Test BenQ EX2780Q – Gaming-Monitor mit Subwoofer
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144 Hz ohne FreeSync

Am PC profitiert der BenQ EX2780Q natürlich von der hohen Aktualisierungsrate, die bei deaktiviertem FreeSync dauerhaft anliegt. Aus diesem Grund ist Tearing auch kein Problem, da es durch die hohe Frequenz einfach glattgebügelt wird. Hier fällt zudem auf, dass die höchste Overdrive-Stufe weniger Bildfehler produziert und nahezu kein Nachleuchten der Objekte zu sehen ist.

FreeSync aktiviert

Laut AMD-Systemeinstellungen liegt beim BenQ EX2780Q die untere Grenze für FreeSync bei 40 Hz und endet bei 144 Hz. Das ist besser als bei den meisten anderen Displays, deren untere Grenze in der Regel bei 48 Hz beginnt.

Schon bei sehr niedrigen Frequenzen bei etwa 45 Hz, was unsynchronisiert von optischer Seite fast nicht zu ertragen wäre, wirkt das Gameplay mit FreeSync ordentlich flüssig. Das spricht für die enorme Entwicklung von FreeSync. Natürlich gilt auch hier: Je höher die Framerate, desto smoother und klarer wird das Bild. Obwohl der BenQ EX2780Q nicht zu den G-Sync-Compatible-Displays gehört, konnten wir keine Einschränkungen an NVIDIA-Grafikkarten feststellen.

Großer FreeSync-Bereich von 40 bis 144 Hz
Großer FreeSync-Bereich von 40 bis 144 Hz

HDR

Der BenQ EX2780Q wird offiziell als DisplayHDR-400-Monitor gekennzeichnet. Wie wir bereits wissen, bezeichnet diese Einstufung sozusagen den Einstig in die Welt der HDR-Displays, und die damit verbundenen Hürden sind natürlich sehr viel niedriger, als es die von „DisplayHDR 600“ und „DisplayHDR 1000“ sind. Daher sollte man nicht zu hohe Erwartungen haben.

Auf den folgenden Bildern kann man recht gut erkennen, wie stark der HDR-Effekt zum Tragen kommt. Bei zugeschaltetem HDR wirkt das Bild zwar nicht mehr so überstrahlt, jedoch geht auch Zeichnung in den dunklen Bereichen verloren. Durch fehlendes „Local Dimming“ und der zu geringen Leuchtkraft ist das Display allein schon durch seine technischen Voraussetzungen limitiert.

HDR ausgeschaltet (Spielsequenz „Battlefield 1“)
HDR ausgeschaltet (Spielsequenz „Battlefield 1“)
HDR eingeschaltet (Spielsequenz „Battlefield 1“)
HDR eingeschaltet (Spielsequenz „Battlefield 1“)

Die HDR-Zertifizierung sollte demnach nicht vordergründig für eine Kaufentscheidung stehen.

Sound

Der BenQ EX2780Q verfügt über zwei 2-Watt-Lautsprecher, die sich hinter dem unteren Rahmen befinden und nach vorn abstrahlen, sowie einen 5-Watt-Subwoofer, der hinter dem Lautsprechergitter auf der Rückseite untergebracht ist. Die Lautstärke kann über das OSD-Menü innerhalb des Soundmenüs, direkt über die Lautstärketasten der Fernbedienung oder am Monitor unterhalb der linken Seite über das Drehrad geregelt werden. Zusätzlich stehen fünf Tonszenarien zur Verfügung, die Bass und Höhen verschieden wiedergeben. Für einen Monitor ist der Ton gut und eignet sich durchaus zum Filmschauen oder Musikhören. Ein gutes Soundsystem können die internen Boxen aber natürlich nicht ersetzen.

DVD und Video

Der BenQ verfügt über zwei HDMI-2.0-Schnittstellen, über die HD-Zuspieler wie BD-Player, HDTV-Receiver oder Spielekonsolen angeschlossen werden können. Der Ton wird direkt an die internen Lautsprecher oder, sofern verbunden, an die Kopfhörer weitergegeben.

Der Proband verfügt über jede Menge Farb- und über drei verschiedene HDR-Modi. An herkömmlichen BD-Playern lassen sich letztere auch aktivieren und emulieren dann den HDR-Effekt. Die verschiedenen Modi sind zum größten Teil in ihren Einstellungen fix und unterscheiden sich hauptsächlich in ihren Grundeinstellungen wie Helligkeit, Graubalance und Farbtemperatur. Hier lässt sich aber keine allgemeingültige Aussage treffen, da der Unterschied sehr marginal und außerdem reine Geschmackssache ist.

Wir haben den Benutzermodus bevorzugt, da man hier in den Einstellungen frei ist. Bereits in den Grundeinstellungen liefert der BenQ EX2780Q durch den erweiterten Farbraum ein tolles und farbenfrohes Bild. Hebt man das voreingestellte Gamma auf 2,6 an, erscheint das Bild „knackiger“, ohne dass es in den Schatten absäuft.
Durch die gute Blickwinkelstabilität des IPS-Panels eignet sich der BenQ auch dann als Anzeigegerät, wenn die Runde etwas größer werden sollte.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Der Monitor stellt Material in 1080p und 720p einwandfrei als Vollbild dar. Auch SD-Auflösungen zeigt der BenQ EX2780Q richtig an und skaliert diese auf die volle Panel-Höhe mit Balken an den Seiten. Im Modus „1:1“ wird das Bild bei originaler Auflösung in einem Fenster angezeigt.

Das Handbuch gibt keine Auskunft, ob Interlaced-Signale angenommen werden. Um dies zu testen, haben wir den Monitor an einen HDTV-Receiver angeschlossen und ihm Material in 1080i zugespielt. Auch hier gibt sich das Display keine Blöße und zeigt ein einwandfreies Bild. Zusätzlich überprüfen wir das Deinterlacing mit Halbbildfolgen im 2:2- und 3:2-Rhythmus und spielen danach noch echtes Videomaterial mit nicht zusammenhängenden Halbbildern zu. Bereits bei Halbbildfolgen mit ungeradem Verhältnis entstehen Zeilenflimmern und ein deutlicher Moiré-Effekt, was schon an dieser Stelle für einen nicht vorhandenen Deinterlacer steht.

Overscan

Das OSD-Menü bietet an den HDMI-Schnittstellen unter „Bild erweitert“ eine Overscan-Funktion. Mit 60 Pixeln je Seite und jeweils 40 Pixeln oben und unten werden in der Breite 4,7 % und in der Höhe 5,6 % vom Bild abgeschnitten.

Farbmodelle und Signallevel

Der BenQ EX2780Q verarbeitet an den HDMI-Schnittstellen RGB- und YCbCr-Signale. Angeschlossen an einen BD-Player wird automatisch Videolevel (Tonwertumfang bei 8 Bit Präzision: 16–235) gewählt. So werden Weiß und Schwarz richtig dargestellt und zeigen kein flaues Bild. Im OSD-Menü besteht unter „Bild erweitert -> HDMI RGB PC-Bereich“ die Möglichkeit zu reagieren, wenn dies einmal nicht passen sollte. Hier gibt es die Einstellungen „Auto“, „RGB 0 bis 255“ und „RGB 16 bis 235“.

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