Test Monitor Dell ST2220T
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Tonwertumfang

Ein weiterer wichtiger Punkt, der bei der Zuspielung von Videoinhalten beachtet werden muss, ist der korrekte Tonwertebereich. Im Videobereich ist nämlich leider immer noch die (aus heutiger Sicht sinnlose) Beschneidung des RGB-Wertebereichs auf Tonwerte von 16-235 üblich; viele Zuspielgeräte (z.B. auch der im Test verwendete Sony BDP-S370) können nur das beschnittene Signal ausgeben. Geht der verwendete Monitor jedoch von dem im PC-Bereich üblichen (und sinnvollem) vollständigem Wertebereich von 0-255 aus, so führt diese Kombination zu einem äußerst schlechtem Schwarzwert und Kontrast, da die 16 dunkelsten und die 16 hellsten Graustufen des Monitors ungenutzt bleiben.

Der ST2220T verhält sich auf diesem Gebiet absolut vorbildlich. Er erkennt automatisch und unabhängig vom verwendeten Farbmodell, in welchem Tonwertumfang das Signal zugespielt wird und passt die Anzeige entsprechend an. So wurde im Test in jeder Situation das Signal absolut korrekt angezeigt.

Bewertung

Kein Preis verfügbar
3.8

(GUT)
Technische Spezifikationen

Fazit

Mit der Touchfunktionalität und dem schicken Design ist der ST2220T eher für die Unterhaltung gedacht als für den produktiven Arbeitseinsatz. Die mechanische Ausstattung ist zwar praktisch und funktional solange man sich auf die Touch-Bedienung beschränkt, um aber produktiv zu arbeiten, würde man sich doch zumindest eine Höhenverstellung wünschen.

Beim zwanglosen Surfen im Internet, beim Schreiben kurzer Facebookeinträge und Ansehen kleiner Videoclips, kurz: Zur digitalen Unterhaltung, macht das Display mit der intuitiven Touchbedienung aber richtig Spaß. Insbesondere bei der weniger technikaffinen Kundschaft löst diese unmittelbare Form der Bedienung deutlich weniger Berührungsängste (im wahrsten Sinne des Wortes) aus, als die konventionelle Bedienung per Maus und Tastatur.

Soll es beim Spielen dann auch mal richtig zur Sache gehen, kann man immer noch Tastatur und Maus (z.B. über die leicht zugänglichen Ports des internen Hubs) anschließen. Dank der gelungenen Overdrive-Schaltung kommen dann auch rasantere Spiele noch gut zur Geltung; allein Hardcore-Gamer werden das letzte bisschen Schärfe bei schnellen Bewegungen vermissen.

Für den gemütlichen Videoabend ist die Bildschirmfläche zwar ein wenig zu klein; wer sich jedoch nahe an den Monitor setzt oder mit dem kleinen Bild leben kann, wird ansonsten vom ST2220T nicht enttäuscht. Durch das hohe Kontrastverhältnis liefert das Display knackige Bilder in FullHD-Auflösung und ist zudem noch äußerst blickwinkelstabil. Auch die digitale Verbindung zum DVD- oder Bluray-Player klappt auf Anhieb.

Digitale Bildbearbeitung ist auf dem ST2220T prinzipiell möglich, sobald die Ansprüche aber über den Hobbybereich hinausgehen, ist eine Kalibrierung notwendig. Wer jedoch so hohe Ansprüche an seinen Monitor stellt, der kauft ohnehin in einer anderen Preisklasse ein.

In der Summe seiner Eigenschaften konnte uns der Dell ST2220T durchaus überzeugen. Detailschwächen (z.B. die schlechte Interpolation) werden die meisten Anwender nicht weiter stören. Der Preis ist angesichts der Touchfunktion gerechtfertigt.

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