Test Corsair 32QHD165: Perfektes Gaming mit aRGB-Farbraum
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Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der Corsair 32QHD165 aus Quato iColor Display heraus kalibriert und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt. Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Profilvalidierung

Diagramm: Validierung der Monitorkalibration
Validierung der Monitorkalibration

Der Corsair 32QHD165 zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergab keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance ist gut, die Farbwerte sind sehr gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Diagramm: Monitor kalibriert (sRGB)
Monitor kalibriert (sRGB)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Verglichen mit dem sRGB-Farbraum wird mit einem durchschnittlichen Delta E94 von 0,44 trotz der hohen Abweichung der blauen Farbe ein sehr gutes Ergebnis erreicht. Einzig die Range mit einem Delta C von 1,78 verhindert knapp ein sehr gutes Gesamtergebnis.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit Adobe RGB (farbtransformiert)

Diagramm: Monitor kalibriert (Adobe RGB)
Monitor kalibriert (Adobe RGB)

Die Kalibrierung auf Adobe RGB gelingt sogar noch besser. Mit einem durchschnittlichen Delta E94 von 0,47 werden hier auch nur sehr geringe Abweichungen gemessen. Die Grauwerte schneiden bei dieser Messung sogar noch besser ab als bei sRGB. Mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,41 und einer Range von 0,95 werden hier bei sämtlichen Messungen sehr gute Ergebnisse erreicht. Allerdings ist die Abweichung bei Blau doch deutlich in der Grafik zu erkennen. So ein Ergebnis bei einem Gaming-Display zu sehen, ist schon außergewöhnlich. Respekt, Corsair!

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird zunächst eine Reaktionszeit von 1 ms genannt, die allerdings den Zusatz „MPRT“ enthält. Bei vielen bereits getesteten Displays wurden die reellen Schaltzeiten verschwiegen. Nicht so beim Corsair 32QHD165. Eine Zeile tiefer wird hier noch die Reaktionszeit „GtG“ genannt, die bei unter 3 ms liegen soll. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden und unter „Bild -> Reaktionszeit“ zu finden. Hier gibt es die Stellungen „Normal“, „Schnell“ und „Am schnellsten“. Als Standardwert ist „Normal“ voreingestellt.

Im Folgenden ist zu beachten, dass wir durch die extrem schnelle Bildaufbauzeit unsere Skala, die eigentlich bis 40 ms geht, bei allen Grafiken auf 15 ms verkürzen mussten, da sonst die Werte nicht darstellbar waren.

Overdrive 60 Hz

60 Hz, Reaktionszeit „Normal“

Diagramm: Ordentliche Schaltzeiten bei 60 Hz
Ordentliche Schaltzeiten bei 60 Hz
Diagramm: Unauffälliger Helligkeitsverlauf
Unauffälliger Helligkeitsverlauf

Bei 60 Hz und Reaktionszeit „Normal“ messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 7,2 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 6,5 ms. Der Durchschnittswert an 15 Messpunkten beträgt 9,1 ms, der CtC-Wert wird mit 10,4 ms ermittelt. Das sind jeweils sehr gute Schaltzeiten bei deaktivierter Beschleunigung.

Überschwinger sind keine zu beobachten, die Abstimmung ist sehr neutral.

60 Hz, Reaktionszeit „Schnell“

Diagramm: Effektive Kürzung der Schaltzeiten
Effektive Kürzung der Schaltzeiten
Diagramm: Minimaler Ausschlag zeigt die Belastungsgrenze des Panels
Minimaler Ausschlag zeigt die Belastungsgrenze des Panels

Mit 7,6 ms für den Schwarz-Weiß-Wechsel und 6,7 ms für den schnellsten Grauwechsel werden bei mittlerem Overdrive sogar etwas langsamere Schaltzeiten erreicht als in den Werkseinstellungen. Der aber sehr viel wichtigere CtC-Wert wird mit 5,2 ms halbiert und hält den Corsair 32QHD165 weiterhin im Topfeld unserer Liste der bereits getesteten Monitore.

Der Helligkeitsverlauf zeigt sich nur in der Ausschwingphase leicht beeindruckt, was aber visuell wenig auffallen wird.

60 Hz, Reaktionszeit „Am schnellsten“

Diagramm: Starke Reduzierung der Schaltzeiten
Starke Reduzierung der Schaltzeiten
Diagramm: Helligkeitsverlaufsgrafik wird fast gesprengt
Helligkeitsverlaufsgrafik wird fast gesprengt

Mit 6,2 ms für den Schwarz-Weiß-Wechsel, 3,3 ms für den schnellsten Grauwechsel, 4,1 ms als Durchschnitt an 15 Messpunkten und 2,8 ms für den CtC-Wert werden die Schaltzeiten teilweise stark reduziert. Das macht sich auch am Helligkeitsverlauf bemerkbar. Zwar wird die Grafik noch nicht gesprengt, doch werden hier enorme Bildfehler zu sehen sein. Im Abschnitt „Subjektive Beurteilung“ werden wir aufklären, inwieweit sich das auf die Bildqualität auswirkt.

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