Test Monitor Chimei CMV 222H
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DVD/Video

Die Wiedergabequalität des Chimei CMV 222H haben wir mit mehreren Film-DVDs, Videos und HD-Videos getestet. Bei Monitoren mit Seitenformat 16:10 fallen die schwarzen Balken bei Filmen deutlich schmaler aus als bei Monitoren im traditionellem Format 4:3 bzw. 5:4.

Wie die meisten TFT-Monitore arbeitet auch der CMV 222H mit einer festen internen Panelupdatefrequenz von 60 Hz. Bei der Wiedergabe von PAL-Material kann dies zu vereinzelten Rucklern (Juddering) führen, da Filme und Videos im PAL-Format üblicherweise eine Bildwechselfrequenz von 50 Hz aufweisen. Gängige Abspielprogramme verfügen mittlerweile über Features zur Kompensation unterschiedlicher Bildwechselraten (Trimension DNM) und sind somit in der Lage, PAL-Material durch Umrechnung auf 60 Hz praktisch ruckelfrei wiederzugeben.

Der Chimei verfügt auch über integrierte Lautsprecher. Zum mp3- oder Radiohören während des Surfens im Internet taugen die eingebauten Boxen sicher allemal. Den eingefleischten Video- und Filmenthusiasten wird der konsequent bassfreie Klang jedoch kaum vom Hocker reißen. Die flache Bauweise der TFT-Monitore erlaubt es schlicht nicht, taugliche Basstöner im Gehäuse zu integrieren.

Dank seines reaktionsschnellen TN-Panels stellt der Chimei actionreiche Filmszenen und rasante Kameraschwenks ohne wahrnehmbare Schlierenbildung dar. Da der CMV 222H auf eine Overdriveschaltung verzichtet, bleiben auch unerwünschte Nebeneffekte wie Ghosting aus. Düstere Szenen mit speziellen visuellen Effekten, Gegenlicht, Nebel und Lichtblitzen meistert das Gerät ebenfalls anstandslos.

Chimei Cmv 222h Monitor 56 Chimei
Szene aus dem Film ‚Matrix Reloaded‘

Für die subjektive Wahrnehmung der Bildqualität ist ein möglichst niedriger Schwarzwert von entscheidender Bedeutung. Der Chimei CMV 222H kann hier mit erstaunlich guten Werten punkten. Im Bereich der Monitore mit TN-Panel kennen wir eine derart gute Schwarzdarstellung nur von Geräten mit Glarebeschichtung, wie dem HP w2207h.

Bei der Schwarzdarstellung der Filmbalken am oberen und unteren Panelrand sind gewisse Unterschiede zu den Konkurrenzmodellen zu verzeichnen. Zwar leuchten auch beim CMV 222H die CCFLs an den Panelrändern etwas durch – jedoch erscheint uns die Leuchtkraft der oben und unten verbauten Leuchtröhren weniger intensiv als dies bei vielen anderen 22-Zöllern der Fall ist. Somit fallen auch die bei TN-Panels quasi schon obligatorischen Aufhellungen an den Panelrändern weniger stark aus.

Erwartungsgemäß sind bei der Wiedergabe komprimierten Videomaterials auch am Chimei CMV 222H Kompressionsartefakte zu erkennen. Generell trifft einen Monitor bezüglich der Artefakte nicht die Hauptschuld, da das Material bereits in einem suboptimalen Zustand vom Computer geliefert wird. Der TFT zeigt nämlich nur das an was er geliefert bekommt. Dennoch mussten wir in der Vergangenheit bereits mehrfach feststellen, dass Blockartefakte wie sie bei bestimmten Kompressionsverfahren typischerweise entstehen, speziell an 22 Zoll Widescreen-Modellen etwas deutlicher wahrzunehmen sind, als beispielsweise an 19 Zoll TFT-Monitoren im 5:4 Standardformat.

Chimei Cmv 222h Monitor 57 Chimei
Hochauflösendes Videomaterial in HD-Qualität stellt der Chimei absolut perfekt dar.

Filme und Videos in hochauflösender Qualität wirken im Grunde an jedem Widescreen-TFT erst mal besonders gut. Ohne Artefaktbildung oder wahrnehmbares Farbkriseln gibt der CMV 222H Film-DVDs in High Definition (HD) Qualität absolut sauber wieder. Generell gilt also auch beim Chimei: Je hochauflösender und unkomprimierter das Quellmaterial, desto besser.

Chimei Cmv 222h Monitor 58 Chimei
Szene aus dem HD-Film ‚300‘

Insgesamt können wir die Wiedergabequalität von DVDs und Videomaterial am Chimei CMV 222H mit gut bewerten. Reaktionszeit, Farbbrillanz und Schwarzwert liegen für ein Gerät mit TN-Panel auf sehr hohem Niveau.

Fazit

Mit dem CMV 222H sagt Panelspezialist Chimei den zahlreichen 22 Zoll Konkurrenzmodellen den Kampf an und gewinnt – der Monitor lässt die meisten Nebenbuhler alt aussehen.

Die Verarbeitungsqualität ist insgesamt die beste, die wir bislang bei einem Gerät dieser Klasse gesehen haben und auch bei der Ergonomie kann der CMV 222H kräftig punkten. Wie schon beim bisherigen Klassenprimus  HP w2207 der Fall, kann auch der Chimei mit sinnvollen ergonomischen Features wie Neige- und Schwenkfunktion, sowie einer Höhenverstellung aufwarten. Allerdings gefällt uns die mechanische Umsetzung der diversen Verstellmöglichkeiten beim Chimei deutlich besser, als bei den bisher von uns getesteten Konkurrenten.

Auch die Bildwiedergabequalität des Chimei zählt zum Besten, was im Bereich der TFTs mit TN-Panel derzeit technisch überhaupt möglich ist. Besonders hervorzuheben ist hier der erstaunlich niedrige gemessene Schwarzwert und die gute Flächenhomogenität von Helligkeit und Farbe bei normaler Sicht von vorne.

Zwei Negativpunkte gibt es dennoch anzumerken: Die Hintergrundbeleuchtung des Monitors schaltet sich im Standby-Betrieb nicht automatisch ab. Etwas unverständlich bei einem qualitativ ansonsten so hochwertigen Gerät wie dem CMV 222H. Ein HDMI-Anschlusskabel hätten wir ebenfalls gerne im Lieferumfang gesehen. Ansonsten gibt es beim Chimei allerdings nichts weiter zu bemängeln.

Besondere Ausstattungsmerkmale wie die eingebauten Lautsprecher, der integrierte Kartenleser sowie die zahlreichen Anschlüsse runden das positive Gesamtbild ab.

Wir benoten den Chimei insgesamt mit gut, wobei er innerhalb der Riege der beliebten Widescreen-TFTs mit TN-Panel sogar ein sehr gut verdient hätte. Der CMV 222H ist in jedem Fall der beste 22-Zöller, den wir bislang getestet haben.

Bewertung

Bildstabilität:
(digital)
(analog)
Blickwinkelabhängigkeit:
Kontrasthöhe:
Farbraum:
Subjektiver Bildeindruck:
Graustufenauflösung:
Helligkeitsverteilung:
Interpoliertes Bild:
Gehäuseverarbeitung/Mechanik:
Bedienung/OSD:
Geeignet für Gelegenheitsspieler:
Geeignet für Hardcorespieler:
Geeignet für DVD/Video:
Preis [incl. MWSt. in Euro]: Keine Angaben
4.4

(GUT)

Technische Spezifikation: Chimei CMV 222H

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