Test Monitor Fujitsu P27-8 TE Pro
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Optik und Mechanik – Teil 2

Obwohl der Fujitsu P27-8 TE Pro mit dem originalen Standfuß alle Display-Einstellungs-Varianten anbietet, ist auch noch eine VESA-Halterung mit 100 mm Lochabstand vorhanden. Damit ermöglicht der Monitor auch die Montage an alternativen Befestigungslösungen. Die VESA-Bohrungen werden auch vom originalen Standfuß verwendet.

Fujitsu P27 8 Te Pro Monitor Vesa
VESA-Halterung mit 100 mm Lochabstand beim Fujitsu P27-8 TE Pro

Optisch durch den roten Streifen und das gebürstete Logo dezent in Szene gesetzt, integriert sich der Standfuß des Fujitsu P27-8 TE Pro perfekt ins Gesamtbild. Der Standfuß ist leicht nach hinten versetzt und steht auf einem recht großen Teller (29,5 x 22,5 cm).

Dafür ist Stabilität garantiert, und Schwingungen werden selten bis zum Display weitergeleitet. Im Lieferumfang befindet sich noch eine Kunststoffhalterung, welche am Standfuß befestigt und für das Kabelmanagement verwendet werden kann.

Fujitsu P27 8 Te Pro Monitor Standfuss01
Fujitsu P27 8 Te Pro Monitor Standfuss02
Standfuß des Fujitsu P27-8 TE Pro mit 340-Grad-Drehscheibe im Standteller

Die Belüftungsöffnungen sind beim Fujitsu P27-8 TE Pro um den Aufbau in der Mitte auf der Gehäuserückseite positioniert und dienen auch den integrierten Lautsprechern als Öffnung. Da die White-LED-Hintergrundbeleuchtung kaum Abwärme erzeugt, werden die Belüftungsöffnungen nur für die Spannungswandler des integrierten Netzteils benötigt.

Fujitsu P27 8 Te Pro Monitor Belueftung
Belüftungsöffnungen rund um den mittleren Aufbau beim Fujitsu P27-8 TE Pro

Technik

Betriebsgeräusch

Der Fujitsu P27-8 TE Pro besitzt ein im Gehäuse integriertes Netzteil. Beim Betrachten bestimmter Testbilder ist es durchaus möglich, dem Netzteil ein leises Fiepen zu entlocken. Im normalen Betrieb arbeitet der Monitor aber völlig geräuschlos. Auch die Helligkeitseinstellung hat keinen Einfluss auf ein mögliches Betriebsgeräusch.

Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer großen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen Effizienz
Betrieb maximal 36 W 31,3 W
Stand-by/Ruhemodus 0,3 W 0,15 W
Soft-off 0,2 W 0,1 W
50 % k.A. 22,1 W
140 cd/m² (23 %) k.A. 17,7 W 1,60 cd/W
0 % k.A. 14,4 W
Werkseinstellung (Büro, 70 %) k.A. 25,4 W
Stand-by durch Bewegungssensor k.A. 8,4 W

 

Wir haben beim Fujitsu P27-8 TE Pro mit verschiedenen Einstellungen den Stromverbrauch gemessen und das Ergebnis mit den Angaben des Herstellers verglichen, falls vorhanden. Alle unsere Messungen lagen deutlich unter den Herstellerangaben. Sehr löblich ist der geringe Stromverbrauch im Ruhemodus sowie Soft-off.

Schade nur, dass Fujitsu nun auf den intelligenten Netzschalter verzichtet hat. Das war ein einzigartiges Feature, welches es nur bei Fujitsu-Bildschirmen gab: Ein Netzschalter, den man aktivieren konnte und keine Auswirkungen hatte, wenn der Bildschirm eingeschaltet war. Erst wenn der Monitor in den Ruhemodus gewechselt hat, wurde der Netzschalter aktiv und hat das Gerät vollständig vom Stromnetz getrennt. Super war, dass die Elektronik selbstständig gemerkt hat, wann der Monitor, beispielsweise durch Einschalten des PCs, wieder aktiviert werden musste.

Dafür hat der Fujitsu P27-8 TE Pro einen brauchbaren Bewegungssensor erhalten. Oftmals ist es so, dass diese Sensoren zu wenig empfindlich sind und nicht erkennen, wenn ein Anwender ganz ruhig vor dem PC sitzt, weil er beispielsweise etwas liest. In dieser Situation ist es ungünstig, wenn der Bewegungssensor den Monitor in den Ruhemodus versetzt.

