Test Monitor Dell 2709W
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Kurioses grünes Frame

Während unseres Tests ist uns eine etwas kuriose Eigenschaft des Dell 2709W aufgefallen. Der Monitor produziert eine Art grünes Zwischenbild. Dieses Bild ist aber im Betrieb mit bloßem Auge nicht erkennbar. Erst durch unterschiedliche Verschlusszeiten der Kamera beim Abfotografieren des Bildinhalts, wurde das grüne Frame sichtbar.

Gleiches Phänomen wurde bereits beim Dell 2408WFP festgestellt. Hier konnte mit einer Verschlusszeit von 1/4000s ein komplett grünes Bild produziert werden. Entsprechende Bilder und Diskussionen sind in unserem Forum zu finden. Ein komplett grünes Bild konnten wir beim Dell 2709W nicht abfotografieren.

Dell 2709w Monitor Dell 2709w Subframe 2
Grünes Zwischenframe mit 1/4000s fotografiert beim Dell 2709W.

Das grüne Bild ist z.B. auch auf den Bildern zum Interpolationsverhalten, die auf den folgenden Seiten zu sehen sind, erkennbar. Woher dieser Effekt genau herrührt, konnten wir leider nicht ermitteln.

Wir möchten an dieser Stelle aber betonen, dass dieser Effekt mit dem bloßem Auge nicht wahrnehmbar ist und somit keinen Grund darstellt die insgesamt tolle Bildqualität abzuwerten.

UGRA Test

Abschließend haben wir den Dell 2709W auf die Vorgaben der UGRA kalibriert (5800K, Gamma 1,8 und 120 cd/m²), um seine Tauglichkeit für die digitale Druckvorstufe/Softproof zu bestimmen. Der 2709W besteht die UDACT-Zertifizierung. Erkennbar ist aber das knappe Bestehen im Punkt Grau-Balance. Je weniger die Grafikkarte in die Reduzierung der Helligkeit eingreifen muss, desto besser der Grau-Balance Wert. Mit einem Helligkeitswert von 140 cd/m² erreicht der Dell 2709W ein besseres Ergebnis. Damit kann der Monitor auch für die professionelle Druckvorstufe genutzt werden.

Dell 2709w Monitor Dell 2907w Ugra
Der ausführliche UGRA-Report kann als PDF Datei heruntergeladen werden.

Banding

In den Grau-, wie auch in den Farbverläufen, sind keine Abstufungen oder gar Streifen erkennbar. Dies bezieht sich auf beide Enden des Spektrums: Sowohl die Schwarz-, wie auch die Weißverläufe sind nahtlos durchgängig. Insgesamt liefert der Monitor hier ein sehr gutes Ergebnis.

Kontrast und Schwarzwert

Im kalibrierten Zustand und in der Werkseinstellung macht der Dell2709W mit einem Schwarzwert von  0,10 cd/m² eine sehr gute Figur und entfaltet seinen ganzen Kontrast- und Detailreichtum. Mit einem sehr hohen Kontrast von 1.399:1 im kalibrierten Zustand kann der Monitor vollkommen überzeugen.

Der werksseitig vorgegebene Kontrast-Wert von 50 sollte nicht verändert werden. Eine Erhöhung führt zu Banding und ein Absenken hat zur Folge, dass auch die Hintergrundbeleuchtung abgesenkt wird. Deutlich zu sehen ist dies, wenn man den Kontrast auf 0 setzt. In diesem Fall ist der Monitor nämlich rabenschwarz, unabhängig von der gewählten Helligkeit. Das Banding tritt am Stärksten bei Cyan und Grün auf, ist aber auch in den anderen Farben zu erkennen, weshalb man den Wert bei 50 belassen sollte.

Backlight Bleeding

Schwarztest: Bei der sinnvollen Arbeitshelligkeit von 0 Prozent sind keine Lichthöfe am Displayrand zu erkennen. Selbst bei einer Helligkeit von 100 Prozent erscheinen die Lichthöfe nur minimal und kaum wahrnehmbar. Dieses Ergebnis ist als „sehr gut“ zu bewerten. Insgesamt ist das schwarze Bild dank des Schwarzwertes von 0,1 cd/m² extrem gesättigt. Dieses Ergebnis überzeugt auf ganzer Linie.

Weißtest: In den Ecken kommt es jeweils zu kleinen Abdunkelungen, die bei 0 Prozent Helligkeit circa 0,2 cm aus der Ecke ins Bild hineinragen. Bei 100 Prozent Helligkeit gehen diese nicht zurück, sondern bleiben auf gleichem Niveau. Sie gewinnen allerdings im gleichen Maße an Helligkeit, so dass sie in Relation nicht mehr auffallen als zuvor. Damit erreicht der Dell 2709W aber noch ein gutes Ergebnis.

Die voreingestellten Modi können bis auf den Adobe RGB und den Multimedia Modus nicht vollständig überzeugen. Im kalibrierten Zustand liefert der Dell 2709W jedoch gute bis sehr gute Ergebnisse. Für die subjektive Bilddarstellung bei Filmen und Spielen liegen genügend Farbprofile bereit, unter denen sich der User seinen Favoriten aussuchen kann, auch wenn diese aus unserer Sicht nicht immer ein optimales Ergebnis liefern.

Insgesamt betrachtet überzeugt die Bildqualität jedoch auf ganzer Linie.

Interpolation

Der DELL 2707W bietet die Möglichkeit bei den Anzeigeeigenschaften zwischen den Formaten „Max.“, „Aspekt“ und „1:1“ zu wechseln. Weicht man also von der nativen Auflösung ab und stellt z.B. 1.280 x 1.024 ein, so kann man dadurch die Verzerrung auf dem Bildschirm bei einer seitengerechten oder 1:1 Darstellung umgehen. Durch die vorhandene Schärfefunktion wird Schrift, die natürlich im Vergleich mit der nativen Auflösung immer etwas leidet, nachgeschärft und somit das Bild subjektiv aufwerten.

Während des  Tests ist uns aufgefallen, dass  sich die Bildschärfe verändert, wenn man zwischen den Formaten „Max.“ und „Aspekt“ hin und her schaltet. Eine Bilddarstellung mit einer Auflösung von 1.280 x 1.024 Bildpunkten wird auf „Max.“ perfekt scharf dargestellt. Ein Wechsel in den Modus „Aspekt“ führt zu einer unscharfen Darstellung. Ändert man die Auflösung im Grafikkartentreiber in eine beliebig andere und kehrt anschließend zur Auflösung 1.280 x 1.024 zurück, ist das Bild auch wieder scharf.

2 KOMMENTARE

  1. Hi, ich hab mal ne Frage zu der im Test angegeben Farbabweichungen des DELL 2709W. (Seite 8-10)

    Im Test wird zwischen der Farbabweichung vor und nach der Kalibrierung gesprochen.
    Bei den Angaben nach der Kalibrierung bei sRGB und bei Adobe RGB steht folgendes:

    Quoted
    Im OSD haben wir folgende Einstellungen abweichend von der Werkseinstellung gewählt: Helligkeit 0 %, R = 94 / G = 95 / B = 100

    Ich bin mir nun nicht sicher, was dies bedeutet. Wurden die Einstellungen im OSD vorgenommen und dann mit einem Colorimeter kalibriert oder hat sich die Abweichung schon allein durch die Änderung der Einstellungen im OSD verbessert?

    Falls nicht, wie kalibriere ich den Monitor bestmöglich ohne Colorimeter?

    Danke schonmal,
    Sam

    ps. ich benutze Photoshop und Lightroom… allerdings nur hobbymässig. 🙂
    Dazu noch Indesign zur Erstellung von Arbeitsblättern (bin Lehrer)… Da sind die Farben aber meist nicht so wichtig.

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