Test BenQ EX2780Q – Gaming-Monitor mit Subwoofer
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Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung

Bei der Ausleuchtung eines schwarzen Bildes macht der Proband subjektiv einen tollen Eindruck. Einzig in der rechten unteren Ecke schräg über der Betriebs-LED zeigt das Panel ein minimales Highlight. Ansonsten ist selbst bei fünffach verlängerter Belichtungszeit nur eine minimale Wolkenbildung zu erkennen.

Bei seitlicher Betrachtung wird der typische IPS-Glow in einem orangen Farbton sichtbar. Aber auch hier macht der BenQ EX2780Q eine bessere Figur als viele seiner Mitbewerber und zeigt sich weniger stark und nicht übermäßig hell.

Glow des BenQ EX2780Q Panels
Glow des BenQ EX2780Q

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des BenQ EX2780Q
Helligkeits- und Kontrastverlauf

Die maximale Leuchtdichte des BenQ EX2780Q beträgt beim nativen Weißpunkt 374 cd/m² – das ist etwas mehr als die angegebenen 350 cd/m² aus dem Datenblatt. Nach den notwendigen Anpassungen, um auf D65 zu kommen, werden diese Angaben mit 355 cd/m² fast genau getroffen. Mit 60 cd/m² bei voll heruntergeregelter Helligkeit ist auch ein Arbeiten in dunkler Umgebung möglich.

Mit einem durchschnittlichen Kontrastverhältnis von 1015:1 gehört das IPS-Panel des BenQ im Vergleich zu anderen IPS-Displays zu den kontraststärkeren. Das maximale Kontrastverhältnis liegt bei 1041:1. Nach der Kalibrierung gewinnt der Monitor sogar noch an Kontrast und zeigt dann einen Wert von 1072:1. Das ist ein sehr gutes Ergebnis.

Bildhomogenität

Helligkeitsverteilung in %
Helligkeitsverteilung in %
Farbreinheit in Delta C
Farbreinheit in Delta C

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.

Mit einer maximalen Helligkeitsabweichung von 23,08 % kann der BenQ EX2780Q zwar eine befriedigende Bewertung erzielen, doch ist die durchschnittliche Helligkeitsabweichung mit 13,97 % zu hoch. Daher verpasst das Display eine befriedigende Bewertung.

Die Farbreinheit liegt mit einem maximalen Delta C von 2,64 in einem guten Bereich. Aber auch hier ist das durchschnittliche Delta C mit 1,74 auf einem weniger guten Niveau. Trotzdem reicht es in diesem Fall noch für eine befriedigende Bewertung.

Coating

Der BenQ EX2780Q verfügt über eine stumpfmatte Oberfläche. Damit ist er besonders für helle sonnendurchflutete Räume zu empfehlen. Direkt einfallendes Licht wird stark gebrochen und nur wenig reflektiert.

Coating des BenQ EX2780Q
Coating des BenQ EX2780Q
Referenzbild Coating
Referenzbild

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des BenQ EX2780Q bei horizontalen Blickwinkeln von +/-75 Grad und vertikalen von +60 und -45 Grad.

Horizontale und vertikale Blickwinkel des BenQ EX2780Q
Horizontale und vertikale Blickwinkel

Die Blickwinkelstabilität des BenQ EX2780Q ist sehr gut. Auch bei extremen seitlichen und vertikalen Blickwinkeln verliert das Bild kaum an Kontrast. Auch die bunten Farben bleiben stabil. Einzig reines Weiß und die hellen Grautöne bekommen bei seitlicher Betrachtung einen leichten Blaustich.

Interpolation

Der BenQ EX2780Q verfügt unter „Bild -> Erweitert -> Anzeigemodus“ über die Möglichkeit, Einfluss auf das Seitenverhältnis zu nehmen. Am PC ist diese Einstellungsebene allerdings nicht nutzbar. Die Auswahlmöglichkeiten „Seitenverhältnis“ und „1:1“ sind ausgegraut und fix auf „Voll“ voreingestellt. Zusätzlich existiert ein Schärferegler, der auf 50 % voreingestellt ist. Er ist auch am PC aktiv, zeigt aber selbst bei Erhöhung auf 100 % nahezu keinen Effekt.

Testgrafik native Auflösung
Testgrafik native Auflösung
Testgrafik 1280 x 720
Testgrafik 1280 x 720

Bei nativer Auflösung von 2560 × 1440 Pixeln sehen wir wie zu erwarten ein scharfes detailreiches Bild. Ändern wir die Auflösung auf HD ready mit 1280 × 720 Pixeln, leidet unsere Testgrafik stark und erhält einen heftigen Unschärfeeindruck, der gefühlt etwas stärker auftritt als bei vielen anderen Displays. Das wird besonders an den vormals feinen Nadelstreifen links unter dem Kreuz sichtbar, die eine einzige graue Fläche bilden. Trotzdem werden die etwas gröberen Striche rechts unter dem Kreuz noch ordentlich angezeigt.

Textwiedergabe native Auflösung
Textwiedergabe native Auflösung
Textwiedergabe 1280 x 720
Textwiedergabe 1280 x 720

Das Schriftbild verläuft bei niedrigerer Auflösung zwar etwas, lässt sich aber auch bei kleinerem Schriftbild in fetten Lettern noch ordentlich lesen.

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