Test iiyama GCB3280QSU-B1: 165-Hz-Gaming für Mittel­klasse-GPUs

32 Zoll großer Gaming-Monitor mit einem165 Hz VA-Panel und einem hohen Kontrastwert von über 3500:1

Einleitung

Nach wie vor werden die Gaming-Monitore von iiyama in die vier Sparten (bzw. Clans) „Red Eagle“, „Black Hawk“, „Golden Eagle“ und „Silver Crow“ eingeteilt. Die größten Unterschiede liegen bei der Aktualisierungsrate. So bieten die Displays der Gold-Phoenix-Linie mit 240 Hz derzeit die höchste Aktualisierungsrate, gefolgt von der Red-Eagle-Reihe, deren Bildwiederholungsrate bei 144 Hz/165 Hz liegt. „Black Hawk“ und „Silver Crow“ bilden den Preiseinstieg und performen bei 75 Hz.

Mit dem GCB3280QSU-B1 erreicht uns ein Monitor des Red-Eagle-Clans, der eine hohe Aktualisierungsrate von 165 Hz erreicht. Das mit 1500 R gewölbte WQHD-Display mit 2560 x 1440 Pixeln verfügt über ein kontraststarkes VA-Panel, das mit einer Reaktionszeit von 0,2 ms (MPRT) angegeben wird. Tearing und Stuttering werden über FreeSync eliminiert, was aber natürlich seit geraumer Zeit auch keine GPUs von NVIDIA mehr ausschließt, sofern ein aktueller Treiber installiert ist. Verschiedene Spielmodi und ergonomische Möglichkeiten runden das Angebot des Probanden letztendlich ab.

Detaillierte Informationen zu den Ausstattungsmerkmalen und den Spezifikationen finden Sie im Datenblatt des iiyama GCB3280QSU-B1.

Lieferumfang

Der iiyama GCB3280QSU-B1 wiegt rund 10 kg inkl. des Kartons und lässt sich trotz seiner 32 Zoll auch allein zum Bestimmungsort transportieren. Zur Transport-Erleichterung wurden ihm seitliche Griffmulden spendiert.

Martialischer Hochglanz-Karton des iiyama GCB3280QSU-B1
Martialischer Hochglanz-Karton des iiyama GCB3280QSU-B1

Wie bei allen iiyama-Gaming-Displays ziert auch hier ein martialisches Antlitz die Hochglanzverpackung. Um an den Inhalt des Kartons zu gelangen, muss zunächst der Styroporkokon über die schmale Öffnung des Kartons gezogen werden. Ist dies geschehen, finden wir den Tragarm, die Basis und das Zubehör auf der Oberseite des Styroporformteils in verschiedene Fächer verteilt.

Standfuß des iiyama GCB3280QSU-B1 von oben
Standfuß des iiyama GCB3280QSU-B1 von oben
Monitorstandfuß des iiyama GCB3280QSU-B1von unten mit Metallkern
Monitorstandfuß des iiyama GCB3280QSU-B1von unten mit Metallkern

Der Tragarm fällt dahin gehend auf, weil er über keine Montageplatte verfügt, über die das Display normalerweise befestigt wird.

Unübliches Design des Monitortragarms
Unübliches Design des Monitortragarms

Das Zubehör hält je ein Kabel für DisplayPort, HDMI und USB 3.0 (Typ A auf B) bereit. Damit ist jede Schnittstelle abgedeckt. Zusätzlich existiert eine Art Schraubendreher im Winkeldesign, um die Halteplatte von der VESA-Aufnahme demontieren zu können. Als Papierbeilage werden Safety-Guide und Quick-Start-Guide geboten.

iiyama GCB3280QSU-B1: Üblicher Zubehörumfang deckt sämtliche Schnittstellen ab
Üblicher Zubehörumfang deckt sämtliche Schnittstellen ab

Das Handbuch, die technischen Spezifikationen und das EU-Energielabel lassen sich über die Produkt-Website herunterladen. Treiber und Farbprofil konnten wir dort allerdings nicht finden.

Der iiyama GCB3280QSU-B1 befindet sich letztendlich geschützt innerhalb des Styropor-Sandwiches. Da das Gerät über eine 1500-R-Krümmung verfügt, sollte man es für die Montage auf dem unteren Teil des Styroporformteils belassen. Die Montage des Tragarms ist ein wenig anders, da er nicht wie gewohnt über eine Halteplatte verbunden wird.

