Test Monitor Asus ML239H
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Bedienung

Der Asus ML239H verfügt über ein berührungssensitives Bedienfeld. Dieses lässt die Bezeichnungen der Tasten bei erstmaliger Berührung aufleuchten. Leider fischt man so auch beim ML239H in dunklen Räumen zunächst im Trüben. Unglücklicherweise hinterlässt das Bedienfeld des Asus im Test keinen optimalen Eindruck. Die „Tasten“ haben keine Hervorhebung. Die beleuchteten Bezeichnungen erscheinen über den markierten Punkten auf dem Gehäuse. Die „Tasten“ sind extrem schwer zu treffen. Sehr oft reagiert das Bedienfeld nicht auf die Eingabe. Man muss aufgrund des Standfußes mit einer Hand den Monitor festhalten.

Das OSD erscheint direkt nach erster Aktivierung des Feldes mit dem Inhalt, der gewählt wurde. Angesichts der nicht ersichtlichen Funktion vor erstmaliger Bedienung muss man sich die einzelnen Menüs gut einprägen um nicht jedes Mal das falsche Menü zu öffnen. Hinzu kommt, dass das OSD zunächst in der Bildschirmmitte erscheint. Eine Bedienung ist so kaum möglich.

Man sollte sich zunächst über das OSD selbiges in den Bereich des Bedienfelds positionieren. Und selbst dann zeigt das OSD die möglichen Bedienfunktionen nicht im Bereich des Bedienfeldes und mit abweichendem Inhalt an.

Zeitweise hat uns das OSD beziehungsweise dessen Bedienung schon etwas geärgert. Hier fragt man sich, wieso diese moderne Technik der Touchoberfläche so bedienungsunfreundlich ist.

Auch die Power-LED ist ein Touchfeld, jedoch durch die mechanische Wölbung recht leicht zu treffen. Die LED leuchtet genau wie die Tasten weiß. Im Standby pulsiert die LED gemächlich weiß vor sich hin.

Asus Ml239h Monitor Bedienfeld
Bedienfeld als Bedienelement.

Nach erster Berührung des Bedienfelds öffnet sich die gewählte OSD-Funktion. Kurz vorher beginnt die Tastenbeschriftung zu leuchten.

Asus Ml239h Monitor Bedienfeld2
Nach Berührung beleuchtetes Bedienfeld.

OSD

Das OSD des Asus ML239H weist einen zweispaltigen Listenaufbau auf. Durch Betätigung der mittleren Touch-Taste öffnet sich das Menü.

Asus Ml239h Monitor Osd1
OSD-Menü nach Betätigen der „Menü“-Taste.

Betätigt man eine der Tasten neben der mittleren Taste, öffnet sich jeweils entweder das Menü für Helligkeit oder Kontrast als Schnellzugriff.

Asus Ml239h Monitor Osd2
Asus Ml239h Monitor Osd3
OSD-Menü hinter den Tasten „Kontrast“ (links) und „Helligkeit“ (rechts).

Neben dem ersten Menüpunkt für die Wahl des Bildschirm-Preset findet man im zweiten Menüpunkt die Einstellungen für Farbe und Kontrast. Hier lassen sich im User-Mode die einzelnen Farbkanäle justieren.

Asus Ml239h Monitor Osd4
OSD-Menü „Color“.

Das dritte Menü beinhaltet die Einstellmöglichkeiten für analoge Bildkorrekturen, Overdrive-Steuerung und Skalierungs-Funktion.

Asus Ml239h Monitor Osd5
OSD-Menü „Image“.

Der letzte Menüpunkt dient den übrigen Einstellungen wie Lautstärke, Sprache des OSD, Position des OSD und Werks-Reset.

Asus Ml239h Monitor Osd6
OSD-Menü „System Setup“.

Bildqualität

Verbaut wurde beim Asus ML239H ein IPS-Panel mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Der ML239H zeigt in der Werkseinstellung ein leicht zu helles Bild. Die Helligkeitsverteilung wirkt subjektiv gut. Die Farbdarstellung empfinden wir als nicht besonders kräftig und ein schwarzes Bild wirkt sehr hell.

Ein Testbild mit Grauverlauf weist dem ML239H gut sichtbares Banding nach. Dithering hingegen konnten wir nicht feststellen.

Asus Ml239h Monitor Grauverlauf
Foto des Grauverlaufs.

Schwarz-Töne können ab einem Wert von 3 klar vom Hintergrund differenziert werden. Gleiches trifft für Weiß-Töne zu. Hier sind Werte bis 252 gut vom Hintergrund zu unterscheiden.

Asus Ml239h Monitor Test Schwarz
Asus Ml239h Monitor Test Weiss
Foto eines komplett schwarzen Bildes.

Schwarzwert

Was anfangs schon subjektiv aufgefallen ist, erhärtete sich im Laufe der Tests. Der Schwarzwert des ML239H ist alles andere gut. Bei maximaler Helligkeit beträgt dieser tatsächlich 1,06 cd/m². Selbst im kalibrierten Zustand liegt dieser noch bei 0,67 cd/m². Das ist ein wirklich schlechtes Ergebnis. Verstärkt wird der Eindruck durch eine leichte Wolkenbildung vor allem im unteren linken Bereich des Bildschirms.

Asus Ml239h Monitor Schwarz
Foto eines komplett schwarzen Bildes.

Helligkeit

Asus gibt für den ML239H eine maximale Helligkeit von 250 cd/m² an. Unsere Messung ergibt jedoch nur einen Maximalwert von 205 cd/m².

Ungefähr bei halber Helligkeit erreicht man den kalibrierten Zielwert von 140 cd/m². Für die meisten Anwendungen dürfte die Helligkeit des Bildschirms reichen. Für sehr helle Umgebungen kann man den ML239H jedoch nicht uneingeschränkt empfehlen.

Helligkeit Herstellerangabe Gemessen
250 cd/m² 205 cd/m²
k.A. 165 cd/m²
k.A. 153 cd/m²
k.A. 140 cd/m²
k.A. 118 cd/m²
k.A. 95 cd/m²
k.A. 83 cd/m²

Helligkeitsverteilung und Bildhomogenität

Wir untersuchen Helligkeitsverteilung und Bildhomogenität an einem weißen Testbild, das wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die Helligkeitsabweichung in Prozent und das DeltaC (d.h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den zentral gemessenen Wert.

Für das DeltaC liegt die Wahrnehmungsschwelle, in Bezug auf Unbunttöne als Referenz, bereits bei etwa 0,5. Ein DeltaC von 4 sollte nicht signifikant überschritten werden, sonst ist mit größeren Farbstichen zu rechnen.

Die Abweichung der Helligkeit beträgt beim ML239H nur im rechten oberen Eck mehr als 10 Prozent und ist insgesamt gut. Die DeltaC Abweichung liegt deutlich unter 4, als Höchstwert messen wir 3,176 in der rechten unteren Ecke. Das Ergebnis ist soweit in Ordnung.

Asus Ml239h Monitor Homogen Deltac
Asus Ml239h Monitor Homogen Hell
DeltaC-Abweichungen (links) und Leuchtdichte in Prozent (rechts).

Bei minimaler Helligkeitseinstellung und einem komplett weißen Testbild lassen sich Schwächen in der Helligkeitsverteilung am besten ausmachen. Das etwas dunklere Eck rechts oben ist hier minimal zu erkennen, stört aber in der Praxis wenig.

Asus Ml239h Monitor Weiss
Weiß-Ausleuchtung.

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