Test Corsair 32QHD165: Perfektes Gaming mit aRGB-Farbraum
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Anschlüsse

Zwar lässt sich der Corsair 32QHD165 nicht in den Porträtmodus drehen, doch ist das Anschluss-Panel aufgrund der erhöhten Position der Nische gut zu erreichen. So gestaltet sich ein Kabelwechsel nicht besonders umständlich. Die Anzahl der Signaleingänge ist hoch. Mit einem DisplayPort 1.4, einem USB-C-Anschluss und zwei HDMI-2.0-Schnittstellen ist der Proband reichhaltig ausgestattet.

Die Konnektivität des Corsair 32QHD165 ist mit einem zusätzlichen USB-C-Anschluss sehr gut
Die Konnektivität ist mit einem zusätzlichen USB-C-Anschluss sehr gut

Ein USB-C-Port wird bis dato bei den wenigsten Monitoren eingesetzt und ist daher ein echter Mehrwert. Zwar wird mit einem Datendurchsatz von 5 Gbit/s lediglich USB 3.0 erreicht, doch lässt sich der USB-C-Anschluss neben der Datenübertragung auch als Signaleingang im DisplayPort-Alternate-Modus für kompatible Notebooks nutzen und zugleich mit 15 Watt laden. Für Kopfhörer steht 3,5-mm-Klinke bereit.

Bedienung und OSD

Das OSD-Menü wird einzig über den 5-Wege-Joystick bedient, der mit einem Griff hinter die rechte Seite des Monitors gut erreicht werden kann. Die Power-Taste befindet sich oberhalb des Joysticks.

Das OSD-Menü wird über einen 5-Wege-Joystick bedient
Das OSD-Menü wird über einen 5-Wege-Joystick bedient

Dem Menü sind vier Schnellfunktionen vorgelagert, die aufgerufen werden können, wenn man den Joystick in die verschiedenen Richtungen bewegt:
Testlogo Corsair 32QHD165

Links Lautstärkeregelung Kopfhörerausgang
Rechts Eingangsquelle
Oben Helligkeit
Unten Bildmodi

Mit einem Druck auf die Oberseite des Joysticks öffnet sich das Hauptmenü. Das OSD-Menü ist modern und leicht verständlich gehalten. Es verfügt über sechs Kategorien. Die erste heißt „Bild“ un erstreckt sich mit elf Einstellungsebenen über zwei Seiten, sodass gescrollt werden muss. Nicht wählbare Einstellungen sind ausgegraut und damit hinreichend gekennzeichnet.

Es gibt keine Kategorie, in der sämtliche spielrelevanten Einstellungen gesammelt sind. Auch die Position der spielrelevanten Einstellungen wie „Reaktionszeit“, „MPRT“ und „Aktualisierungs-Overlay“ sind für ein Gaming-Display unglücklich gewählt, da sie erst nach dem Scrollen auf der zweiten Seite der Kategorie „Bild“ erscheinen.

OSD: Das Hauptmenü geizt ein wenig mit Infos
Das Hauptmenü geizt ein wenig mit Infos
OSD: Spielrelevante Einstellungen zeigen sich erst nach dem Scrollen
Spielrelevante Einstellungen zeigen sich erst nach dem Scrollen

Zudem wird mit den Infos des aktuellen Setups gegeizt. Viele Monitore geben bereits im Hauptmenü Infos über die wichtigsten Parameter, während man hier zunächst zur Kategorie „Informationen“ navigieren muss. Ansonsten sind die Einstellungen sinnvoll zugeordnet und das Menü an sich nicht zu sehr überfrachtet.

OSD-Einstellungsmenü
OSD-Einstellungsmenü
OSD: Systemeinstellungsmenü
Systemeinstellungsmenü
OSD: Signaleingangsmenü
Signaleingangsmenü
OSD-Menü Infoebene
OSD-Menü Infoebene

Der Corsair 32QHD165 verfügt über sechs vordefinierte Profile, die bis auf den „sRGB-Modus“ komplett konfiguriert werden können und auch die vorgenommenen Einstellungen behalten, bis ein Monitor-Reset durchgeführt wird. Natürlich lässt sich der „sRGB-Modus“ weder in der Farbtemperatur noch in den Gamma-Einstellungen verändern, da dies aufgrund des Farbraumes vordefiniert ist. Trotzdem kann er in der Leuchtdichte reguliert werden und ist daher auch in der Praxis sinnvoll einsetzbar. Insgesamt verfügt der Proband über fünf Speicherplätze, was mehr als genug ist.

Die Sofware iCUE bietet die gleichen …
Die Sofware iCUE bietet die gleichen …
… Einstellmöglichkeiten wie das OSD-Menü
… Einstellmöglichkeiten wie das OSD-Menü

Im Allgemeinen sind das OSD-Menü und die Bedienung sehr ordentlich gelungen. Die bereits bei anderen Herstellern etablierte Steuerung über den 5-Wege-Joystick wird auch beim Corsair 32QHD165 sehr gut umgesetzt. Zudem wirkt das OSD-Menü aufgeräumt und ist nicht mit unnötigen Dingen überfrachtet.

Neben der klassischen Bedienung ist es auch mit der Software iCUE möglich, das Setup zu verändern. Das funktioniert gut und bietet die gleichen Einstellmöglichkeiten wie das OSD-Menü.

Bildqualität

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 35, Kontrast 50, Schärfe 5, Farbtemperatur „Normal“, Voreinstellung „Standard“. Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Graustufendarstellung des Corsair 32QHD165
Graustufen des Corsair 32QHD165

Die Graustufendarstellung des Corsair 32QHD165 ist in den Lichtern sehr gut, da sämtliche Felder zu erkennen sind und zudem über keinen Farbstich verfügen. In den Schatten heben sich die letzten zwei Felder nicht vom tiefschwarzen Hintergrund ab. Bei seitlicher Ansicht erhalten die hellen Grautöne aber einen Blaustich, und die dunkelgrauen Töne verlieren weitere drei Felder. Der Bereich des Farbverlaufs nahe der Mitte, wo reines Weiß auf helles Grau trifft, zeigt nur eine minimale Farbtreppe, die erfreulicherweise selbst bei seitlicher Ansicht nicht prominenter wird.

Graustufendarstellung in der Seitenansicht
Graustufen in der Seitenansicht

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung

Das Schwarzbild ist im Grunde gut, allerdings zeigen sich im Bereich der oberen rechten Ecke drei Spots. Die sind aber im normalen Betrieb nicht zu erkennen, sondern nur bei einem schwarzen Bild in einem komplett abgedunkelten Raum, was eher selten vorkommt.

Glow vom IPS-Panel des Corsair 32QHD165
Glow des Corsair 32QHD165

Der Glow des Corsair 32QHD165 zeigt sich in einem bläulichen Ton. Die Stärke des durchdringenden Lichts fällt aber gegenüber vielen anderen Displays, die ebenfalls auf die IPS-Technologie zurückgreifen, besser aus.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des Corsair 32QHD165
Helligkeits- und Kontrastverlauf des Corsair 32QHD165

Bei nativem Weißpunkt erreichen wir im Maximum 391 cd/m². Das trifft die Herstellerangaben fast genau, die bei 400 cd/m² liegen. Um auf D65 zu kommen, müssen ein paar Korrekturen an den RGB-Reglern vorgenommen werden. Trotzdem bleibt die Leuchtdichte mit 389 cd/m² nahezu konstant. Mit einer Minimalhelligkeit von 42 cd/m² kann das Display auch weit genug heruntergeregelt werden, um in absoluter Dunkelheit arbeiten zu können.

Das durchschnittliche Kontrastverhältnis liegt bei 928:1. Mit einem maximalen Kontrastverhältnis von 975:1 bei 10 % Leuchtdichte werden die Herstellerangaben von 1000:1 allerdings knapp verfehlt. Nach der Kalibrierung nimmt das durchschnittliche Kontrastverhältnis noch ein wenig ab. Insgesamt ist das aber ein gutes Ergebnis.

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