Beim Fujitsu P27-8 TE Pro gehören solche Probleme der Vergangenheit an, allerdings müssen die Einstellungen stimmen. Zuerst einmal muss der Anwesenheitssensor im OSD eingeschaltet werden. Ist dieser auf Ein gestellt, ist die Option „Reichweite“ freigeschaltet. In 10er-Schritten steht ein Regelungsbereich von 10 bis 100 zur Verfügung. Werkseitig ist der Wert 10 eingestellt. Damit ist der Anwesenheitssensor aber nicht sinnvoll nutzbar, denn es werden nur Bewegungen bis maximal 10 cm Abstand zum Monitor wahrgenommen. Wenn der Bewegungssensor aktiviert wurde und keine Anwesenheit erkennt, wird nach zehn Sekunden die Hintergrundbeleuchtung gedimmt. Es wird keine Meldung angezeigt, wie es bei den älteren Modellen von Fujitsu der Fall war. Wenn nach 30 Sekunden immer noch keine Anwesenheit erkannt wird, schaltet sich das Display ab, die Power-LED wechselt aber nicht auf Orange, sondern auf Grün.

Wir haben den Bewegungssensor mit unterschiedlichen Einstellungen getestet und sind zu dem Schluss gekommen dass die einzig sinnvollen Einstellungen 90 oder 100 sind, da man sich mit diesen Einstellungen auch mal im Sessel zurücklehnen kann, ohne dass der Fujitsu P27-8 TE Pro sofort eine Abwesenheit feststellt. Mit diesen Einstellungen lässt sich der Anwesenheitssensor sehr gut anwenden, und selbst wenn man ganz ruhig vor dem Monitor sitzt, bleibt dieser aktiv.

Kleiner Wermutstropfen ist, dass der Fujitsu P27-8 TE Pro in diesem Zustand 8,4 Watt verbraucht. Das ist deutlich weniger als im normalen Betrieb, aber doch sehr viel mehr als im Ruhemodus oder Soft-off. Wenn also der PC über einen längeren Zeitraum ungenutzt eingeschaltet bleibt, empfiehlt es sich, den Monitor per Power-Taste auszuschalten.

Anschlüsse

Ebenso umfangreich ist das Schnittstellenangebot des Fujitsu P27-8 TE Pro. Es sind alle modernen Anschlüsse vorhanden. Dazu gehören ein DVI-D-, ein HDMI- und ein DisplayPort-Anschluss. Der Monitor besitzt noch zusätzlich einen DisplayPort-Ausgang, über den ein Eingangssignal an ein weiteres Anzeigegerät weitergeleitet werden kann. Außerdem sind noch ein 3,5-mm-Klinkeanschluss, ein USB-3.0-Hub und vier USB-3.0-Anschlüsse vorhanden. Da bleiben so gut wie keine Wünsche offen. Lediglich ein USB-C-Anschluss könnte man an dieser Stelle noch nennen.

Fujitsu P27 8 Te Pro Monitor Anschl01
Fujitsu P27 8 Te Pro Monitor Anschl02
Vielfältiges Anschlussangebot beim Fujitsu P27-8 TE Pro

Die Anschlüsse sind noch zusätzlich beschriftet, was die Positionierung und Identifizierung erleichtert.

Fujitsu P27 8 Te Pro Monitor Anschl03
Beschriftung der Anschlüsse

27 KOMMENTARE

  1. Hallo, ich hier seit Jahren das Vorgängermodel (P27T-7 LED) stehen und bin damit sehr zufrieden. Hab mir jetzt als Zweitmonitor den Nachfolger (P27-8 TE Pro) bestellt. Leider gibt es deutliche Unterschiede bei der Weiss-Darstellung. Da die beiden Modelle nebeneinander stehen ist das sehr deutlich und ein Angleichen ist anscheinend nicht möglich. Beim neuen Modell scheint das weiss immer etwas gelblich zu sein … fällt aber nur im Vergleich zum alten Modell auf.

    Außerdem sind beim neuen Modell sehr deutlich Schatten an den Rändern zu erkennen. Beim alten Modell gibt es hier so gut wie keine Schatten.

