Test Monitor AOC q2963Pm
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OSD – Teil 2

In den Farbeinstellungen kann man zwischen sRGB, Normal, Warm, Kühl und Anwender wählen. Im Anwender-Modus können dann auch RGB individuell angepasst werden. Hinter der DCB Einstellung verstecken sich Farbanpassungen für verschiedene Bildinhalte. Im Großen und Ganze ein eher fragwürdiges Feature. Wer braucht schon einen Himmelblau oder Grünes-Feld Modus? Auch die darunterliegende Demo Einstellung die durch eine Split-Screen-Darstellung zeigen soll was sich ändert ist etwas seltsam, zwar sieht man die Kontrastunterschiede, die Farbanpassungen werden jedoch auf den ganzen Schirm angewandt, so dass ein Vergleich nicht möglich ist.

Das Bildverstärkungs-Menü mit seinem „Hellen Rahmen“ bietet die Möglichkeit einen spezifizierten Bildbereich aufzuhellen.

Die Steuerung der Bild im Bild (BiB) Funktion erfolgt über ein weiteres OSD Menü. Man kann den Bildschirm entweder zweiteilen (PBP Einstellung) oder ein kleines Bild einblenden (PIP Einstellung). Im PBP Modus wird das Eingangssignal immer auf ein Vollbild skaliert. Quellen die nicht exakt 1280 x 1090 liefern, werden damit entsprechend gestaucht oder aufgezogen. Da die wenigsten Grafikkarten dieses Format liefern können, hat man praktisch immer ein leicht verzerrtes Bild, der Optimalfall ist dabei noch 1280 x 1024.

Aoc Q2963pm Monitor OSD 2
Aoc Q2963pm Monitor OSD 3
Links: Menü Farbeinstellungen; rechts: Menü Bildverstärkung

Nutzt man die PIP Variante kann man zwischen drei Größen für das eingeblendete Bild wählen, und dieses in eine der vier Ecken oder in der Mitte platzieren. Auch hier werden Eingangssignale ohne Benutzerkontrolle auf das verfügbare Fenster im HD Format hin skaliert.

Aoc Q2963pm Monitor OSD 5
Menü BiB-Einstellungen

Die Audio-Einstellung regelt die Nutzung des Line-In Eingangs wenn die BiB Funktion aktiv ist. Damit kann das Signal das am Klinken-Eingang anliegt, statt des digitalen Signals über den Bildschirm-Anschluss wiedergegeben werden.

Bildqualität

Die Oberfläche des Panels ist matt und wirksam entspiegelt. Seitlich einfallendes Licht oder auch ein Betrachter mit heller Kleidung erzeugt nur schwache Reflektionen auf dem Bildschirm.
Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 90, Kontrast 50, Gamma1, Farbeinstellung Warm. Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Der Grauverlauf ist in der Werkseinstellung einwandfrei, es ist kein Banding zu beobachten. Ein leichter Gelbschimmer taucht in den oberen Graubereichen auf.

Aoc Q2963pm Monitor Grau
Graustufen und -verlauf

Bei der Graustufendarstellung schneidet der AOC q2963Pm sehr gut ab: selbst die hellste und die dunkelsten Stufen werden noch erkennbar dargestellt. Auch wenn man aus extremeren Betrachtungswinkeln auf die Graustufen schaut, so bleiben die hellen Bereich noch differenzierbar. Bei den dunkelsten Werten nimmt dagegen die Erkennbarkeit ab und erst ab etwa dem 5. Feld wird der Unterschied sichtbar.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so wie man es mit bloßem Auge sieht, hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Das Backlight besitzt einen deutlichen Abfall von links nach rechts. Das zweite Bild mit längerer Belichtung ist eigentlich nicht mehr notwendig um zu erkennen, dass der AOC q2963Pm hier eine deutliche Schwäche hat. Die wolkige Aufhellung von links fällt auch in nicht absolut abgedunkelten Räumen auf.

Aoc Q2963pm Monitor Schwarz Normal
Aoc Q2963pm Monitor Schwarz Verlaengert
Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung

Helligkeit, Kontrast und Schwarzwert

Aoc Q2963pm Monitor Kontrast
Helligkeits- und Kontrastverlauf

Die Leuchtdichte (Weißwert) kann linear zwischen 72 und 216 cd/m² eingestellt werden. Die dunkelste Einstellung ist nicht zu niedrig und in sehr dunklen Räumen noch gut verwendbar. Für sehr helle Umgebungen ist die maximale Einstellung allerdings zu knapp bemessen, unser Messwert bleibt sogar noch deutlich unter der ohnehin nicht sehr hohen Herstellerangabe von 250 cd/m². Für die empfohlene Arbeitsplatzhelligkeit von 140 cd/m² ist der Regler auf 47 einzustellen.

Die Schwarzwerte liegen zwischen 0,07 und 0,20 cd/m², daraus errechnet sich ein durchschnittliches Kontrastverhältnis von sehr guten 1.090:1 – ein typischer Wert für aktuelle IPS-Panels. Auch visuell sind Schwarzwert und Kontrast sehr gut.

Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität

Aoc Q2963pm Monitor Frein
Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität beim weißen Testbild

Die Helligkeitsverteilung bei einer weißen Fläche, hat eine sehr gute Bewertung redlich verdient. Schon der Mittelwert von 97,4 Prozent kann sich absolut sehen lassen, doch auch die Verteilung in der Fläche ist sehr gut: lediglich an vier unserer 15 Messpunkte geht die Abweichung ein bisschen über 5 Prozent hinaus.

Bei der Farbreinheit sieht es ganz anders aus. Das mittlere deltaE von 1,6 ist noch ganz zufriedenstellend, doch die beiden Höchstwerte von 3,4 und 4,9 rechts unten führen zur Abwertung auf eine sehr schlechte Note.

Mit dem bloßen Auge wirkt die Bildfläche weitestgehend gleichmäßig, nur ein etwa handbreiter Bereich am rechten Rand wirkt dunkler. Bei normalem Sitzabstand fällt dies allerdings schon mit einem aufziehenden Grauschimmer zusammen, der bei horizontalen Blickwinkeln ab etwa 45 Grad deutlich auffällt. Noch stärker sieht man dies bei vertikalen oder diagonalen Blickwinkeln.

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des AOC q2963Pm bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 60 Grad und vertikalen von +45 und -30 Grad. Seitlich beginnt ab etwa 45 Grad eine Kontrastreduktion, das Bild beginnt blasser zu werden. In der Vertikalen ist die Blickwinkelabhängigkeit etwas stärker, vor allem von unten betrachtet verdunkelt sich das Bild schon bei 20 Grad und der Kontrast nimmt ab.

Aoc Q2963pm Monitor Blickwinkel
Horizontale und vertikale Blickwinkel

Insgesamt jedoch ist die Beeinträchtigung durch den Betrachtungswinkel nicht extrem und bleibt im Rahmen dessen was von aktuellen IPS Panels zu erwarten ist. Bei einem normalen Arbeitsabstand sind Farben und Kontrast auch in den Randbereichen des breiten Bildschirms visuell identisch zu denen in der Mitte.

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