Test Monitor BenQ G2400WT
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Interpolation

Aufgrund der wachsenden Bildschirmgrößen und damit auch der Auflösung ist es heutzutage immer wichtiger auf eine gute Interpolation zu achten, da nicht jeder PC in der Lage ist, den Bildschirm in 3D-Spielen mit der nativen Auflösung zu füttern.

Bei der Skalierung kommt es immer zu Qualitätsverlusten. Eine Möglichkeit den Verlust zu vermeiden, ist die pixelgenaue Anzeige, die inzwischen viele Monitore bieten. Dazu gehört auch der BenQ G2400WT. Dieser Abschnitt soll zeigen, wie sich der BenQ dabei schlägt, das Bild auf die volle Bildfläche zu interpolieren und ob er nicht native Auflösungen seitengerecht wiedergeben kann. Neben der Vollbildanzeige bietet der BenQ nämlich auch die seitengerechte Darstellung und wie bereits erwähnt das 1:1 Pixelmapping an.

Streckung auf Vollbild (Schärferegler auf Stufe drei von fünf):

Benq G2400wt Monitor Benq G2400wt Interpolation 1920x1200
Die native Auflösung 1.920 x 1.200.
Benq G2400wt Monitor Benq G2400wt Interpolation 1920x1080
Benq G2400wt Monitor Benq G2400wt Interpolation 1280x800
Links: Auflösung 1.920 x 1.080; Rechts: Auflösung 1.280 x 800.
Benq G2400wt Monitor Benq G2400wt Interpolation 1440x900
Benq G2400wt Monitor Benq G2400wt Interpolation 1680x1050
Links: Auflösung 1.440 x 900; Rechts 1.680 x 1.050.

Das Seitenverhältnis ist bei allen Auflösungen bis auf 1.920 x 1.080 gleich (16:10). Die native Auflösung bietet das schärfste Bild, weil jedem Pixel des Signals ein Pixel auf dem Bildschirm zugeordnet ist. Verändert man nun die Auflösung, muss ein Pixel des Signals auf mehrere Pixel gestreckt werden. Es entsteht die typische Schattenbildung. Besonders bei 1.440 x 900 verliert das Bild sichtlich an Schärfe.

Wie schon erwähnt bietet der G2400WT auch eine seitengerechte Darstellung. Die folgenden Fotos zeigen die Auflösung 1.280 x 1.024 gestreckt und seitengerecht:

Benq G2400wt Monitor Benq G2400wt Interpolation 1280x1024 Gestreckt
Benq G2400wt Monitor Benq G2400wt Interpolation 1280x1024 Seitengerecht
Auflösung 1.280 x 1.024: links gestreckt und rechts seitengerecht.

Wie man eindeutig sieht, ist das Bild nun nicht mehr gestreckt; eine Schattenbildung ist aber weiterhin erkennbar. Abhilfe schafft hier nur das 1:1 Pixelmapping.

Bei der Interpolation verschiedener Auflösungen reagiert der BenQ unterschiedlich. Die Auflösung 1.280 x 1.024 stellt der G2400WT nach Wunsch als Vollbild, seitengerecht oder 1:1 korrekt dar. Das Full-HD-Signal 1.920 x 1.080 dagegen lässt den Benutzer gar nicht erst in das Darstellungsmenü und wird somit nach oben gestreckt (Vollbild) angezeigt.

Wieder anders reagiert der Monitor auf die Auflösung 1.280 x 720. Diese gibt er mit der Einstellung „Vollbild“ auch wirklich als Vollbild wieder, während er beim 1:1 Mapping lediglich die Breite korrekt darstellt, das Bild aber nicht im 16:9, sondern im 4:3 Format anzeigt und somit der Sinn der 1:1 Darstellung komplett verfehlt wird. Die seitengerechte Darstellung wird ebenfalls nicht in 16:9, sondern in 4:3 dargestellt.

Ähnlich verhält es sich in anderen Auflösungen, 16:10 Auflösungen können nur auf Vollbild gestreckt werden, das 1:1 Mapping ist nicht auswählbar.

Interpolation in Spielen

Im Spiel Anno 1701 können viele scharfe Kanten beobachtet werden, die das Interpolationsverhalten gut widerspiegeln. Als Anhaltspunkt soll insbesondere die im Wind hängende Fahne dienen. Anti-Aliasing, welches die Treppenbildung an Kanten vermindert wurden im Treiber und im Spiel deaktiviert.

Benq G2400wt Monitor Benq G2400wt Interpolation 1920x1200 Game
Benq G2400wt Monitor Benq G2400wt Interpolation 1680x1050 Game
Link 1.920 x 1.200 und rechts 1.680 x 1.050.
Benq G2400wt Monitor Benq G2400wt Interpolation 1440x900 Game
Benq G2400wt Monitor Benq G2400wt Interpolation 1280x800 Game
Links 1.440 x 900 und rechts 1.280 x 800.
Benq G2400wt Monitor Benq G2400wt Interpolation 1280x1024 Seitengerecht Game
Benq G2400wt Monitor Benq G2400wt Interpolation 1280x1024 Gestreckt Game
Auflösung 1.280 x 1.024: links seitengerecht und rechts gestreckt auf Vollbild.

Die Interpolation in Spielen zeigt keine Schwächen. Es werden keine Details verschluckt und Qualitätsverminderungen hängen nur mit der jeweils geringeren Auflösung zusammen.

In Sachen Hardwareinterpolation bietet der G2400WT nichts Halbes und nichts Ganzes. Die Streckung auf Vollbild gibt er gut wieder und bei der seitengerechten und der 1:1 Darstellung versagt er je nach Auflösungsverhältnis die Anzeige entweder komplett oder liefert ein korrektes Bild. Die Interpolationsfunktionen scheinen im G2400WT nicht korrekt implementiert worden zu sein.

Dennoch kann man dem BenQ G2400WT insgesamt, bei der Interpolation auf Vollbild und bei den Auflösungen wo es klappt, eine gute Interpolation nachsagen. Zwar funktioniert die Hardwareinterpolation nicht hundertprozentig, spielrelevante Auflösungen wie 1.280 x 1.024, 1.600 x 1.200 und 1.024 x 768 werden aber nach Wunsch seitengerecht, auf Vollbild oder 1:1 dargestellt. Leider ist dies bei 16:10 und 16:9 Auflösungen nicht der Fall. Wegen der nicht korrekt interpolierten Widescreenformate werten wir die Interpolationsleistung mit insgesamt befriedigend.

Anwendungen

Die 24 Zoll typische Auflösung von 1.920 x 1.200 bietet wie gewohnt viel Platz für den Multitaskingbetrieb oder Anwendungen mit großem Platzbedarf.

Benq G2400wt Monitor Benq G2400wt Ps
Bei der Foto- und Bildbearbeitung treten bei 1.920 x 1.200 Pixel nur selten Platzprobleme auf.

Zwei DinA4 passen bei einer Zoomstufe von 100 Prozent sowohl in Word als auch im Adobe Reader problemlos nebeneinander.

Benq G2400wt Monitor Benq G2400wt Adobereader
Das Manual des G2400WT ist durch die hohe Auflösung komfortabel zu lesen.

Durch die Verbindung von hoher Auflösung und Pivot-Funktion zeigt der G2400WT besonders beim Surfen seine Stärken. Während im Landschaftsmodus an den Rändern meist eine Menge Platz verschenkt wird, bekommt man im Portraitmodus die meisten Seiten sehr übersichtlich zu sehen, womit das Scrollen größtenteils der Vergangenheit angehört.

Benq G2400wt Monitor Benq G2400wt Pivotanwendung
Die PRAD Webseite übersichtlich dargestellt im Portraitmodus.

Reaktionsverhalten

BenQ gibt für den G2400WT eine Reaktionszeit von 5 Millisekunden an. Laut der Spezifikationsdaten schaltet das verwendete TN-Panel sogar nur in 2 Millisekunden von Grau-zu-Grau.

Benq G2400wt Monitor Benq G2400wt Crysis
Bild aus dem Spiel „Crysis“.

Zur Beschleunigung der Flüssigkeitskristalle hat BenQ eine Overdriveschaltung implementiert, welche die Reaktionszeit der Flüssigkeitskristalle erhöhen soll. Diese Funkion nennt sich „AMA“ – Kurzform von Advanced Motion Accelerator. Ist die Overdrivefunktion schlecht integriert, kommt es entweder zum Inputlag oder zu einem Koronaeffekt, der bewegte dunkle Konturen hell nachleuchten lässt. Das Menü des G2400WT erlaubt es, AMA komplett abzuschalten.

Benq G2400wt Monitor Benq G2400wt Quake
Bild aus dem sehr schnellen Shooter „Quake 3“. Durch die schnelle Reaktionszeit und den fast nicht vorhandenen Inputlag zeigt das Panel hier seine Stärken.

In Spielen überzeugt das reaktionsschnelle TN-Panel: Es zeigt sich nur die TFT bedingte Bewegungsunschärfe in einem äußerst geringen Maße.

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