Test Monitor BenQ E2400HD
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Das Panel des BenQ E2400HD liefert ein überwiegend homogenes Bild. Leichte Abweichungen, die nur zum Teil auf der TN-Technik beruhen, lassen sich bei vollflächigen, homogenen Flächen feststellen, bleiben aber in jedem Fall auf vertretbarem Niveau.

Der BenQ E2400HD verfügt nicht über einen erweiterten Farbraum. Das ist in Anbetracht seiner Marktpositionierung als Multimedia-Display eine gute Entscheidung. Die heute üblichen Videoquellen basieren auf Farbräumen, die gut mit sRGB vergleichbar sind. Displays mit erweitertem Farbraum zeigen hier sehr gesättigte Farben, die sich mit Bordmitteln auch kaum korrigieren lassen. Mit dem BenQ E2400HD umschifft man diese Problematik elegant. Bildbearbeitung mit AdobeRGB als Quellfarbraum ist so natürlich kaum vernünftig durchzuführen, aber dafür wurde das Display auch nicht konzipiert.

Helligkeitsverteilung

Die gemessene Helligkeitsabweichung zum oberen Bildschirmrand liegt bei maximal 15 Prozent, während die entsprechende Abweichung zum unteren Bildschirmrand bei 17 Prozent liegt. Beide Maxima liegen in der linken Hälfte des Panels. Im Durchschnitt sind es gut 8 Prozent.

Benq E2400hd Monitor Benq E2400hd Ausleuchtung
Benq E2400hd Monitor Benq E2400hd Ausleuchtung2
An 15 Messpunkten wurden die Helligkeitswerte (linkes Bild) und die Farbtemperatur (rechtes Bild) ermittelt.

Insgesamt liefert der E2400HD bei der Helligkeitsverteilung ein noch gutes Ergebnis, zumal die Abweichungen über große Flächen des Bildschirms deutlich geringer sind. Nach einer Kalibrierung mit einem Zielgamma von 2,2 wird dieser Wert stabil über große Teile des Panels gehalten.

Das Kontrastverhältnis für den E2400HD liegt laut BenQ bei 1.000:1 und steigt unter Nutzung der dynamischen Kontrastregelung auf 10.000:1. Diesen Wert konnten wir im Verlauf des Tests nicht verifizieren. In der Werkseinstellung messen wir mit 776:1 einen geringeren Wert, der aber keinen Anlass zur Kritik gibt. Nach erfolgter Kalibrierung auf eine Helligkeit von 140 cd/m² steigt der Kontrast noch auf 932:1 und liegt somit sehr nahe an der Herstellerangabe.

In der Standardeinstellung liegt der Kontrastwert bei 50 Prozent und stellt damit eine sinnvolle Vorgabe dar. Tonwerte sind in dieser Einstellung ab der dritten Stufe sichtbar. Am anderen Ende des Spektrums löst der Monitor noch bis drittletzten Stufe auf. Eine Verringerung des Kontrastes macht keine weiteren Tonwerte sichtbar. Eine Erhöhung des Kontrastes über den Mittelwert hinaus lässt mehr und mehr helle Tonwerte wegfallen. Bei 60 Prozent sind die ersten fünf Stufen weiß.

Die dynamische Kontrastregelung arbeitet sehr aggressiv und sorgt für ein sichtbares Helligkeitspumpen. Unsere Empfehlung lautet daher, diese Funktion nicht zu nutzen. Das Kontrastverhältnis ist bereits ohne Tricks absolut ausreichend.

Benq E2400hd Monitor Benq E2400hd Kontrast
Die Differenzierung heller und dunkler Graustufen wurde mittels entsprechender Testbilder überprüft.

Bei 100 Prozent Helligkeit messen wir eine Leuchtdichte von 290 cd/m². Damit wird die Werksangabe von 300 cd/m² nur unwesentlich verfehlt. Viele Geräte erreichen heute im Maximum zwar höhere Werte, die allerdings, außer in der prallen Sonne, keine Vorteile bringen. Im Gegenteil – Bildschirme mit hoher Maximalhelligkeit haben oft Probleme, auf eine geringere Helligkeit abgesenkt zu werden.

Mit einem Minimum von gerade einmal 70 cd/m² gibt sich der BenQ E2400HD hier keine Blöße und eignet sich damit auch gut für dunkle Umgebungen. Der Schwarzpunkt liegt in dieser Einstellung bei 0,08 cd/m². Somit verbleibt auch bei 0 Prozent Helligkeit ein Kontrastverhältnis von über 850:1. Ein sehr gutes Ergebnis.

Blickwinkel

Der maximale Blickwinkel des BenQ E2400HD beträgt laut Hersteller 170 Grad in der Horizontalen und 160 Grad in der Vertikalen. Die Angaben beruhen auf einem Restkontrast von 10:1. Leider erweisen sich diese Werte bei TN-Panels in der Realität meist als völlig überzogen und sind somit nur sehr bedingt aussagekräftig.

Wichtiger als die Blickwinkelangabe unter Einbeziehung des Restkontrastes, ist die tatsächliche subjektive Blickwinkelstabilität ohne sichtbare Farbverfälschungen, Negativeffekte oder einer sichtbaren Helligkeitsreduzierung. Was nützt ein rechnerischer 170 Grad Blickwinkel bei 10:1 Restkontrast, wenn das Bild bei seitlicher Betrachtung eine deutliche Einfärbung ins bräunliche aufweist.

Benq E2400hd Monitor Benq E2400hd Blickwinkel
Blickwinkel des BenQ E2400HD.

Die sichtbaren Unterschiede beim Blickwinkel sind bei aktuellen TN-Panels weitestgehend gering. Und so erfüllt auch der BenQ E2400HD exakt unsere Erwartungen. In der Horizontalen ist die Blickwinkelstabilität groß genug, um auch mehreren Zuschauern ein Bild mit nur geringen Farbverfälschungen und Kontrastverlusten präsentieren zu können.

In der Vertikalen sind die Einschränkungen deutlich größer, besonders was Abweichungen nach unten betrifft. Irgendwann schlagen die Farben hier dann ins Negative um. Schon vorher treten sichtbare Sättigungs- und Kontrastverluste auf. Naturgemäß schlagen sich hier Geräte mit IPS- oder VA-Panel deutlich besser.

Ausmessung und Kalibration

Wir haben im Folgenden den BenQ E2400HD bezüglich seiner Farbechtheit überprüft und getestet, wie gut sich der TFT-Monitor kalibrieren lässt. Die Ergebnisse sind hauptsächlich für die Grafik- und Fotobearbeitung interessant. Für den Office-Betrieb und Spiele sind sie größtenteils vernachlässigbar, da bei diesen Anwendungen der subjektive Eindruck überwiegt.

Zunächst haben wir den maximalen Farbraum des TFTs ermittelt und einerseits mit dem Druckfarbraum Isocoated und andererseits mit dem sRGB-Farbraum verglichen.

Den Vergleich mit AdobeRGB und ECI-RGB 2.0 verwenden wir nur bei Geräten, die über einen erweiterten Farbraum verfügen. Der BenQ E2400HD deckt hier gerade einmal 81 bzw. 73 Prozent ab.

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