Test Monitor Chimei CMV 222H
5/6

0
3239

Interpolation

Der Chimei CMV 222H bietet hardwareseitig keine Einstellmöglichkeit des Interpolationsverhaltens. Geringere Auflösungen als die nativen 1.680 x 1.050 werden vom Monitor aufs Vollbild interpoliert. Auflösungen mit einem anderen Seitenformat werden folglich verzerrt dargestellt.

Wird der TFT über DVI betrieben, so lässt sich das Interpolationsverhalten meist auch über den Treiber der Grafikkarte einstellen: Vollbild, 1:1 und seitengerechte Darstellung. Bei 1:1 und der seitengerechten Darstellung kommt es zu keiner Verzerrung des Bildinhalts, allerdings werden entsprechende Randbereiche an die Bilder gesetzt – die nicht genutzte Bildfläche bleibt somit schwarz.

Die Qualität der interpolierten Darstellung ist gut. Bei den getesteten Spielen sind mit keiner der gewählten nicht nativen Auflösungen nennenswerte Verluste bei der Bildschärfe zu verzeichnen.

Chimei Cmv 222h Monitor 44 Chimei
Detailbild aus dem Spiel „Far Cry“ (1.680 x 1.050 Pixel)
Chimei Cmv 222h Monitor 45 Chimei
Detailbild aus dem Spiel „Far Cry“ (1.440 x 900 Pixel)
Chimei Cmv 222h Monitor 46 Chimei
Detailbild aus dem Spiel „Far Cry“ (1.280 x 1.024 Pixel)
Chimei Cmv 222h Monitor 47 Chimei
Detailbild aus dem Spiel „Far Cry“ (1.024 x 768 Pixel)
Chimei Cmv 222h Monitor 48 Chimei
Detailbild aus dem Spiel „Far Cry“ (800 x 600 Pixel)

Um in der nativen Auflösung von 1.680 x 1.050 eine hohe Bildrate (Frames per Second) und somit eine möglichst ruckelfreie Darstellung zu erreichen, ist bei aktuellen Spielen eine Grafikkarte empfehlenswert, die in ihrer Leistung mindestens einer X800XT (ATI) oder 6800GT (nVidia) entspricht. Generell gilt aber: Je leistungsstärker die Grafikpower, desto besser.

Spielen an der Konsole

Der Chimei CMV 222H bietet zahlreiche Anschlussmöglichkeiten. Als einer der wenigen 22-Zöller verfügt der Monitor neben einem digitalen HDMI- und analogen VGA-Anschluss auch über Komponenten-, Composite- und S-Video Eingänge. Dadurch ist der Chimei geradezu prädestiniert für den Einsatz an der Konsole. Egal ob Playstation 3, XBox 360 oder Nintendo Wii – jede aktuelle Spielekonsole kann problemlos am CMV 222H betrieben werden.

Wir testen die Bildwiedergabequalität an den diversen Anschlüssen des Chimei mit Microsofts XBox 360 und der Wii-Konsole von Nintendo.

Chimei Cmv 222h Monitor 49 Chimei
Das Konsolenspiel ‚Wii Sports‘
Chimei Cmv 222h Monitor 50 Chimei
Das PAL-Bild der Nintendo Wii wird über den Component-Anschluss erstaunlich scharf wiedergegeben.

Nintendos Wii-Konsole kann nur mit dem original Nintendo-Signalkabel am Component-Anschluss des Monitors betrieben werden. Der Chimei skaliert dabei die PAL-Auflösung der Wii auf Vollbild, was erstaunlich gut gelingt. Der TFT liefert ein astreines, störungsfreies und scharfes Bild. Auch an der XBox 360 kann der Chimei CMV 222H mit einem gestochen scharfen Bild überzeugen.

Wir betreiben die XBox testweise am Component-, am Composite- und am analogen D-Sub Eingang des Chimei. Die beste Bildwiedergabequalität erreichen wir beim Betrieb über VGA. Auch am Component-Anschluss gelingt dem CMV 222H ein sehr gutes Bild. Am Composite-Eingang sind sicherlich auch noch alle Games spielbar, jedoch kann die Bildqualität hier nur als vergleichsweise dürftig gewertet werden.

Chimei Cmv 222h Monitor 51 Chimei
Der XBox-Shooter ‚Rainbow Six Vegas‘
Chimei Cmv 222h Monitor 52 Chimei
Der Action-Klassiker ‚HALO 3‘: Die von der XBox 360 gelieferten 1.366 x 768 Pixel werden stets aufs Vollbild interpoliert.

Im Punkt Konsolentauglichkeit liefert der Chimei eine sehr gute Leistung ab. Dank vielseitiger Anschlussmöglichkeiten lassen sich alle aktuellen Spielekonsolen problemlos am CMV 222H betreiben. Die Anschaffung optionaler Kabel oder Adapter ist nicht von Nöten. Die Bildqualität des Chimei konnte bei allen getesteten Konsolen voll und ganz überzeugen. Selbst das hochskalierte PAL-Bild der Wii wird ausgezeichnet wiedergegeben.

Anwendungen

Mit seinem Breitbild-Format und der nativen Auflösung von 1.680 x 1.050 Pixeln bietet der Chimei CMV 222H auf dem Desktop viel Platz in der Breite. Während im Office-Bereich nach wie vor Geräte im 5:4 Standardformat dominieren, erfreuen sich Widescreen-TFTs speziell in der Riege der Mediengestalter und Grafikdesigner zunehmender Beliebtheit.

Bei Anwendungen für Grafik- und Videobearbeitung profitiert der User besonders stark von dem Mehr an Desktopfläche. Bei Photoshop, Flash oder Dreamweaver lassen sich Paletten und Fenster bequem neben die eigentliche Arbeitsfläche schieben. Aber auch bei Programmierern und Entwicklern stößt das Breitbildformat auf immer größeres Interesse.

Bei alltäglichen Tätigkeiten, wie dem Surfen im Internet bringt das Format 19:10 derzeit kaum Vorteile, da die allermeisten Webseiten nach wie vor nicht für Breitbildformate optimiert sind. Dafür lassen sich an Geräten wie dem Chimei CMV 222H problemlos mehrere Browserfenster nebeneinander anzeigen.

Chimei Cmv 222h Monitor 53 Chimei
Die Textverarbeitung Word 2007 mit zwei Textseiten in der Bearbeitungsansicht.

22-Zöller wie der Chimei CMV 222H sind auch in der Bildhöhe ausreichend groß dimensioniert um DIN A4 Seiten 1:1 darstellen zu können. Bei den meisten Anwendungsprogrammen kommen allerdings auch diverse Werkzeugleisten zum Einsatz, wodurch sich die darstellbare Fläche für die Textseiten verringert. So passt ein DIN A4 Blatt also nicht ganz in Originalgröße auf die Arbeitsfläche und muss für die komplette Darstellung etwas verkleinert werden.

Chimei Cmv 222h Monitor 54 Chimei
Excel 2007 mit geteilter Tabellenansicht
Chimei Cmv 222h Monitor 55 Chimei
Mehr Übersicht dank 16:10: Webseitengestaltung mit Dreamweaver.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen