Test Monitor AOC q2963Pm
6/7

0
2716

DVD und Video

Für HD-Zuspieler wie Blu-Ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen bietet der q2963Pm einen HDMI-Eingang an. Als MHL-Port kann dieser Eingang zusätzlich mit entsprechend ausgerüsteten Smartphones und Tablets verbunden werden.

Aoc Q2963pm Monitor Dvd
Test der Videoeigenschaften

Die Voreinstellungen im OSD bieten kein besonderes Cinema-Profil an. Hinter den ähnlich bezeichneten Optionen des Öko-Modus verbirgt sich letztlich nur eine festgelegte Änderung des Helligkeitsreglers in 20er Schritten. Nach unseren Farbmessungen wählten wir daher für das Testvideo die ganz normale Werkseinstellung Warm mit Helligkeit 75, den Overdrive senkten wir auf Schwach.

So eingestellt lieferte der q2963Pm ein scharfes und sehr ansprechendes Bild mit recht kräftigen Farben, die gelegentlich schon etwas bunt wirken. Hauttöne wurden sehr ansprechend und natürlich wiedergegeben. Schwarzwert und Bildkontrast waren hervorragend, die Durchzeichnung von hellen wie dunklen Szenen gelang sehr gut. Nachzieheffekte bei schnellen Szenen haben wir trotz des abgesenkten Overdrives nicht beobachtet.

Die geringe Blickwinkelabhängigkeit der Farbwiedergabe des IPS-Panels ist prinzipiell vorteilhaft, gerät beim extremen Breitformat des q2963Pm allerdings auch an ihre Grenzen. Seitlich sitzende Zuschauer bemerken in dunklen Szenen ein deutliches Glühen (IPS-Glow), das sich bei diagonaler Draufsicht (stehender Betrachter) noch erheblich verstärkt. In sehr hellen Szenen macht sich auch ein grauer Schimmer bemerkbar, vor allem bei Zuschauern, die links vom Monitor sitzen. Von oben und diagonal ist der Schimmer sogar sehr auffällig.

Skalierung,Bildraten und Deinterlacing

Die Optionen für die Anpassung des Bildformats sind im OSD des q2963Pm erst zugänglich, wenn eine andere Auflösung zugespielt wird als die native. Dann allerdings wird – abhängig vom zugespielten Format – einfach jeder Wunsch erfüllt: von 1:1 über 4:3, 16:9, 16:10 und 21:9 ist alles möglich. Nur mit der Automatik hapert es, weshalb man beim Formatwechsel sehr oft ins OSD muss.

Die Skalierung hat allerdings die Eigenart, dass nur Bilder mit 1.080 vertikalen Punkten die volle Höhe des Bildschirms ausnutzen. Alle anderen werden zwar (außer bei 1:1) hochgerechnet, doch stets bleiben nicht nur vertikale sondern auch horizontale Ränder. Das sieht ziemlich willkürlich aus, ist aber bei passend gewählter Einstellung korrekt seitengerecht.

Für ein korrekt skaliertes Vollbild, das sich über den gesamten Bildschirm erstreckt, braucht man einen PC in nativer Auflösung 2.560 x 1.080, oder einen der eher seltenen BD-Player mit 21:9-Option, die vor allem bei vielen Philips-Modellen zu finden ist. Damit funktioniert es einwandfrei, passende Blu-rays liefern ein sehr attraktives Bild ohne die horizontalen Trauerränder. Mehr „echte“ Bildpunkte als bei FullHD bekommt man so natürlich nicht, das Bild ist nur entsprechend weiter hochgerechnet.

AOC nennt im Handbuch nur ganz wenige Bildformate im Videobereich, in der Praxis ist bei progressivem Material allerdings vieles möglich. Die HD-Formate 720 und 1080 werden mit 60p und 50p einwandfrei und ohne sichtbaren Judder wiedergegeben. Sogar 24p von Blu-ray wird störungsfrei angezeigt, hier ist der Judder im Testbild allerdings stärker. Smartphones und Tablets liefern an der MHL-tauglichen HDMI-Buchse mit 30p ebenfalls einwandfreie Bilder.

Auch Halbbildmaterial haben wir getestet, obwohl dies im Handbuch nicht erwähnt wird. Die Überraschung war groß, denn wir bekamen ein einwandfreies und zitterfreies Bild zu sehen. Offenbar verfügt der q2963Pm über einen durchaus leistungsfähigen Deinterlacer. Bei altem SD-Material mit 480i60 oder 576i50, aber auch bei 720i gab es wieder die schon erwähnten schwarzen Balken ringsherum, für ein Bild mit voller Höhe muss dann doch der PC oder BD-Player auf ein 1080er Ausgangsformat skalieren und kann dann auch gleich noch deinterlacen.

Sonstiges

Weitere Optionen wie einen Overscan oder Einstellmöglichkeiten für den korrekten RGB-Signalumfang und das verwendete Farbmodell am HDMI-Eingang werden nicht geboten. Im Test passten die Werte am PC natürlich automatisch, den Blu-ray-Player mussten wir dagegen manuell auf vollen RGB-Umfang einstellen. In der Praxis muss das nicht bei jeder Gerätekombination so sein, doch mangels Einstellmöglichkeit am Monitor empfiehlt es sich in jedem Fall, beim Player auf PC-kompatible RGB-Optionen zu achten.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen

* Sie müssen das Kästchen aktivieren, ansonsten können Sie keinen Kommentar erstellen. Sollten Sie dennoch versuchen Ihren Kommentar zu posten, ohne akzeptiert zu haben, wird eine neue Seite geöffnet und Sie erhalten einen Hinweis. Alle eingetragenen Daten, inklusive des Kommentars, gehen dabei verloren!