Test LG 24CK550W-3A – optimal für Cloud-Computing
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DVD und Video

Über den HDMI-Eingang können PCs sowie Geräte aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik angeschlossen werden. Im zweiten Fall ist die Eignung allerdings begrenzt, da als Skalierungsoption nur die Optionen „Original“ (seitengerecht) und „Breitbild“ (ggfls. mit Verzerrung) zur Verfügung stehen und keine 24p-Wiedergabe unterstützt wird.

Der Ton wird wahlweise über die integrierten Lautsprecher oder den PC-Audio-Ausgang wiedergegeben. Wir haben den LG 24CK550W-3A für die Videowiedergabe ausschließlich am PC getestet.

Eine Voreinstellung für Filme (Bildmodus „Cinema“) ist vorhanden. Einen zwingenden Grund, vom Anwender-Modus ab Werk bzw. aus dem sRGB-Modus dorthin zu wechseln, gibt es aber eigentlich nicht.

Die Videowiedergabe am PC ist ordentlicher Durchschnitt mit guter Schärfe, Farbraumabdeckung und Kontrast. Der Schwarzpegel kann am HDMI-Eingang bei Bedarf angepasst werden.

Nutzung im Thin-Client-Betrieb

Der LG 24CK550W-3A sieht auf den ersten Blick wie ein typischer Büromonitor mit blickwinkelstabilem IPS-Panel aus. Erst der Netzwerk-Anschluss verrät, dass hier noch mehr unter der Haube steckt. Für die Hardware des „Thin Clients“ hat LG einen energieeffizienten und ausreichend leistungsstarken AMD-Prozessor mit integrierter Grafik, 4 GB DDR4 RAM und 32-GB-SSD verbaut.

Als Betriebssystem ist Windows 10 IoT Enterprise LTSB vorinstalliert, und es gibt Unterstützung für mehrere VDI-Plattformen wie Microsoft RDP, Citrix und VMware. Die Management-Konsole auf Basis der VXL-Software Fusion UDM Professional bildet dabei den Kern der hocheffizienten Management-Suite. Der IT-Administrator kann damit jedes Gerät in der Thin-Client-Infrastruktur von einer einzigen Management-Konsole aus steuern.

In der voreingestellten Grundkonfiguration ist für den Nutzer die SSD nicht verfügbar. Als Laufwerk ist lediglich eine RAM-Disk mit 245 MB vorhanden. Generell werden alle Systemänderungen (zum Beispiel WLAN-Verbindung und Anmeldedaten für den Remote-Desktop) beim Herunterfahren wieder auf den Ausgangszustand zurückgesetzt.

Ansonsten lässt sich das Gerät wie bereits beschrieben über den Power-Button wie ein All-in-One-PC bzw. Notebook hoch- und wieder herunterfahren. Beim Starten ist trotz SSD und abgespecktem Windows 10 IoT allerdings Geduld gefragt. Es vergehen gut 1 ½ Minuten, bis man sich einloggen kann. Das Aufwachen aus dem Standby, um nach einer Arbeitspause weiterzuarbeiten, geht dagegen flott. Das Gleiche gilt für das Starten des Remote-Clients.
Für den Test haben wir den Microsoft-RDP-Client verwendet. Bei Verbindung über Gigabit-LAN vergisst man bei Alltagsaufgaben sehr schnell, dass man nicht direkt vor dem ferngesteuerten Rechner sitzt. Der Dual-Core-Prozessor des „Thin Clients“ bleibt dabei in der Regel bei Auslastungen unter 20 %.

In die Tiefe der Software-Konfiguration können wir im Rahmen unseres Testes nicht einsteigen.

Bewertung

ab 579,81 €
3.9

(GUT)

Fazit

Der LG 24CK550W-3A bietet bereits in der reinen Betrachtung als Display alles, was man sich von einem guten Büromonitor wünscht. Das Gerät ist solide verarbeitet und lässt sich im Unternehmens-Einsatz sehr leicht auf- und wieder abbauen. Das blickwinkelneutrale IPS-Panel sowie umfangreiche und leichtgängige Verstellmöglichkeiten sorgen für Ergonomie am Arbeitsplatz. Die Bedienung ist unkompliziert, und die ausgezeichnete Energieeffizienz wird auch den CFO zufriedenstellen.

Dabei gibt es auch ohne Kalibrierung des Gerätes an der Bildqualität nicht viel auszusetzen. Bereits die Werkseinstellungen können überzeugen, und die Bildhomogenität ist für diese Preisklasse wirklich bemerkenswert gut. Auffällig ist allerdings das sichtbare Pixelraster. Dass der LG 24CK550W-3A sogar noch erstaunlich gut zum Spielen taugt, dürfte die Haupt-Zielgruppe eher wenig interessieren.

Richtig spannend wird der LG 24CK550W-3A dagegen durch seinen vollständig integrierten „Thin Client“. Die verbaute Hardware ist aus unserer Sicht ausreichend leistungsstark. Lediglich die Zeit vom Start bis zur Betriebsbereitschaft dauert etwas länger. Das kommt aber erst dann zum Tragen, wenn der „Thin Client“ häufig komplett heruntergefahren und wieder neu gestartet wird.

Im Vergleich zu „Thin Clients“, die als Zusatzgerät auf der Monitor-Rückseite montiert werden, kann man argumentieren, dass man dann mit zwei Geräten flexibler ist. Bei einem Defekt muss man beispielsweise nur ein Gerät austauschen. Angesichts des Preis-Leistungs-Verhältnisses des LG 24CK550W-3A und der Tatsache, dass es auf dem Schreibtisch aufgeräumter aussieht, sehen wir den Vorteil des integrierten Ansatzes durchaus. So sind auch größere Büroräume schnell mit vollwertigen und einfach zu konfigurierenden PCs versehen. Ein Gerät aufstellen, anschließen und fertig.

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