ aber ein Bild ohne Qualitätsverluste.

144 Hz, AMA „Premium“

Diagramm: Spieltaugliche Schaltzeiten
Spieltaugliche Schaltzeiten
Diagramm: Minimaler Peak macht sich nicht negativ bemerkbar
Minimaler Peak macht sich nicht negativ bemerkbar

Bei 144 Hz und der höchsten Overdrive-Einstellung messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 12,2 ms, den schnellsten Grau-Wechsel mit 5,2 ms und den Durchschnittswert an 15 Messpunkten mit 9,9 ms. Der CtC-Wert, der den Übergang von einer Mischfarbe zu einer anderen beschreibt, benötigt 12 ms, was nun auch für ein bewegtes Bild ausreichend ist. Das sind zwar alles keine Fabelwerte und reichen nicht aus, um in der Liga der von uns bereits getesteten Gaming-Displays vorn mithalten zu können. Trotzdem lässt sich mit dem BenQ ordentlich spielen, da die Gesamtlatenz mit 11,7 ms nun auch für schnelle Shooter ausreichend kurz ist. Der Helligkeitsverlauf zeigt nur einen geringen Ausschlag, der sich nicht nachteilig auf das Bild auswirken wird.

Wir empfehlen daher, den Monitor bei 144 Hz und der Einstellung „AMA Premium“ zu betreiben.

Netzdiagramme

Netzdiagramm 60 Hz, AMA „Aus“
Netzdiagramm 60 Hz, AMA „Aus“
Netzdiagramm 144 Hz, AMA „Aus“
Netzdiagramm 144 Hz, AMA „Aus“
Netzdiagramm 60 Hz, AMA „Hoch“
Netzdiagramm 60 Hz, AMA „Hoch“
Netzdiagramm 144 Hz, AMA „Hoch“
Netzdiagramm 144 Hz, AMA „Hoch“
Netzdiagramm 60 Hz, AMA „Premium“
Netzdiagramm 60 Hz, AMA „Premium“
Netzdiagramm 144 Hz, AMA „Premium“
Netzdiagramm 144 Hz, AMA „Premium“

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Mit einer Signalverzögerung von 6,7 ms und einer mittleren Bildwechselzeit von 5 ms errechnet sich eine Gesamtlatenz von 11,7 ms. Das ist auch für schnelle Ego-Shooter eine ausreichend kurze Latenz und macht den BenQ EX2780Q zu einem guten Gaming-Monitor.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des BenQ EX2780Q arbeitet mit White-LED und leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: Sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre.

Daigramm: LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Abseits des umfangreichen Testparcours, in dem mit nüchternen Zahlen jongliert wird, beschreiben wir, wie sich das Display im praktischen Test schlägt. Dafür haben wir weitere kleine Sichttests durchgeführt und mit dem BenQ EX2780Q eine längere Zeit gespielt, um die Performance und zusätzliche Features testen zu können.
Als Testspiel eignet sich sehr gut die Rennsimulation „Project CARS 2“. In der Cockpit-Perspektive mit Sicht auf die Rennstrecke kann man die Performance des Displays aufgrund der schnellen Schwenks und der vorbeifliegenden Vegetation sehr gut beurteilen.

60 Hz ohne FreeSync

Zwar unterstützten Xbox One, Xbox One S und Xbox One X mittlerweile 120 Hz und FreeSync, aber es gibt noch genügend Spielkonsolen, die diese Features nicht beherrschen. Daher haben wir den BenQ EX2780Q zunächst bei 60 Hz und deaktiviertem FreeSync getestet. Hier wird genau das sichtbar, was uns bereits im Abschnitt „Reaktionsverhalten“ anhand von Zahlen geliefert wurde. Erst bei maximalem Overdrive werden annehmbare Schaltzeiten erreicht, sodass bewegte Bilder weniger verschmiert angezeigt werden. Andererseits wird man mit Qualitätsverlusten des Bildes durch nachleuchtende Objekte konfrontiert. An Spielekonsolen gibt es bessere Alternativen als dieses Display.

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