Test Monitor Chimei CMV 222H
3/6

0
3251

Über die mit ‚Kontrastsymbol/Pfeil links‘ gekennzeichnete Taste lässt sich der Kontrast direkt einstellen. Innerhalb des Menüs navigiert man mit dieser Taste außerdem nach links. Der mit ‚Helligkeitssymbol/Pfeil rechts‘ beschriftete Knopf dient der direkten Helligkeitsregelung sowie der Navigation nach rechts im aktivierten OSD-Menü. Ganz unten befindet sich der Power-Knopf, mit dem der Monitor an- und abgeschaltet werden kann.

Insgesamt ist das OSD-Menü des CMV 222H sehr übersichtlich strukturiert und sehr logisch und leicht verständlich aufgebaut. Die fünf Obermenüs des OSD sind zusätzlich mit selbsterklärenden Piktogrammen versehen.

Menü I (Bild)
Im ersten Menü lassen sich die Einstellungen für Helligkeit und Kontrast vornehmen. Zusätzlich zur Balkendarstellung werden die jeweils aktuellen Einstellungen erfreulicherweise auch in Prozent angezeigt. Ebenfalls lässt sich die Bildschärfe in fünf Stufen anpassen. Die Verwendung dieser Funktion empfiehlt sich nur, wenn der TFT nicht in der nativen Auflösung betrieben wird. Bei der nativen Auflösung (1.680 x 1.050) sollte die Standardeinstellung (Schärfegrad 3) beibehalten werden.

Bei analogem Betrieb des Monitors können in diesem Menü zusätzlich die Einstellungen für Clock, Phase, H-Position und V-Position vorgenommen werden. Bei Betrieb über HDMI sind diese Optionen nicht sichtbar, da sie nicht benötigt werden.

Chimei Cmv 222h Monitor 21 Chimei
 

Menü II (Audio)n Im Audiomenü lassen sich die Einstellungen für die integrierten Lautsprecher vornehmen. Neben der Lautstärke können Höhen, Tiefen und Balance angepasst werden. Außerdem können die Lautsprecher mit der Stumm-Funktion auch komplett deaktiviert werden.

Chimei Cmv 222h Monitor 22 Chimei
 

Menü III (Farbe)
Unter diesem Menüpunkt werden die Farbeinstellungen des Monitors vorgenommen. Drei werksseitig voreingestellte Farbmodi stehen zur Auswahl: 6500k, 7500k und 9300k. Im zusätzlichen Benutzermodus können die Farbeinstellungen für Rot, Grün und Blau frei definiert vorgenommen werden.

Chimei Cmv 222h Monitor 23 Chimei
 

Menü IV (Verschiedenes)n Unter diesem Menüpunkt können diverse Einstellungen für die Anzeige des OSD-Menüs getätigt werden. Neben der Sprache kann hier auch die Abschaltzeit und die Position des OSD-Menüs auf dem Bildschirm geändert werden. Zusätzlich kann zwischen transparenter und komplett undurchsichtiger Darstellung des OSD gewählt werden.

Mit der Zurücksetzen-Funktion können die werksseitigen Voreinstellungen des Monitors wiederhergestellt werden. Bedauerlicherweise erfolgt beim Betätigen dieser Funktion keine zusätzliche Sicherheitsabfrage. Mit dem letzten Menüpunkt lässt sich die Power-LED des Gerätes an- und abschalten.

Chimei Cmv 222h Monitor 24 Chimei
 

Menü V (Information)n Unter diesem Menüpunkt werden verschiedene Informationen zum Monitor angezeigt. Neben der eingestellten Bildschirmauflösung können hier auch die aktuellen Bildwiederholfreqenzen abgelesen werden. Außerdem wird die genaue Modellbezeichnung des Gerätes angezeigt.

Chimei Cmv 222h Monitor 25 Chimei
 

Insgesamt ist die OSD-Benutzerführung des Chimei CMV 222H gut gelungen. Trotz der etwas gewöhnungsbedürften Bedienung mit den seitlich am Gehäuserahmen angebrachten Tasten geht die Steuerung durchs OSD recht bald intuitiv von der Hand. Erwähnenswert ist auch das nette Feature mit der einstellbaren OSD-Transparenz. Wir kennen derartige Sonderfunktionen bislang nur von hochpreisigen High-End TFTs.

Chimei Cmv 222h Monitor 26 Chimei
Passend zur Microsoft-Vista Optik lässt sich das OSD des Chimei auch halbtransparent anzeigen.

Bildqualität

Im Chimei CMV 222H kommt ein Twisted-Nematic Panel (TN) zum Einsatz, welches laut Hersteller mit einer schnellen Reaktionszeit von 5 ms aufwarten kann. Das Gerät wird beim Kontrastverhältnis herstellerseitig außerdem mit sehr hohen 1.200:1 spezifiziert. Auf den ersten Blick hinterlässt der CMV 222H beim Kontrast und der Farbwiedergabequalität einen sehr guten subjektiven Eindruck. An die Farbbrillanz aktueller 22 Zoll TFTs mit hochglänzender Panelbeschichtung (auch Glare oder Glossy genannt) kommt der Chimei allerdings nicht ganz heran. Dafür spiegelt das Panel nicht und benötigt auch keinen speziellen Standort.

Die maximale Helligkeit des Chimei wird vom Hersteller mit 330 cd/m² angegeben. Unsere eigenen Messungen ergeben einen minimalen Helligkeitswert von erstaunlich niedrigen 11 cd/m² und als Maximum eine Helligkeit von 289 cd/m². Da als normale Arbeitshelligkeit selten eine Einstellung über 150 cd/m² gewählt wird, erachten wir die Helligkeitsressourcen des CMV 222H mehr als ausreichend.

Bei der Homogenität der Ausleuchtung unterscheidet sich der Chimei von den meisten anderen aktuell erhältlichen 22-Zöllern in einem kleinen aber feinen Detail. Bei dieser Monitorklasse werden die CCF-Lampen (Hintergrundbeleuchtung) meist lediglich am oberen und unteren Gehäuserand hinter dem Panel verbaut. Beim CMV 222H ist dies offenbar an allen Seiten des Displays der Fall.

Dies bewirkt, dass die Backlights auch an allen vier Seiten durchscheinen und für leichte Aufhellungen sorgen. Dafür leuchten die einzelnen CCFLs des Chimei aber offensichtlich mit geringerer Stärke. Zumindest subjektiv fallen die Aufhellungen an den Rändern geringer aus als bei den meisten anderen von uns getesteten 22-Zöllern.

Chimei Cmv 222h Monitor 27 Chimei
Die Helligkeitsverteilung des Chimei CMV 222H im abgedunkelten Raum.

Wir haben die Helligkeitsverteilung über die gesamte Anzeigefläche an 15 Messpunkten gemessen. Der Richtwert für die Helligkeit liegt hierbei im Zentrum und es werden die Abweichungen zum Richtwert ermittelt.

Chimei Cmv 222h Monitor 28 Chimei
Messergebnisse unseres Homogenitätstests am CMV 222H.

Die Helligkeit des Chimei CMV 222H nimmt von der Bildmitte ausgehend, nach allen Seiten hin etwas ab, wobei die von uns gemessenen Abweichungen zum linken Rand hin etwas stärker ausfallen als zum rechten Rand des Displays. Im Vergleich zum Bildmittelpunkt weicht die Helligkeit am linken unteren Rand um 24 Prozent ab. Die durchschnittliche Abweichung beträgt rund elf Prozent. Für ein TN-Panel ist dies ein ordentlicher Schnitt und kann noch mit gut bewertet werden.

Generell haben wir es mit den Aufhellungen an den Displayrändern mit einem für diese Panelart ganz typischen Merkmal zu tun. Bei TFT-Monitoren mit TN-Panel lässt sich ein stärkeres Durchscheinen der CCFLs technologiebedingt auch kaum vermeiden. Wirklich auffällig werden die Ausleuchtungsschwankungen allerdings erst im abgedunkelten Raum und wenn ein komplett schwarzes Bild angezeigt wird.

Der Blickwinkel des CMV 222H wird vom Hersteller horizontal mit 170° und vertikal mit 160° Grad angegeben. Was die Blickwinkelstabilität angeht, wird insbesondere bei Monitoren mit TN-Panel seitens der Hersteller meist maßlos übertrieben – so auch beim CMV 222H.

Chimei Cmv 222h Monitor 29 Chimei
Chimei Cmv 222h Monitor 30 Chimei
Seitlicher Einblickwinkel von rechts und bei frontaler Ansicht.
Chimei Cmv 222h Monitor 31 Chimei
Chimei Cmv 222h Monitor 32 Chimei
Das obere Bild zeigt den Blickwinkel bei Sicht von unten – das untere Bild zeigt den Blickwinkel von oben.

Auf den ersten Blick verhält sich der Chimei in Sachen Blickwinkel weder besser noch schlechter als typische 22″ Widescreen-TFTs. Seitlich halten sich Farben und Kontrast bis etwa 125° recht stabil. Speziell beim Blick von unten kippt der Kontrast hingegen sehr schnell.

Bei direkter Sicht von vorne macht es der CMV 222H allerdings besser als viele seiner 22-Zoll Konkurrenten. In der Vergangenheit stellten wir bei vielen Modellen dieser Klasse eine inhomogene Farbverteilung, selbst bei kerzengeradem Blick von vorne, fest.

Dies ist beim Chimei nicht der Fall, denn unser Testgerät zeigt bei direkter Sicht von vorne selbst einfarbige Flächen sehr homogen und ohne blickwinkelbedingte Farb- oder Helligkeitsabweichungen an.

Chimei Cmv 222h Monitor 33 Chimei
Die vertikale Blickwinkelstabilität des Chimei hat bei gerader Sicht von vorne praktisch keine negativen Auswirkungen auf die Flächenhomogenität.

Die subjektive Farbwiedergabequalität können wir beim CMV 222H als sehr gut werten. Dank Frame Rate Control (FRC) kommt das TN-Panel des Chimei auf 16,7 Mio. darstellbare Farben. Bei feinen linearen Farbverläufen sind dennoch leichte Stufen zu erkennen. Auch Grauverläufe werden nicht ganz ohne Treppenbildung dargestellt.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen