Test Monitor Chimei CMV 222H
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Bei Ergonomie und Mechanik gibt es ein klares Fazit: Der Standfuß des HP w2207 macht es gut – der des Chimei macht es besser. Zwar verfügt der CMV 222H über keine Pivotfunktion; dennoch sind die vorhandenen Verstellmechanismen beim Chimei technisch sauberer gelöst als beim HP. Der Standfuß verfügt sogar über eine Transportsicherung in Form einer Einrastmechanik an der Rückseite des Standtellers. Insgesamt können wir die Qualität der Mechanik nur mit sehr gut werten.

Der Standfuß des CMV 222H verfügt über eine einfache Kabelführung in Form einer Aussparung in der Mitte des Monitorarms, durch die Netz- und Signalkabel geführt werden können. Die rechteckige Aussparung ist zwar relativ schmal dimensioniert, dennoch hatten wir in unserem Test keinerlei Probleme alle nötigen Anschlusskabel zu verlegen.

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Simpel und optisch schick: Die Kabelführung des Chimei CMV 222H.

Die Verarbeitungsqualität des Chimei CMV 222H kann insgesamt als sehr gut gewertet werden. Alle Gehäuseteile sind passgenau gearbeitet und die Spaltmaße weisen keinerlei Abweichungen auf. Beim Betätigen der Neigemechanik sowie der Höhenverstellung ist kein Knacken oder Knarren festzustellen. Das Display ist exakt waagerecht am Standfuß ausgerichtet und weist somit keinerlei Schieflage auf.

Die Power-LED des Chimei CMV 222H befindet sich rechts unten am Gehäuserahmen. Während des Betriebs leuchtet sie dezent blau. Im Stand-by-Modus ändert sich die Farbe in orange. Das LED-Lämpchen ist recht klein und das Leuchten wird auch bei dunklen Umgebungslichtbedingungen nicht als störend empfunden. Wen es dennoch stört, der hat beim Chimei auch die Möglichkeit die Power-LED über das OSD-Menü komplett zu deaktivieren.

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Links die Power-LED im Betriebs- und rechts im Stand-by-Modus.

Der Chimei CMV 222H gibt im laufenden Betrieb praktisch keine wahrnehmbaren Geräusche von sich. Bei einem durchschnittlichen Sitzabstand von 60 bis 80 cm ist weder ein Summen des Backlightinverters noch ein Brummen des Netzteils zu vernehmen. Wer direkt an der Gehäuserückwand lauscht, nimmt einen leisen Summton wahr. Das Verändern der Helligkeitseinstellung hat bei unserem Testgerät keinen Einfluss auf die Geräuschentwicklung.

Das Netzteil des Monitors ist im Gehäuse integriert und verfügt über keinen eigenen Netzschalter. Um das Gerät vollständig vom Stromnetz zu trennen, muss also der Netzstecker gezogen werden.

Laut Chimei liegt die maximale Leistungsaufnahme des CMV 222H bei 60 Watt. Im Stand-by-Modus soll der Verbrauch des Gerätes nach Angabe des Herstellers bei maximal 2 Watt liegen. Mit einem Energieverbrauchsmessgerät haben wir die angegebenen Werte überprüft.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
60 W 42,5 W
2 W 19,4 W
k.A. 3 W

Unsere Messungen zeigen, dass der tatsächliche Stromverbrauch des CMV 222H zumindest im Betriebsmodus deutlich unter dem angegebenen Maximalwert des Herstellers liegt. Wir messen maximal lediglich 42,5 Watt. Der tatsächliche Durchschnittsverbrauch bei unserem kalibrierten Gerät liegt mit 27,7 Watt sogar nochmals deutlich darunter.

Bedauerlicherweise ergeben unsere Messungen im Stand-By Modus deutlich schlechtere Verbrauchswerte. Da unser Testgerät im Stand-By Betrieb offenbar die Hintergrundbeleuchtung nicht abschaltet, liegt der Stromverbrauch hier bei unüblich hohen 19,4 Watt. Selbst im komplett ausgeschalteten Zustand zieht der CMV 222H noch ganze drei Watt aus der Dose.

Zumindest der normale Betriebsverbrauch des Chimei liegt im grünen Bereich. Der Verbrauch im ausgeschalteten Zustand und im Stand-By-Modus ist dagegen zu hoch. Um Strom zu sparen, sollte der Chimei deshalb an einer abschaltbaren Steckerleiste betrieben werden.

Anschlüsse

Alle Anschlüsse des Monitors befinden sich in einer Aussparung auf der Gehäuserückseite. Der CMV 222H verfügt neben einem analogen D-Sub Anschluss auch über einen HDMI-Anschluss für die digitale sowie HDCP-verschlüsselte Signalübertragung. Zusätzlich bietet der Chimei Component-, Composite- und S-Video Anschlussmöglichkeiten. Ein Audioanschluss, ein USB-Anschluss sowie der Netzanschluss befinden sich ebenfalls in der rückwärtigen Aussparung.

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Auf dem Bild sind von links der Netzanschluss, daneben der D-Sub- und darunter dernHDMI-Anschluss zu sehen. Es folgen die Component-, Composite- und S-VideonAnschlüsse. Neben dem Audioanschluss ist ganz rechts der USB-Anschluss zu sehen.

Praktischerweise verfügt der CMV 222H als besonderes Feature auch über einen integrierten Kartenleser. Dieser befindet sich an der linken Gehäuseseite hinter dem Display. Es können die gängigen Speicherkartenformate SM, XD, CF, SD, MMC und MS ausgelesen werden. Um den Kartenleser in Betrieb zu nehmen, muss der Monitor über das mitgelieferten USB-Datenkabel mit dem Rechner verbunden werden. Anschließend wird dieser automatisch installiert und von Windows als USB-Laufwerk erkannt. Die erwähnten Kartenformate können dann beliebig gelesen und auch beschrieben werden.

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Der integrierte Kartenleser kommt mit sechs verschiedenen Speicherkartenformaten zurecht.

Bedienung und OSD

Die Bedientasten des Chimei CMV 222H befinden sich an der rechten Seite des Gehäuserahmens. Zunächst erscheint uns diese eher unübliche Platzierung der Knöpfe als recht unpraktisch, da man beim Navigieren durch das OSD-Menü zumindest anfangs permanent auf die Gehäuseseite schielen muss.

Die Position der einzelnen Knöpfe und deren jeweilige Funktion prägt sich allerdings erstaunlich schnell ins Gedächtnis. Nach nur kurzer Eingewöhnungzeit haben wir die genaue Tastenbelegung auswendig im Griff. So können wir quasi blind durchs OSD steuern, ohne dauernd die Tastenbeschriftung im Auge behalten zu müssen. Hierbei ist es mehr als hilfreich, dass die Bedientasten des Chimei gut fühlbar und mit einem deutlich spürbaren Druckpunkt versehen sind.

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Die Bedientasten des CMV 222H an der rechten Seite des Gehäuserahmens.

Beim Betätigen der obersten mit ‚Turbo/Pfeil oben‘ beschrifteten Schnellauswahltaste lässt sich schnell zwischen den Anzeigemodi für Bild, Text und Eco umschalten, ohne das OSD (On-Screen-Display) aktivieren zu müssen. Im aktivierten OSD dient diese Taste der Navigation nach oben. Die darunter befindliche mit ‚Auto/Pfeil unten‘ beschriftete Taste aktiviert die Autojustierung bei analogem Betrieb des Monitors. Im OSD-Menü dient die Taste außerdem der Navigation nach unten.

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