Test Monitor BenQ SW320
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Profilvalidierung

Benq Sw320 Monitor Val
 

Der BenQ SW320 zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergibt keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Sowohl die Graubalance als auch die Farbwerte sind ausgezeichnet.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Benq Sw320 Monitor Kal Srgb
 

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Insgesamt ist das Ergebnis sowohl bei den Farbwerten als auch bei den Grauwerten ausgezeichnet.

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Vergleich mit Adobe RGB (farbtransformiert)

Benq Sw320 Monitor Kal Argb
 

Praktisch das gleiche Bild finden wir beim Vergleich mit dem Adobe-RGB-Farbraum. Die Grauwerte haben sich sogar noch mal leicht verbessert. Die im Vergleich zu anderen Farben etwas höhere Abweichung bei Blau fällt auch hier mit einem Delta E von gerade mal 1,2 nur deshalb auf, weil die anderen Werte so extrem gut sind.

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Vergleich mit ECI-RGB 2.0 (farbtransformiert)

Benq Sw320 Monitor Kal Eci Rgb
 

In sRGB und Adobe RGB treten aufgrund des großen Farbumfangs beim BenQ SW320 faktisch keine Out-of-Gamut-Farben auf. Einige gesättigte Tonwerte in ECI-RGB v2 können dagegen nur näherungsweise durch eine Abbildung auf die Farbraumgrenze dargestellt werden. Damit steigt auch die Gefahr von Tonwertabrissen in diesen Bereichen. Eine Abdeckung von 87 % dieses Farbraums ist dennoch gut.

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Farbraumemulationen

Farbraumemulationen dienen dazu, den Farbraum des Monitors auf einen gewünschten Zielfarbraum zu begrenzen. Das ist immer dann notwendig, wenn eine genaue Farbwiedergabe gefordert ist, aber die verwendeten Anwendungen bzw. Signalquellen kein Farbmanagement unterstützen. Das wären z. B. Office-Anwendungen, die meisten Internetbrowser oder externe Signalquallen wie BD-Player.

Mit den Werks-Presets für sRGB und Adobe RGB bringt der BenQ SW320 praktisch bereits zwei Farbraumemulationen ab Werk mit. Wir haben im Folgenden getestet, ob sich diese mit Hilfe von Color Navigator noch einmal verbessern lassen.

Vergleich der sRGB-Emulation mit sRGB

Benq Sw320 Monitor Emul Srgb
 

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Vergleich der Adobe-RGB-Emulation mit Adobe RGB

Benq Sw320 Monitor Emul Argb
 

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In beiden Fällen haben sich im Vergleich zu den Werks-Presets die Farbwerte von „gut“ auf „sehr gut“ verbessert. Im Gegenzug hat sich aber die Graubalance von „sehr gut“ auf „zufriedenstellend“ verschlechtert. Der Gammaverlauf entspricht nur bei Adobe RGB der Norm. Insofern sind die Werks-Presets sehr gut gewählt und konnten durch die Farbraumemulation hier nicht verbessert werden. Dazu fehlt es in der BenQ-Software zur Hardware-Kalibration auch noch an ein paar Einstellmöglichkeiten wie z. B. der zugrunde gelegten Tonwertkurve.

Reaktionsverhalten

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 5 ms für GtG genannt. Eine von BenQ „AMA“ getaufte Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden. Beim BenQ SW320 gibt es nur die Stellungen „Ein“ und „Aus“. In der Werkseinstellung ist AMA aktiviert.

60 Hz, Overdrive „Aus“

Das Schaltzeitendiagramm zeigt unter anderem, wie sich verschiedene Helligkeitssprünge addieren, wie schnell der Monitor in der Werkseinstellung im besten Fall reagiert und von welcher mittleren Reaktionszeit ausgegangen werden kann.

Wie man in der Grafik sieht, ist selbst in der Einstellung „Aus“ ein leichter Overdrive aktiv.

Benq Sw320 Monitor 60Hz Schaltzeiten Aus
Benq Sw320 Monitor 60Hz Gtg Aus
60 Hz (Overdrive „Aus“): Gemächliche Schaltzeiten, leichte Überschwinger

60 Hz, Overdrive „Ein“

Im Vergleich dazu werden in der Werkseinstellung „Ein“ die Schaltzeiten effektiv verkürzt, wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 16,2 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 9,5 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 14 ms. Der CtC-Wert konnte ebenfalls von 10,6 auf 8,2 ms verkürzt werden. Kritische Farbübergänge stellen somit für den BenQ SW320 keinerlei Hürden dar.

Wir empfehlen, den BenQ in der Werkseinstellung zu betreiben, da die Reaktionszeiten hier effektiv verkürzt werden und die etwas höheren Überschwinger noch in einem akzeptablen Bereich bleiben.

Benq Sw320 Monitor 60Hz Schaltzeiten Ein
Benq Sw320 Monitor 60Hz Gtg Ein
60 Hz (Overdrive „Ein“): Verkürzte Schaltzeiten, akzeptable Überschwinger

Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen in dem Pegel und der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Benq Sw320 Monitor 60Hz Netz Aus
Benq Sw320 Monitor 60Hz Netz Ein
60 Hz, Overdrive „Aus“ und „Ein“

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