Test Corsair 32QHD165: Perfektes Gaming mit aRGB-Farbraum
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MPRT

Das Unschärfereduzierungs-Tool heißt bei Corsair „MPRT“ und ist unter der Kategorie „Bild“ zu finden. Die Unschärfereduzierung lässt sich nur bei deaktiviertem FreeSync nutzen und ist bei 120 oder 165 Hz wählbar. Zusätzliche Einstellungen wie etwa die Wahl der Pulslänge stehen nicht zur Verfügung. Der Helligkeitsregler ist deaktiviert, doch die Leuchtdichte liegt mit 116 cd/m² sowohl bei 120 Hz als auch bei 165 Hz auf einem gut spielbaren Niveau. Die Qualität der Unschärfereduzierung ist im oberen und mittleren Bereich gut bis sehr gut. Im unteren Bildbereich lässt die Qualität allerdings stark nach, wie auf dem folgenden Bild zu sehen ist.

Vergleich Unschärfe-Eindruck ohne und mit MPRT
Vergleich Unschärfe-Eindruck ohne und mit MPRT

Leider verträgt nicht jeder die pulsierende Hintergrundbeleuchtung, weshalb manch einer über schnelle Ermüdung und Kopfschmerzen klagen wird. Alle anderen, besonders Freunde schneller Shooter, werden sich über die gute Leistung der Unschärfereduzierung mittig des Bildes freuen.

HDR

Der Corsair 32QHD165 verfügt über eine DisplayHDR-400-Zertifizierung. Bereits bei der maximalen Leuchtdichte von 440 cd/m² im HDR-Betrieb wird klar, dass sich hier kein Aha-Erlebnis einstellen kann, da der Dynamikumfang einfach zu gering ist.

Sound

Dem Corsair 32QHD165 wurden keine Lautsprecher spendiert.

DVD und Video

Der Proband verfügt für HD-Zuspieler über zwei HDMI-2.0-Schnittstellen. Der Ton wird direkt an die Kopfhörerbuchse weitergeleitet, sofern sie belegt ist.

In den Voreinstellungen existiert auch ein Modus namens „Film“, der mit 6200 K sogar direkt sehenswert daherkommt und eben nicht über das sehr oft voreingestellte, viel zu kühle Bild verfügt, das dann teilweise nicht einmal konfiguriert werden kann. Beim Corsair 32QHD165 lässt sich der komplette Modus konfigurieren. Sehr schön ist zudem der hohe Farbumfang, der besonders bei quietschbunten Animationsfilmen richtig zur Geltung kommt. Aufgrund der Größe des Panels und der sehr ordentlichen Blickwinkelstabilität eignet sich der Proband damit selbst in größerer Runde für einen gelungenen Filmabend.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Auch an Full-HD-Zuspielern über HDMI bleibt die Einstellungsebene „Seitenverhältnis“ deaktiviert – selbst wenn andere Auflösungen zugespielt werden. Das ist eher ungewöhnlich. Dennoch werden alle Auflösungen richtig und unverzerrt angezeigt. HD-Auflösungen und kleinere Auflösungen im nativen 16:9-Seitenverhältnis werden immer als Vollbild dargestellt. SD-Auflösungen werden auf die komplette Panel-Höhe skaliert und erhalten die üblichen Ränder an den Seiten.

Ein 24-Hz-Support wird nicht angeboten. BD-Filme werden bei 60 Hz wiedergegeben, DVD-Medien bei 50 Hz.

Angeschlossen an einen HDTV-Receiver, werden Interlaced-Signale bei 1080i komplett zitterfrei angezeigt. Ein Deinterlacer ist aber trotzdem nicht verbaut, da Halbbildfolgen im ungeraden Rhythmus deutliches Zeilenflimmern und den üblichen Moiré-Effekt aufrufen.

Overscan

Overscan bietet der Corsair 32QHD165 nicht an.

Farbmodelle und Signallevel

Der Corsair 32QHD165 nimmt RGB- und YCbCr-Farbmodelle an. Bei Anschluss über die HDMI-Schnittstelle sollte automatisch Videolevel (Tonwertumfang bei 8 Bit Präzision: 16–235) ausgegeben werden, da dies auch so vom Zuspielgerät verwendet wird. Das ist aber nicht der Fall, und das Display erwartet nach wie vor PC-Level (Tonwertumfang bei 8 Bit Präzision: 0–255). Das Ergebnis ist ein flaues Bild, da der Dynamikumfang des Monitors nicht vollständig genutzt wird. Leider verfügt das Gerät auch nicht über eine Einstellmöglichkeit, bei der man zwischen vollem und begrenztem Bereich wählen kann.