Tragarm ohne Halteplatte
Tragarm ohne Halteplatte
Montage des Tragarms
Montage des Tragarms

Der Tragarm verfügt über einen Zapfen mit Innengewinde. Dieser muss in die Aufnahme an der Trägerplatte eingesteckt und über eine Handschraube fixiert werden. Zuletzt wird die Basis in die Aufnahme eingesteckt und ebenfalls mittels einer Handschraube fixiert.

Basis (Fuß) wird in die Aufnahme vom Monitorarm gesteckt
Basis wird in die Aufnahme vom Monitorarm gesteckt
Fixierung mittels Handschraube von Fuß und Arm
Fixierung mittels Handschraube von Fuß und Arm

Dennoch ist es möglich, das Display an eine alternative Halterung anzubringen. Hierfür muss die bereits installierte Halteplatte mit dem beiliegenden Winkel-Schraubendreher oder einem anderen Schraubendreher mit Kreuzschlitz entfernt werden, um die VESA-100-Aufnahme freizulegen.

Optik und Mechanik

Der iiyama GCB3280QSU-B1 besteht komplett aus schwarzem Kunststoff mit der üblichen lichtschluckenden Textur, die recht anfällig für Fingerabdrücke ist. Einzig am oberen Rand des Anschluss-Panels wurde ein schmaler Streifen Kunststoff im Klavierlackdesign eingesetzt.

Das Display verfügt oben und an den Seiten über ein rahmenloses Design, das über ein schmales Band in Position gehalten wird. Wie üblich, ist das sichtbare Bild etwa 10 mm nach innen versetzt. Der untere Rahmen weist eine Höhe von etwa 25 mm auf und zeigt mittig das iiyama-Logo.

Herstellerlogo mittig am unteren Rahmen des iiyama GCB3280QSU-B1
Herstellerlogo mittig am unteren Rahmen des iiyama GCB3280QSU-B1
Betriebs-LED unten recht am Monitorrahmen lässt sich auch deaktivieren
Betriebs-LED unten recht am Monitorrahmen lässt sich auch deaktivieren

Auf der rechten Seite befindet sich die kleine Betriebs-LED. Während des Betriebs leuchtet sie in Blau und im Standby in Orange. Über den Menüpunkt „Menü Einrichtung“ lässt sich die LED auch deaktivieren. Die Tiefe des Displays beträgt oben und an den Seiten rund 10 mm. Die Rückwand verläuft von den Seiten zur Mitte in einem leichten Schwung und nimmt die Curved-Form aus der Front mit. Im oberen Bereich der Rückwand sind Belüftungsschlitze platziert, die sich fast komplett über die ganze Breite erstrecken. Direkt darunter wurde das iiyama-Logo in großen Lettern aufgedruckt.

Belüftungsschlitze und iiyama-Logo auf der Rückseite des Monitorgehäuse
Belüftungsschlitze und iiyama-Logo auf der Rückseite des Monitorgehäuse

Das Vertikalgelenk für die Neigungsverstellung ist direkt an die Halteplatte des Displays befestigt. Darüber lässt sich der iiyama GCB3280QSU-B1 um 5 Grad nach vorn und um 23 Grad nach hinten kippen.

Vertikalgelenk zur Neigungsverstellung vom Display und die VESA-Verschraubung
Vertikalgelenk zur Neigungsverstellung vom Display und die VESA-Verschraubung

Entgegen der Beschreibung des Handbuches und dem Warnaufkleber auf der Basis, dass eine Pivot-Funktion nicht unterstützt wird, wäre dies sowohl vom Drehwinkel als auch von der benötigten Höhe her möglich. Wir verzichten allerdings auf eine Darstellung in diesem Test, da dies explizit von iiyama ausgeschlossen wird. Zudem ist ein Pivot-Betrieb bei einem gekrümmten Display ohnehin wenig sinnvoll.

