Test Monitor AOC g2770Pqu
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Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen im Pegel und der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop. Der AOC G2770PQU liefert eine sehr konstante Leistung bei den Reaktionszeiten und erreicht mit aktiviertem Overdrive – fast unabhängig von der Helligkeit – stets ausgezeichnete Werte.

Aoc G2770pqu Monitor 60Hz Netz Aus
Aoc G2770pqu Monitor 144Hz Netz Aus
60Hz Overdrive „aus“ (links) und 144Hz Overdrive „aus“ (rechts)
Aoc G2770pqu Monitor 60Hz Netz Mittel
Aoc G2770pqu Monitor 144Hz Netz Mittel
60Hz Overdrive „mittel“ (links) und 144Hz Overdrive „mittel“ (rechts)
Aoc G2770pqu Monitor 60Hz Netz Stark
Aoc G2770pqu Monitor 144Hz Netz Stark
60Hz Overdrive „stark“ (links) und 144Hz Overdrive „stark“ (rechts)

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim AOC G2770PQU messen wir mit 7,2 Millisekunden bei 60Hz und 144Hz eine kurze Signalverzögerung. Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit 1 Millisekunde sehr kurz, insgesamt macht das 8,2 Millisekunden.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des AOC G2770PQU arbeitet mit White LED und leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre.

Aoc G2770pqu Monitor Backlight
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Auch wenn wir über modernste Technik verfügen um die Reaktionszeiten zu messen, spielt das Verhalten in der Praxis und die subjektive Beurteilung eine große Rolle. Wir haben uns für einige Stunden hingesetzt und am PC „Battlefield 4“ und „Dirt 3“ gespielt, um zwei Spielegenres abzudecken. Zunächst für einige Zeit im 60Hz Modus und bei Overdrive „aus“ und danach mit 144Hz und Overdrive auf „mittel“ bzw. „stark“. So kann man besser beurteilen, ob die gesteigerte Performance überhaupt Vorteile im Gameplay bietet.

Rennspiel „Dirt 3“

In der Cockpitansicht hat man am unteren Bildrand direkt die schnell bewegten Bildteile vor sich und kann gut die Performance des Monitors beurteilen. Bei 60Hz und Overdrive „aus“ bekommen wir das übliche Ergebnis geliefert. Man sieht nur verwischte Streifen vor sich und kann keine Textur erkennen. Auch der linke und rechte Bildrand mit der vorbeifliegenden Vegetation ist sehr unscharf und verschmiert.

Das volle Kontrastprogramm, nämlich 144Hz und Overdrive „stark“ schießt dafür deutlich über das Ziel hinaus. Zwar wird das Bild merklich klarer, doch Doppelkontouren, Ghosting und Artefakte treten stark hervor. Das möchte man in so einem grafiklastigen Spiel nicht sehen. Auch die Overdrive-Einstellung „mittel“ ist schon grenzwertig. Für Puristen schein „leicht“ die bessere Wahl in diesem Spielegenre zu sein, da es hier weniger auf die Performance ankommt.

Aoc G2770pqu Monitor Dirt3
Heftiges Ghosting in der Overdrive-Einstellung „stark“

FPS „Battlefield 4“

Etwas anders geht es bei „Battlefield 4“ zu. Zwar ist die Overdrive-Einstellung „mittel“ ideal, doch wirkt auch die Einstellung „stark“ hier in weiten Bereichen überhaupt nicht schlimm oder störend. Profizocker werden diese Möglichkeit in Erwägung ziehen, da keine Zeit bleibt die Schönheit der Grafik wahrzunehmen. Für Gelegenheitsspieler wird aber eine Stufe unter dem Maximum ausreichend sein. Schnelle Schwenks und Drehungen bereiten diesem Monitor, wie erwartet auch keine Probleme. Performancetechnisch kann dieses Gerät auf jeden Fall empfohlen werden.

Im „PixPerAn“ Lesbarkeitstest stellte der G2770PQU aber keine Bestleistung auf. Hier konnten bereits bei Tempo 7 ähnlich aussehende Buchstaben nicht mehr unterschieden werden. Auch maximales Overdrive brachte keine Verbesserung bei diesem Test.

Sound

Der G2770PQU besitzt zwei Lautsprecher zu je 2 Watt. Zu sehen sind sie nicht, aber man kann hören, dass sie sich links und rechts unterhalb des Gitters befinden müssen und nach oben abstrahlen. Angesprochen werden Sie per HDMI oder über den Audioeingang. Das Klangerlebnis ist aber alles andere als gut und reicht allenfalls für ein schnelles „YouTube-Video“ nebenbei oder den Systemsound, da absolute Bassarmut vorherrscht. Dem Versprechen im Werbetext, ein hervorragendes Klangerlebnis zu bieten, müssen wir an dieser Stelle leider widersprechen.

DVD und Video

Externe Geräte wie zum Beispiel BD-Player, Playstation & Co. können direkt an die HDMI-Buchse des G2770PQU angeschlossen werden, so dass Audiosignale über die internen Lautsprecher ausgegeben werden können. Wer sein Umfeld nicht stören will, kann Tonsignale an den Kopfhörerausgang weiterleiten. Auch per VGA und DVI muss der Ton nicht außen vor bleiben, da unser Testgerät zusätzlich über ein Audioeingang verfügt.

Unter dem Punkt „Öko“ in den Leuchtkrafteinstellungen befindet sich der Modus „Film“. Hier werden aber nur der Kontrast und die Helligkeit reguliert. Es müssen, um ein natürlicheres Bild zu erhalten, weitere Einstellungen vorgenommen werden, da hellhäutige Menschen etwas krank aussehen. Eine Möglichkeit wäre in „DCB Mod.“ „vollverstärkt“ auszuwählen, da wir ein wenig mehr Farbsättigung erhalten. Sehr wichtig ist zudem die Helligkeit zu reduzieren. Der Wert 35 reicht völlig aus. Trotzdem liegt immer noch ein leichter Nebelschleier über dem Bild. Da hilft es auch nicht weiter, in den Gammaeinstellungen etwas zu verändern. Der Schleier bleibt.

So richtig knackig bekommt man das Bild mit normalen Bordmitteln leider nicht hin. Das beste Ergebnis wird natürlich nach einer Kalibrierung geliefert, doch die wenigsten werden ein solches Gerät tatsächlich kalibrieren.

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