Test Monitor BenQ E2400HD
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Anschlüsse

Die Gehäuserückseite birgt die Signaleingänge des BenQ E2400HD. Dabei geht es sehr übersichtlich zu. Analoge Signale können über den D-Sub VGA-Eingang zugespielt werden, während digitale Signale per HDMI- oder DVI-Eingang verarbeitet werden.

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Die Signaleingänge des BenQ E2400HD.

Audiosignale können über einen 3,5 Zoll Klinkenstecker übertragen werden. Alternativ akzeptiert der BenQ E2400HD aber auch PCM-Signale per HDMI. Die Wiedergabe erfolgt über zwei integrierte Boxen. Seitlich am Gehäuse befindet sich noch ein 3,5 Zoll Klinkenstecker für den Anschluss eines Kopfhörers.

Benq E2400hd Monitor Benq E2400hd Audio
Der Kopfhörerausgang des BenQ E2400HD wurde seitlich platziert.

Abgesehen von der Kaltgerätebuchse gibt es keine weiteren Anschlüsse.

Bedienung

Die Bedienung des BenQ E2400HD erfolgt über fünf Tasten, die seitlich am Gehäuse angebracht sind. Der Druckpunkt ist schlecht und die Bedienung erfordert relativ viel Kraft. Die weiße Beschriftung auf der Vorderseite ist am Tag gut zu lesen. In dunklen Umgebungen hilft aber selbst die Helligkeit des Panels nicht, die Tasten sind nur schwer zu identifizieren. Auch wenn sich die seitlichen Tasten gut in das Gesamtdesign einfügen und eine Einheit mit der silbernen Einfassung bilden, wäre eine frontale Anbringung deutlich benutzerfreundlicher.

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Menütasten des BenQ E2400HD und Beschriftung.

Mit der Taste „AUTO“ führt der Bildschirm, bei Zuspielung per D-Sub-VGA, eine Auto-Justierung durch. Diese kann über das OSD manuell verfeinert werden. Die Taste „MENU“ dient zum Aufruf des OSD und Rücksprung aus einem Untermenü in das übergeordnete Menü. Befindet man sich bereits in der obersten Eben, wird das OSD verlassen.

Das nächste Tastenpaar (Pfeiltasten) ermöglicht je nach Auswahl die Navigation durch das Menü in horizontaler und vertikaler Richtung. Werden die Tasten außerhalb des OSDs verwendet, können die Lautstärke der integrierten Boxen und der Bildmodus direkt verändert werden.

Die Taste „ENTER“ bestätigt eine Eingabe und springt in das Untermenü der Auswahl. Mit einem separaten Aufruf kann man die drei Signaleingänge in serieller Folge durchlaufen.

Im Vergleich zur den eher mäßigen Eingabetasten, ist das OSD selbst in Sachen Aufbau gut gelungen. Über fünf Hauptmenüpunkte gelangt man zu allen wichtigen Funktionen. Dabei wirkt keines der Untermenüs überfrachtet, da BenQ sich auf das Wesentliche beschränkt hat, ohne auf wichtige Funktionen zu verzichten.

OSD

Display
Dieser Menüpunkt ist nur bei Signalzuführung per D-Sub VGA auswählbar. Das Bild kann in horizontaler und vertikaler Richtung verschoben werden. Eine Feinabstimmung von Takt und Phase ist ebenfalls möglich und auf Wunsch wird die Justage auf das Eingangssignal automatisch durchgeführt.

Benq E2400hd Monitor Benq E2400hd Menue Display
 

Picturen Hinter diesem Menüpunkt verbergen sich wichtige Einstellungen, die die Bilddarstellung beeinflussen. Neben Helligkeit und Kontrast können die RGB-Kanäle im Usermodus individuell verändert und die Schärfe der Skalierung festgelegt werden. Allerdings sind diese Funktionen nur im Bildmodus „Standard“ verfügbar. Die dynamische Kontrastregelung kann dagegen nur in den Bildmodi „Photo“, „Dynamics“ und „Movie“ eingeschaltet werden.

Benq E2400hd Monitor Benq E2400hd Menue Picture
Benq E2400hd Monitor Benq E2400hd Menue Color
 

Picture Advancedn Der Benutzer kann unter diesem Menüpunkt fünf zur Verfügung stehende Bildmodi („Standard“, „Movie“, „Dynamics“, „Photo“ und „sRGB“) auswählen. Die wenig aussagekräftige Option „Senseye Demo“ schaltet bei Verwendung von „Movie“, „Dynamics“ oder „Photo“ in den Splitscreen-Modus und zeigt den Unterschied zum „Standard“-Modus.

Das Interpolationsverhalten kann, sofern nicht in der nativen Auflösung zugespielt wird, unter „Display Mode“ bestimmt werden.

Benq E2400hd Monitor Benq E2400hd Menue Picture Advanced
Benq E2400hd Monitor Benq E2400hd Menue Aspect
 

Audion Wird dem BenQ E2400HD ein Audiosignal zugespielt, kann hier die Wiedergabelautstärke eingestellt und die Signalquelle (HDMI oder Klinkenstecker) festgelegt werden.

Benq E2400hd Monitor Benq E2400hd Menue Audio
 

Systemn Neben Quellenwahl, Verhinderung der Kommunikation per DDC und Rücksetzung in den Werkszustand, kann man über diesen Menüpunkt auch das OSD anpassen. Leider beschränkt sich diese Anpassung auf eine Verschiebung in horizontaler und vertikaler Richtung, Auswahl der Menüsprache und Festlegung der Anzeigedauer. Eine Skalierung des OSD ist nicht möglich.

Benq E2400hd Monitor Benq E2400hd Menue System
Benq E2400hd Monitor Benq E2400hd Menue Osd
 

Bildqualität

Im BenQ E2400HD kommt ein reaktionsschnelles TN-Panel zum Einsatz. Aktuell arbeiten Geräte, die diesen Paneltyp verwenden, meist mit 6-Bit pro Farbkanal. Das gilt auch für das Panel des BenQ. Der geringe Tonwertumfang wird durch den Einsatz einer HiFRC-Schaltung kompensiert, die den Eindruck von 16,7 Millionen darstellbarer Farben sichern soll.

Hierbei werden Farben, die das Gerät nicht nativ darstellen kann, simuliert, indem ein Pixel im Verlauf mehrerer Frames verschiedene Farbtöne annimmt, die dann im Gehirn zum gewünschten Farbeindruck verschmelzen.

Wenn die HiFRC-Implementierung sauber erfolgt, ist das Ergebnis durchaus ansprechend und der Bildeindruck kommt einem echten 8-Bit Panel erstaunlich nahe. Allerdings kann es bei mäßiger Umsetzung zu sichtbaren Dithering-Effekten und teils erheblichem Flimmern, besonders in dunklen Farbtönen oder speziellen Mustern kommen.

Für den BenQ E2400HD können wir allerdings Entwarnung geben. Der 24-Zoller reiht sich damit in die immer länger werdende Liste von Geräten mit HiFRC-Schaltung ein, die von Negativeffekten nur partiell betroffen sind. Dithering-Muster sind uns kaum aufgefallen. Die Flimmerneigung war nur sehr gering ausgeprägt. Hier musste mit speziellen Mustern regelrecht nachgeholfen werden, um diesen Effekte überhaupt sichtbar zu machen.

Benq E2400hd Monitor Benq E2400hd Grauverlauf
Test der Qualität von Farbverläufen am BenQ E2400HD.

Die Farbverläufe fallen in der Werkseinstellung absolut sauber aus. Nicht eine einzige gröbere Abstufung trübt hier das Bild. Gemessen an Panel und Elektronik, ist das eine erstaunliche Leistung. Erst bei Absenkung des Kontrastes auf unter 30 Prozent tritt leichtes Banding in dunkleren Farbtönen auf. Das gilt auch für die Darstellung nach der Kalibrierung, wobei Blau- und Grünverlauf faktisch keine Änderung gegenüber der Ausgangssituation zeigen.

Die Ausleuchtung ist gut, die oft üblichen Aufhellungen zu den Rändern hin sind beim BenQ E2400HD kaum vorhanden. Der Schwarzwert kann bei reduzierter Helligkeit überzeugen. 0,15 cd/m² bei einer Leuchtdichte von 140 cd/m² sind ein guter Wert, der durch das dimmbare Backlight erreicht wird. Damit liegt der Monitor auf dem Niveau guter VA-Panels, die allerdings eine deutlich höhere Blickwinkelstabilität aufweisen und schon deswegen über die Fläche noch dunkler wirken.

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Die Ausleuchtung des BenQ E2400HD ist sehr gleichmäßig.

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