Test LG 24CK550W-3A – optimal für Cloud-Computing
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Anschlüsse

Auf der Display-Rückseite unten befinden sich folgende Anschlüsse (von links nach rechts): LAN (RJ-45), USB 3.0 (2 x), DisplayPort 1.2 (Out), Strom und HDMI. Externe Geräte können nur via HDMI verbunden werden. Der DisplayPort ist ein reiner Ausgang und auch so am Gerät gekennzeichnet. Darüber ist der Anschluss eines weiteren Monitors mit bis zu 4096 x 2160 @ 60 Hz möglich.

Anschlüsse auf der Displayrückseite unten
Anschlüsse Rückseite unten

Im seitlichen Erker finden wir ferner vier USB-2.0-Anschlüsse sowie jeweils einen Mikrofoneingang und PC-Audio-Ausgang. Hier – wie auch bei den USB-3.0-Ports auf der Rückseite unten – handelt es sich offensichtlich um direkte Anschlüsse des „Thin Clients“.

Genial wäre natürlich ein USB-Hub mit automatischer Umschaltung zwischen „Thin Client“ und PC gewesen, sodass man zum Beispiel Maus und Tastatur für beides nutzen könnte.

Seitlicher Erker mit vier USB-2.0-Anschlüssen sowie einem Mikrofoneingang und PC-Audio-Ausgang des „Thin Clients“
Seitlicher Erker mit vier USB-2.0-Anschlüssen sowie einem Mikrofoneingang und PC-Audio-Ausgang des „Thin Clients“

Bedienung und OSD

Die Bedienung erfolgt beim LG 24CK550W-3A nicht über das bewährte Joystick-Konzept, sondern über sieben Drucktasten. Angesichts der Doppelfunktionalität als „Thin Client“ und normaler Monitor ergibt eine Direkttaste für das schnelle Umschalten durchaus Sinn. Ansonsten ist die Navigation aber bei Weitem nicht so intuitiv, wie wir das sonst von LG-Geräten gewohnt sind. Auch die Beschriftung ist bereits bei etwas gedämpfter Raumbeleuchtung kaum zu erkennen.

Tasten und Bedienung des LG 24CK550W-3A
Tasten und Bedienung

Das OSD des 24CK550W-3A ist das gleiche wie bei anderen LG-Geräten, wo es bereits ausführlich vorgestellt und als vorbildlich gelobt wurde. Diesbezüglich verweisen wir auf den Testbericht und das Hands-on-Video zum LG 27UD58P.

Mit dem Power-Button schaltet man nicht nur den Monitor ein, sondern fährt gleichzeitig auch den „Thin Client“ hoch bzw. herunter. Zum Aufwecken von Monitor und „Thin Client“ genügt wie an jedem PC ein beliebiger Tastendruck auf der Tastatur.

Bildqualität

Trotz des günstigen Preises verwendet LG auch im 24CK550W-3A ein Blickwinkel-neutrales IPS-Panel mit White-LED-Hintergrundbeleuchtung. Der Panel-Rahmen und die Oberfläche des Panels sind matt und wirksam entspiegelt. Seitlich einfallendes Licht oder auch ein Betrachter mit heller Kleidung erzeugt nur schwache Reflexionen auf dem Bildschirm.

Die Auflösung entspricht mit 1920 x 1080 Pixeln dem üblichen Bürostandard im 24-Zoll-Bereich. Auffällig ist beim LG 24CK550W-3A allerdings, dass man aus normalem Sitzabstand das Pixelraster überdurchschnittlich deutlich erkennen kann. Während man sich bei anderen Geräten bewusst anstrengen muss, um es zu erkennen, fällt es beim aktuellen Probanden auch ungewollt regelmäßig auf.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein:

Bildmodus: Anwender
Helligkeit: 100
Kontrast: 70
Gamma: Modus 2
Farbtemperatur: Benutzer
RGB: 50/50/50
Color-Gamut: k. A.
DUE Priority: nein
Schärfe: 50
Reaktionszeit: schnell

Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Die Graustufen und der Grauverlauf sind bereits in der Werkseinstellung ausgezeichnet und wirken subjektiv sehr neutral. Farbschimmer bzw. Banding-Effekte konnten wir keine beobachten. Die hellsten Stufen sind vollständig und die dunkelsten bis einschließlich Stufe 4 zu erkennen.

Graustufendarstellung des LG 24CK550W-3A
Graustufen

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge bei komplett abgedunkeltem Raum sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung

Aus mittiger Sitzposition ist der Schwarzwert typisch für ein Allrounder-IPS-Panel. Weicht man davon ab, sieht man wie üblich eine generelle Aufhellung des Displays – am stärksten von schräg oben betrachtet. Diese generelle Aufhellung fällt dabei aber vergleichsweise eher gering aus.

Deutliche Einstrahlungen in den Ecken und an den Rändern mit gelblicher Einfärbung sowie teils schwach aufgehellte Wölkchen sind aber auch aus zentrierter Blickrichtung zu sehen. Ungewöhnlich ist dabei, dass im Schwarzbild auch eine Art Gitterstruktur sichtbar wird (ca. 0,5 cm x 0,5 cm). Erkennbar ist das nur bei vollständig abgedunkeltem Raum und kurzer Eingewöhnungszeit der Augen. Bei normaler Arbeitsplatzbeleuchtung sieht man das nicht.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Diagramm: Helligkeits- und Kontrastverlauf des LG 24CK550W-3A
Helligkeits- und Kontrastverlauf des LG 24CK550W-3A

Mit nativem Weißpunkt erreichen wir im Maximum rund 311 cd/m². Das liegt sogar 24 % über der Herstellerangabe von 250 cd/m². Herunterregeln lässt sich die Helligkeit auf ein Minimum von 57 cd/m².

Auch nach Kalibrierung sinkt die Maximalhelligkeit nur geringfügig und bleibt mit 303 cd/m² immer noch über der Herstellerangabe. Ähnlich sieht es bei der Minimalhelligkeit aus. Hier messen wir 55 cd/m². Der LG 24CK550W-3A ist damit sehr flexibel einsetzbar – von hellen Büroräumen bis hin zu abgedunkelten Spezial-Einsatzfeldern.
Der Kurvenverlauf bei der Helligkeit mag zwar in der Grafik oben etwas ungewöhnlich aussehen, da das Gerät von 90 % auf 100 % des OSD-Reglers kaum noch an tatsächlich messbarer Helligkeit zulegt. Für den vorgesehenen Einsatzzweck dürfte das aber keinerlei Rolle spielen.

Das Kontrastverhältnis des IPS-Panels gibt der Hersteller mit 1000:1 an. Gemäß unseren Messungen liegt es nach der Kalibrierung im Durchschnitt bei guten 861:1.

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