Display mit maximalen Neigungswinkel nach hinten
Display mit maximalen Neigungswinkel nach hinten
Display mit maximalen Neigungswinkel nach vorn
Display mit maximalen Neigungswinkel nach vorn

Das gesamte Konstrukt läuft über ein Schlittensystem innerhalb des Monitorarms und erlaubt eine Höhenverstellung von insgesamt 150 mm.

Display in der niedrigsten Stellung von vorn
Display in der niedrigsten Stellung von vorn
Display in der niedrigsten Stellung von hinten
Display in der niedrigsten Stellung von hinten
Display in der höchsten Stellung von vorn
Display in der höchsten Stellung von vorn
Display in der höchsten Stellung von hinten
Display in der höchsten Stellung von hinten

In tiefster Stellung befindet sich der untere Rahmen rund 50 mm von der Tischoberfläche entfernt. Der schlanke Tragarm bewältigt das Gewicht des Displays problemlos. Im unteren Bereich ist eine Klammer platziert, um Ordnung in die abgehenden Kabel zu bringen.

Kabelmanagement hinten am Standbein des iiyama GCB3280QSU-B1
Kabelmanagement hinten am Standbein des iiyama GCB3280QSU-B1

Der Bereich, bei dem der Tragarm in die Basis übergeht, ist nicht starr und erlaubt eine seitliche Drehung von 45 Grad in beide Richtungen.

Seitliche Drehung des Display links
Seitliche Drehung des Display links
Seitliche Drehung des Dsiplay rechts
Seitliche Drehung des Dsiplay rechts

Die Basis besteht im hinteren Bereich aus einem Stumpf und im vorderen Bereich aus zwei Auslegern. Eigentlich könnte der iiyama GCB3280QSU-B1 über einen stabilen Stand verfügen. Die Basis unseres Modells für den Test ist allerdings leider verformt und steht nicht plan auf dem Untergrund. So kippelt der Monitor diagonal über seine Standfläche. Wir glauben, dass dies kein generelles Problem darstellt und bei anderen Standfüßen nicht auftritt.

Die Basis (Fuß) unseres Modells für den Test ist verformt und der Monitor kippelt
Die Basis unseres Modells für den Test ist verformt und der Monitor kippelt

Das Design des iiyama GCB3280QSU-B1 ist unscheinbar und minimalistisch. Herstellertypisch verfügt das Display über keine wild blinkenden LEDs und ist daher für Freunde des Player-Styles wohl eher uninteressant, sollte aber dennoch nicht über seine performanten Möglichkeiten hinwegtäuschen, die zweifelsohne gegeben sind. Abgesehen von der kippelnden Basis weist der Proband eine solide Mechanik auf, und auch die weitere Verarbeitung ist auf einem guten Niveau.

Design und frontale Ansicht des iiyama GCB3280QSU-B1
Design und frontale Ansicht des iiyama GCB3280QSU-B1

Technik

Betriebsgeräusche

Der iiyama GCB3280QSU-B1 ist auch bei speziellen Testbildern mit harten Kontrasten nicht hörbar. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
Betrieb maximal k. A. 39,2 W
Betrieb typisch 40 W
140 cd/m² k. A. 21,8 W
Betrieb minimal k. A. 14 W
Energiespar­modus (Standby) 0,5 W 0,3 W
Energiespar­modus (Soft Off) 0,3 W 0,2 W
Ausgeschaltet (Netzschalter) n. v. n. v.

Messwerte ohne zusätzliche Verbraucher (USB)

iiyama gibt im Datenblatt einen typischen Verbrauch von 40 Watt an – allerdings wird nicht erklärt, was der Hersteller als typisch bezeichnet. Wir messen bei 100 % Leuchtdichte 39,2 Watt. Bei 140 cd/m² wird dem Netz 21,8 Watt entnommen, was einer Effizienz von 1,75 cd/W entspricht und eine sehr gute Leistung darstellt. Wird das Display über den Power-Button ausgestellt, werden 0,2 Watt und im Standby 0,3 Watt gezogen. Hier wird in beiden Fällen die EU-Norm eingehalten.

Oliver Jachmann

... spielt seit seiner Kindheit Rennsimulationen am Computer. Seit 2013 verstärkt er unser Team und schreibt hauptsächlich Testberichte von Gaming-Monitoren. Seinen Ausgleich findet er im Sport und bezeichnet sich selbst als Fitness-Freak.

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