Test Monitor BenQ SW320
4/9

0
38135

Bildhomogenität

Benq Sw320 Monitor Helligkeitsverteilung
Benq Sw320 Monitor Farbreinheit
Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität beim weißen Testbild

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in Prozent und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert. Die Wahrnehmungsschwelle für Helligkeitsunterschiede liegt bei etwa 10 bis 20 %.

Die Helligkeitsverteilung ist mit einem Durchschnittswert von 8,92 % und einem Maximalwert von 15,68 % jeweils zufriedenstellend. Das Gleiche gilt auch für die Farbhomogenität. Die Maximalabweichung beträgt in der oberen rechten Ecke 3,25 Delta C.

Deutlich besser sieht es allerdings aus, wenn man sich die riesige Display-Fläche vergegenwärtigt und sich bei den Werten vor allem auf den am häufigsten genutzten Bereich in der Mitte konzentriert.

Um das für unsere Leser – abseits von obigen Zahlentabellen – besser sichtbar zu machen, haben wir noch ein Foto von einem Weißbild beigefügt. Das Foto ist hier zur besseren Sichtbarkeit absichtlich so aufgenommen, dass das Weiß des Monitors etwa als mittleres Grau dargestellt wird. Das unten stehende Bild ist ferner noch extrem hinsichtlich Kontrasts angepasst. Mit freiem Auge würde man die Vignettierung so nicht sehen.

Benq Sw320 Monitor Weissbild
Helligkeits- und Kontrastverlauf des BenQ SW320

Trotz der extremen Kontrastmanipulation sieht man deutlich einen sehr großen, relativ gleichmäßig hellen Bereich in der Bildmitte, also dort, wo man normalerweise in Photoshop arbeitet. Auf den Randbereich liegen dagegen normalerweise wenige bildrelevante Menüs und Werkzeugleisten. Das gilt natürlich grundsätzlich auch für kleinere Displays wie 27-Zoll- und 24-Zoll-Geräte. Allerdings arbeitet man an einem 32-Zoll-Gerät definitiv automatisch ganz anders als an einem 24-Zoll-Monitor. So gesehen ist das Ergebnis subjektiv wie messtechnisch an sich ziemlich gut.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Benq Sw320 Monitor Coating
Benq Sw320 Monitor Refcoat
Links das Coating des BenQ SW320, rechts das Referenzbild

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der BenQ SW320 besitzt eine stumpf-matte Oberfläche mit mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion.

Blickwinkel

Die Werksangabe für den maximalen Blickwinkel liegt bei 178 Grad in der Horizontalen und Vertikalen. Das sind die für moderne IPS- und VA-Panels typischen Werte.

Das Foto zeigt den Bildschirm des BenQ SW320 bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 60 Grad und vertikalen von +45 und -30 Grad. Auch bei extremeren Blickwinkeln bleiben die Farben dank des IPS-Panels sehr stabil. Wahrnehmbar sind vor allem die verminderte Helligkeit und eine etwas schlechtere Zeichnung in dunklen Bildbereichen. Bewegt man den Kopf seitlich bis an den rechten oder linken Bildschirmrand des riesigen Displays, ist die Zeichnung im schwarzen Rippenshirt der Damen auf der Abbildung noch zu erkennen. Geht man darüber hinaus, verschmilzt alles zu einer schwarzen Fläche. Der Kontrasteindruck selbst leidet kaum.

Benq Sw320 Monitor Blickwinkel
Horizontale und vertikale Blickwinkel

Die auf das Schwarzbild bezogene Blickwinkelabhängigkeit fällt bei einem Bild mit recht gemischten Inhalten wie diesem kaum auf. Allerdings ist uns in puncto Blickwinkelabhängigkeit/Homogenität nach längerem Test doch etwas aufgefallen, worauf wir in der subjektiven Beurteilung eingehen.

Interpolation

Der BenQ SW320 liefert bei den Skalierungsfähigkeiten eine starke Vorstellung ab. Der Bildschärferegler wirkt dabei auch an den digitalen Eingängen. Die Standardeinstellung ab Werk von 5 ist gut gewählt und wurde von uns nicht verändert.

Für von der nativen Auflösung abweichende Eingangssignale bietet der BenQ SW320 die Optionen „Vollbild“ (ggfls. verzerrt), „Seitenverhältnis“ (unverzerrt) und auch eine pixelgenaue 1:1-Darstellung an.

Benq Sw320 Monitor Gitter Nativ
Benq Sw320 Monitor Gitter 1080p
Testgrafik: Links nativ, rechts 1280-x-720-Vollbild
Benq Sw320 Monitor Text Nativ
Benq Sw320 Monitor Text 1080p
Textwiedergabe: Links nativ, rechts 1280-x-720-Vollbild

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist erwartungsgemäß sehr gut. Aufgrund des ganzzahligen Teilers hat die Interpolation bei der Full-HD-Auflösung 1080p besonders leichtes Spiel. Bei 1280 x 720 sieht man, dass die notwendige Pixelvergrößerung hauptsächlich durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte bewirkt wird. Dies führt zu etwas fetteren Konturen mit leichtem Unschärfeeindruck. Farbsäume treten nicht auf.

In allen interpolierten Auflösungen sind die Lesbarkeit von Texten und die Abbildung der Testgrafik – dem Skalierungsgrad entsprechend – gut bis sehr gut. Die unvermeidlichen Interpolationsartefakte fallen gering aus. Auch Texte mit fetten Buchstaben bleiben gut leserlich. Erfreulich ist auch, dass in allen getesteten Auflösungen problemlos eine verzerrungsfreie, maximal flächenfüllende Darstellung möglich ist.

Signal Verzerrungsfreie, maximal flächenfüllende Wiedergabe Unskalierte Wiedergabe
HD (1080p) ja ja
HD (720p) ja ja
PC (5:4) ja ja
PC (4:3) nein ja
PC (16:10) ja ja
PC (16:9) ja ja

Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert. Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-Rite-i1-DisplayPro-Colorimeter und ein X-Rite-i1-Pro-Spektrophotometer eingesetzt.

Farbraumvergleich in CIELAB (D50)

Die folgenden Darstellungen basieren auf den farbmetrischen Daten nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt. Das Bezugsweiß für die Aufbereitung in CIELAB ist D50 (adaptiert mit Bradford).

Weißes Volumen: Bildschirmfarbraum
Schwarzes Volumen: Referenzfarbraum
Buntes Volumen: Schnittmenge
Vergleichsziele: sRGB, Adobe RGB, ECI-RGB v2

Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Farbraumabdeckung nach der Hardware-Kalibration:

Benq Sw320 Monitor Srgb1
Benq Sw320 Monitor Srgb2
Abdeckung des sRGB-Farbraums
Benq Sw320 Monitor Argb1
Benq Sw320 Monitor Argb2
Abdeckung Adobe RGB
Benq Sw320 Monitor Eci Rgb1
Benq Sw320 Monitor Eci Rgb2
Abdeckung ECI-RGB v2

Die folgende Tabelle fasst die Ergebnisse jeweils für das Werks-Preset und nach Hardware-Kalibration mit Palette Master Element zusammen:

Farbraum Abdeckung im Werks-Preset Abdeckung nach Kalibrierung
sRGB 96 % 99 %
Adobe RGB 96 % 98 %
ECI-RGB v2 87 %
ISO Coated v2 (FOGRA39L) 99 %

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen