Test Monitor AOC g2770Pqu
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Technik

Betriebsgeräusch

Das Testgerät arbeitet in allen Einstellungen völlig lautlos. Auch wenn man das Ohr direkt an die Rückseite legt, kann man keinen Laut vernehmen. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 45 W 32,7 W
Betrieb typisch
Arbeitsplatz 140 cd/m² 19,3 W
Betrieb minimal 15,0 W
Energiesparmodus 0,5 W 0,3 W
Ausgeschaltet (Soft Off) 0,1 W
Ausgeschaltet (Netzschalter) 0 W

Ohne zusätzliche Verbraucher (USB und Lautsprecher)

AOC nennt in seinen Datenblättern einen Maximalverbrauch von 45 Watt, wir messen mit 32,7 Watt deutlich weniger. Der Power-Button senkt den Verbrauch fast auf null, es sind lediglich noch 0,1 Watt messbar. Im Standby-Modus messen wir 0,3 Watt, die Vorgaben der aktuellen EU-Richtlinie werden sehr gut eingehalten. Wenn der AOC G2770PQU per Netzschalter vom Stromnetz getrennt wird, verbraucht er überhaupt keine Energie mehr.

Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz zeigt das Messgerät 19,3 Watt an, die Effizienz bei dieser Helligkeit berechnet sich zu ausgezeichneten 1,5 cd/W.

Anschlüsse

Anschlusstechnisch wird jede geläufige Schnittstelle geboten und noch etwas mehr. Als analoge Variante steht ein VGA-Eingang zur Verfügung. Den digitalen Part übernehmen HDMI, DVI und DisplayPort.

Aoc G2770pqu Monitor Anschluesse 1
 
Aoc G2770pqu Monitor Anschluesse 2
Umfangreiche Anschlussauswahl des G2770PQU

Zwei 3,5 mm Klinkenbuchsen dienen als Audioeingang und als Kopfhörerausgang. Als sinnvolle Ergänzung bietet der G2770PQU noch vier USB-Ports, wovon sich zwei mit der Spezifikation 2.0 auf dem Anschlussleiste und zwei weitere mit der Spezifikation 3.0, die sich seitlich rechts der Basis befinden. Hier dient der eine Port zusätzlich als Schnellladeanschluss für mobile Geräte und ist im inneren Gelb gekennzeichnet.

Aoc G2770pqu Monitor Usb Seite
Gut zu erreichende seitliche USB 3.0 Anschlüsse mit Schnellladeport in Gelb

Zusätzlich dient die HDMI-Schnittstelle auch als MHL-Port, mit dem mobile Endgeräte verbunden werden können. Im Test funktioniert das Herstellen der Verbindung mit einem Samsung Galaxy S3 auf Anhieb und man wird mit dem vollen Funktionsumfang des Gerätes, inklusive Bilddrehung belohnt.

Aoc G2770pqu Monitor Mhl
Die Verbindung mit dem Smartphone dank MHL funktionierte einwandfrei

Bedienung

Vier analoge Tasten unterhalb des unteren Rahmens bilden die Bedieneinheit des G2770PQU. Sie sind gut zu erfühlen und haben einen knackigen Druckpunkt. Äußerst rechts befindet sich der Standby-Knopf, der zusätzlich als Betriebsleuchte dient. Während des Betriebes leuchtet sie schwach in grün. Im Standby leuchtet sie ebenfalls schwach in orange. Dimmen oder Ausschalten lässt sie sich nicht. Wie bereits erwähnt ist die Beschriftung nur bei guten Lichtverhältnissen zu erkennen. Glücklicherweise gibt es nur vier Tasten, die zu erlernen sind.

Aoc G2770pqu Monitor Tasten
Analoge Tasten mit schwer zu lesender Beschriftung an der Front

OSD

Die rechte Taste dient zum Eintritt in das Menü und zum Betreten der Einstellungsebenen, die Tasten links davon dienen in erster Instanz als Hotkeys. Durch mehrmaliges Drücken der linken Taste, die mit „Auto“ gekennzeichnet ist, wählt man den Signaleingang aus. Innerhalb des Menüs, dient sie in der Hierarchie einen Punkt zurückzugehen, oder das gesamte Menü zu verlassen. Die zweite Taste ist mit „-“ gekennzeichnet. Als Hotkey schaltet sie die „Clear Vision“ Funktion durch mehrmaliges Drücken in die Zustände: aus, schwach, mittel und stark. Innerhalb des Menüs bewegt man sich zurück und reduziert Werte einer aktivierten Funktion. Mit der dritten Taste greift man als Hotkey auf die internen Lautsprecher zu und regelt die Lautstärke hoch. Innerhalb des Menüs hat diese Taste die entgegengesetzte Aufgabe wie die „-“ Taste. Sie ist demnach auch mit „+“ gekennzeichnet.

Das Menü ist groß und ansehnlich gestaltet, verwirrt aber anfangs ein wenig, da sich nicht nur der Cursor bewegt, sondern sich die ganze obere Leiste mit den Hauptpunkten verschiebt. Es besteht aus 7 Hauptkategorien. Sämtliche Einstellungen werden in einer Ebene angezeigt, so dass man alles im Blick hat, sollte man die entsprechende Oberkategorie gewählt haben. Das ist eine sehr gute Lösung, denn übersichtlicher geht es nicht. Nicht verfügbare Einstellungen sind ausgegraut.

Aoc G2770pqu Monitor Osd 1
Einstellungsebene Helligkeit (aus: Handbuch AOC)

Die Einstellungsmöglichkeiten sind vielfältig, aber zum Teil auch überflüssig. Eine von diesen ist beispielsweise die „Öko“ Einstellung unter Leuchtkraft. Hier werden die verschiedenen Modi, die nur die Helligkeit verändern, mit „Sport“, „Internet“ usw. benannt. Kontrast und Helligkeit sind in den verschiedenen Modi fix und können nicht verändert werden. Warum man allerdings bei einer Helligkeit von 60 und einem Kontrast von 50 nun unbedingt spielen soll, erschließt sich uns nicht.

Die Farbtemperatur ist in fünf Werten einstellbar. Einzig die Einstellung „Anwender“ lässt eine Veränderung der Farbkanäle zu. Zusätzlich ist die Einstellung des Kontrastes und der Helligkeit fix, sollte die Einstellung „sRGB“ gewählt werden. In dieser Einstellungsebene besteht noch die Möglichkeit, unter „Dynamic Colour Boost“ bestimmte Farben anzuheben, wie etwa das Blau des Himmels. Ein Demomodus teilt das Bild mittig, so dass sich die Veränderungen direkt vergleichen lassen.

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Einstellungsebene „Farbeinstellungen“ (aus: Handbuch AOC)

Mit dem Punkt „Bildverstärkung“ ist es möglich einen Ausschnitt des Bildes in Helligkeit und Kontrast verändert darzustellen.

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Einstellungsebene „Bildverstärkung“ ist bedingt praxistauglich (aus: Handbuch AOC)

Das Bild-Setup kann aber auch mit der Software „i-Menu“ verändert werden. Diese Software liefert die gleichen Einstellungsmöglichkeiten wie das OSD-Menü, ist jedoch leichter mit der Maus zu bedienen und eine sinnvolle Ergänzung. In unserem Fall konnte der Zweitbildschirm nicht über das DDC/CI-Protokoll gesteuert werden, da dieser beim Scan erst gar nicht gefunden wurde.

Das muss aber nicht für jeden Monitor gelten. Aus Sicherheitsgründen sollte man am Zweitmonitor DCC/CI ausschalten. Ansonsten funktioniert die Software recht gut. Negativ fiel auf, dass das Ansprechverhalten manchmal etwas lang und die Übersetzung in der Ebene „Einstellungen“ alles andere als gelungen ist.

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