Bewertung

Keine Angaben
4.1

(GUT)
Corsair XENEON 32QHD165 Gaming Monitor - 32 Zoll IPS QHD (2560 x 1440), AMD FreeSync Premium Adaptive Sync, 165Hz Bildwiederholrate, 1ms, DisplayHDR400, HDMI, USB 3.1 Typ-C, DisplayPort - Schwarz
(2 Kundenrezensionen)
Preis: 799,90 €
(Stand von: 22.01.2022 05:19 - Details
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Fazit

Der Corsair 32QHD165 zeigt sich eher unscheinbar. Hier kommt weder ein auffälliges Design zum Einsatz, noch möchte Corsair mit irgendwelchen Show-Elementen auffallen. Auffallend ist jedoch durchaus das mehr als stabile Design. Beeindruckend sind Tragarm und Basis, die komplett aus Metall gefertigt wurden. Der Monitor steht wie ein Panzer auf dem Tisch und kann auch verarbeitungstechnisch punkten. Die Mechanik der beweglichen Teile läuft ruhig, und bis auf einen Pivot-Modus sind alle ergonomischen Funktionen vorhanden.

In den Werkseinstellungen kann das Display mit einer neutralen Abstimmung punkten, und auch die sRGB-Emulation ermöglicht farbverbindliche Arbeiten in diesem Farbraum bereits vor einer Kalibrierung. Zudem ist die Emulation praxistauglich, da sie sich in der Leuchtdichte regulieren lässt. Die Helligkeitsverteilung ist auf einem befriedigenden und die Farbreinheit auf einem guten Niveau. Direkt auf den ersten Blick bemerkt man, dass der Corsair 32QHD165 über ein Bild mit sehr intensiven Farben verfügt. Der erste Eindruck bewahrheitet sich letztendlich nach einer Kalibrierung. So kann der Proband selbst den Adobe-RGB-Farbraum fast vollständig abbilden, während der DCI-P3-Farbraum zu 91 % abgedeckt wird.

In größerer Runde würde sich der Corsair 32QHD165 allein schon wegen seiner Größe für einen Filmabend eignen. Hinzu kommen die gute Blickwinkelstabilität und die bereits erwähnten kräftigen Farben. Leider kommt es zu Abstimmungsproblemen des zugespielten Signallevels über HDMI. Hier wird kein Videolevel ausgegeben, sodass der Monitor nicht den kompletten Dynamikbereich nutzt. Auch ein 24-Hz-Support kann der Proband nicht bieten.

Da der Corsair 32QHD165 als Gaming-Display beworben wird, liegt das Hauptaugenmerk natürlich auf den Spiel-Eigenschaften und der Performance. Zwar wird an älteren Spielekonsolen bei 60 Hz noch keine Glanzleistung abgeliefert, doch kann das Modell am Computer zeigen, was in ihm steckt. Hier kann das Testgerät allein schon aufgrund der enormen nativen Aktualisierungsrate von 165 Hz punkten. Auch bei den Schaltzeiten braucht sich der Corsair 32QHD165 nicht vor den Platzhirschen zu verstecken. Während viele Bildschirme bei maximalem Overdrive eine sehr schlechte Bildqualität mit enormen Überschwingern produzieren und eben nur so auf die angegebene Schaltzeit kommen, zeigt das Corsair-Produkt auch hier noch ein qualitativ unbedenkliches Bild. Die Gesamtlatenz von 3,3 ms spielt hier ebenfalls in der ersten Liga. Das Unschärfereduzierungs-Tool leistet in der Bildmitte sehr gute Dienste und kann bis hin zur maximalen Bildwiederholungsfrequenz von 165 Hz genutzt werden.

Unser erstes Corsair-Testgerät hinterlässt insgesamt einen tollen Eindruck und muss sich Performance-technisch nicht vor den Big Playern verstecken. Mit einem Straßenpreis von 799 Euro und der gebotenen Ausstattung liegt es etwa im mittleren Preissegment.

Testlogo Corsair 32QHD165

Hinweis in eigener Sache: PRAD erhielt den 32QHD165 leihweise von Corsair zu Testzwecken. Herstellerseitig gab es weder eine Einflussnahme auf den Testbericht noch eine Verpflichtung zur Veröffentlichung oder eine Verschwiegenheitsvereinbarung.

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