Test BenQ SW240 – günstiger Grafik-Monitor überzeugt
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Profilvalidierung

Profilvalidierung des BenQ SW240
Profilvalidierung

Der BenQ SW240 zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergab keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance und die Farbwerte sind ausgezeichnet.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)
Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Die Farbwerte sind spitze und frei von Auffälligkeiten. Lediglich die erhöhte Range bei der Graubalance und das Abknicken des Gammaverlaufs verhindern hier ein sehr gutes Gesamtergebnis.

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Vergleich mit Adobe RGB (farbtransformiert)

Vergleich mit Adobe RGB (farbtransformiert)
Vergleich mit Adobe RGB (farbtransformiert)

Deutlich besser fällt das Ergebnis im Vergleich zu Adobe RGB aus. Graubalance, Farbabweichungen und Farbraumabdeckung sind ausgezeichnet.

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Vergleich mit ECI-RGB 2.0 (farbtransformiert)

Vergleich mit ECI-RGB 2.0 (farbtransformiert)
Vergleich mit ECI-RGB 2.0 (farbtransformiert)

Selbst im Vergleich zum sehr großen ECI-RGB-Farbraum erreicht der BenQ SW240 noch eine Abdeckung von 91 %. Die Graubalance ist wie gehabt erstklassig, und selbst die Farbabweichungen erreichen im Durchschnitt (Delta-E94-Average: 1.14) noch ein gutes Ergebnis.

Während in sRGB und Adobe RGB aufgrund des großen Farbumfangs beim BenQ SW240 faktisch keine Out-of-Gamut-Farben auftreten, können in ECI-RGB v2 dagegen einige gesättigte Tonwerte nur näherungsweise durch eine Abbildung auf die Farbraumgrenze dargestellt werden. Damit steigt auch die Gefahr von Tonwertabrissen in diesen Bereichen.

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Farbraum-Emulationen

Farbraum-Emulationen dienen dazu, den Farbraum des Monitors auf einen gewünschten Zielfarbraum zu begrenzen. Das ist immer dann notwendig, wenn eine genaue Farbwiedergabe gefordert ist, aber die verwendeten Anwendungen bzw. Signalquellen kein Farbmanagement unterstützen. Das wären zum Beispiel Office-Anwendungen, die meisten Internetbrowser oder externe Signalquellen wie BD-Player.

Mit den Werks-Presets für sRGB und Adobe RGB bringt der BenQ SW240 praktisch bereits zwei Farbraum-Emulationen ab Werk mit. Wir haben im Folgenden getestet, ob sich diese mithilfe von „Palette Master Element“ noch einmal verbessern lassen.

Vergleich der sRGB-Emulation mit sRGB

Vergleich der sRGB-Emulation mit sRGB
Vergleich der sRGB-Emulation mit sRGB

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Überraschenderweise gelingt der Zuschnitt des BenQ SW240 auf sRGB bzw. Adobe RGB über die Kalibrierungs-Software nicht sonderlich gut. Die Abweichungen bei den Buntfarben sind zwar auch hier noch überzeugend, die Graubalance ist aber nur noch zufriedenstellend.

Weniger gut gefällt auch der Gammaverlauf in der sRGB-Emulation. Nur bei Adobe RGB entspricht er einigermaßen der Norm. Wichtige Einstellmöglichkeiten wie zum Beispiel der zugrunde gelegten Tonwertkurve fehlen in der BenQ-Software zur Hardware-Kalibration leider nach wie vor.

So oder so ist das Ergebnis im Vergleich zu den Werks-Presets wenig überzeugend.

Farbraumvergleich zwischen den Werks-Presets und den Emulationen

Die weiter oben zum Farbraumvergleich gezeigten Grafiken beziehen sich auf dem Monitor nach Hardware-Kalibration auf den nativen Farbraum. Hier zeigen wir den Vergleich zwischen den unveränderten Werks-Presets und der Hardware-Kalibration auf einen bestimmten Farbraum.

Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1, sRGB-Preset
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1, sRGB-Preset
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2, sRGB-Preset
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2, sRGB-Preset
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1, sRGB-Emulation
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1, sRGB-Emulation
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2, sRGB-Emulation
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2, sRGB-Emulation
Abdeckung des Adobe-RGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1, Adobe-RGB-Preset
Abdeckung des Adobe-RGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1, Adobe-RGB-Preset
Abdeckung des Adobe-RGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2, Adobe-RGB-Preset
Abdeckung des Adobe-RGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2, Adobe-RGB-Preset
Abdeckung des Adobe-RGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1, Adobe-RGB-Emulation
Abdeckung des Adobe-RGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1, Adobe-RGB-Emulation
Abdeckung des Adobe-RGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2, Adobe-RGB-Emulation
Abdeckung des Adobe-RGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2, Adobe-RGB-Emulation

Die Farbraumgrafiken zeigen die Farbraumabdeckung jeweils aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln. Im direkten Vergleich sieht man sehr gut, dass die Emulation mittels Hardware-Kalibration den nativen Farbraum des Gerätes deutlich präziser auf den jeweiligen Zielfarbraum zuschneidet. Leider geht das Ganze wie bereits erwähnt zulasten der Graubalance.

Reaktionsverhalten

Den BenQ SW240 haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 5 ms für GtG genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden. Für die von BenQ „AMA“ getaufte Funktion gibt es schlicht die Stellungen „Aus“ und „Ein“. Als Standardwert ist der Overdrive eingeschaltet.

60 Hz, Overdrive „Aus“

Bei 60 Hz und ausgeschaltetem Overdrive messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 15 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 10 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 17,5 ms, und der CtC-Wert wird mit 13,2 ms ermittelt.
Überschwinger sind keine zu beobachten, die Abstimmung ist völlig neutral.

Das Schaltzeitendiagramm zeigt unter anderem, wie sich verschiedene Helligkeitssprünge addieren, wie schnell der Monitor in der Werkseinstellung im besten Fall reagiert und von welcher mittleren Reaktionszeit ausgegangen werden kann.

Diagramm: 60 Hz (Overdrive „Aus“): langsame Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „Aus“): langsame Schaltzeiten
Diagramm: 60 Hz (Overdrive „Aus“): keine Überschwinger
60 Hz (Overdrive „Aus“): keine Überschwinger

60 Hz, Overdrive „Ein“

In der Werkseinstellung „Ein“ bei 60 Hz werden die Schaltzeiten sehr effektiv verkürzt, wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 11,4 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 8,4 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt respektable 10,6 ms. Auch der CtC-Wert hat sich mehr als halbiert und ist mit 6,4 ms sehr kurz.

In der Overdrive-Stellung „Ein“ sind dennoch kaum Überschwinger auszumachen und die Bildaufbauzeiten recht flott. Der vom Hersteller als Standard aktivierte Wert „Ein“ ist somit optimal gewählt.

Die Aktivierung des Overdrives beschleunigt die Schaltzeiten sehr effektiv, da die Qualitätseinbußen umgekehrt zu vernachlässigen sind. Wir empfehlen, das Gerät generell beim voreingestellten Wert „AMA: ein“ zu belassen.

Diagramm: 60 Hz (Overdrive „Ein“): Flotte Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „Ein“): Flotte Schaltzeiten
Diagramm: 60 Hz (Overdrive „Ein“): minimale Überschwinger
60 Hz (Overdrive „Ein“): minimale Überschwinger

1 KOMMENTAR

  1. Was ich bei ca. 1:45 im Video sehe, scheint alle aktuelleren IPS-Displays zu übertreffen. Das Bild verändert sich anscheinend nicht stärker als bei meinem alten Eizo mit S-PVA. Im Grunde kein stumpfes Glänzen erkennbar. Vielleicht muss ich doch nicht erst auf OLED-Monitore warten. Der könnte wirklich was für mich sein. Oder gibt es da noch andere, die das vergleichbar gut können?

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