    Könnt ihr das irgendwie bestätigen/nachvollziehen oder hab ich hier einfach ein schlechtes Panel erwischt?

    Danke und Grüße,
    Misios

    • Selbst mit Kalibrierung sehen identische Modelle unterschiedlich aus. Bei zwei identischen Monitoren ist das schwer hinzubekommen, also normal.

      Dass die Randbereiche etwas abdunkeln ist jetzt auch nicht so selten, es hängt halt davon ab wie breit dieser Teil ist. Letztendlich stellt sich ja die Frage wie sehr es dich stört. Ein Garantiefall ist das nicht. Hier kannst Du nur innerhalb von 14 Tagen zurücksenden und einen neuen Versuch starten.

      • Ok. Danke für die Info.

        Die Schatten sind bis 2-3 cm vom Rand noch gut sichtbar, egal welcher Hinterrund. Das finde ich nicht normal bei einem 27“ 🙂

  2. der Monitor scheint trotz „anti-glare“ zu spiegeln, wie man in dem Video gut sieht, wenn das Teil gedreht wird.
    Gibt es nicht auch gänzlich spiegelfreie Monitore?

    • Also hier wird eine Leuchte direkt auf das Display gerichtet. So etwas ist in einer normalen Nutzungsumgebung doch nicht real. Die Entspiegelung des Fujitsu wird sicherlich ausreichen.

  3. Guten Tag,
    grundsätzlich war ich sehr an dem Monitor interessiert, bin nun aber aufgrund der Kommentare von Florian (24.02.2019 um 20:12:59) und Niklas Hennings (23.04.2019 um 14:41:52) stark verunsichert und tendiere zum Iiyama ProLite XUB2792QSU-B1.

    Besteht die Möglichkeit, dass die Redaktion noch einmal hierzu Stellung nimmt?

    Vielen Dank im voraus!
    MfG

    • Hallo Roland, wie sollen wir Stellung nehmen zu Revisionen die nach unserem Test erschienen sind. So etwas kann immer passieren, denn unsere Test sind ja Momentaufnahmen eines einzelnen Monitors. Selbst Geräte der identischen Revision können unterschiedliche Ergebnisse liefern.

      • Indem ihr die Rev 04 beschafft und die testet, und dann die Kommentare hier bestätigt oder eben auch nicht! 😉
        Schade. hätte mich auch sehr über einen aktualisierten Test gefreut, aber jetzt hoffe ich, das bald zum Nachfolger P27-9 ein Test erscheint.

  4. Hallo an Alle!

    Bitte nicht lachen, aber ich habe ein ganz anderes Problem.
    Nach dem Auspacken und einschalten des Bildschirmes geht dieser nach wenigen Sekunden und einem Hinweisfenster (Kein Signal) in den Energiesparmodus – ich komme nicht in das Bildschirmmenü.
    Selbst nach Anschluss eines Fujitsu Notebook kommt kein Signal –
    In der Bedienungsanleitung finde ich leider keinen Punkt, hier weiter zukommen.
    Könnt ihr mir bitte weiterhelfen?
    DAnke!

    • Servus Alex,

      dann bekommt der Monitor kein Signal. Am Laptop musst du wahrscheinlich einstellen dass der HDMI oder DP genutzt wird. Am PC passt etwas nicht wenn der Monitor kein Signal bekommt. Ich denke nicht dass es am Fujitsu liegt außer wenn am Monitor beispielsweise HDMI als Eingangssignal eingestellt ist, du aber per DisplayPort verbindest aber üblicherweise ist da „Automatisch“ eingestellt.

  5. Ich habe diesen Monitor heute seit gestern, wundere mich aber über etwas, dass im Test nicht erwähnt wurde.
    Ich habe Revision A04
    Und zwar ist zwischen Diffusor der LED Hintergrundbeleuchtung und dem LCD ein Abstand von ich schätze mal 3 mm. Das führt dazu, dass wenn man näher als 70cm Abstand davor sitzt und in an die Ränder schaut, man das Ende des Diffusors sieht und und das LCD zu „schweben“ scheint. Das ist für mich, der das von Monitoren, bisher nur von großen Fernsehern kannte, überhaupt nicht gewohnt und es lenkt extrem das Auge ab. Im Extremfall verschwindet dadurch die komplette Taskleiste.

    Ich vermute, das ist durch das verbaute Panel bedingt. Ist das so normal und üblich, dass das gar nicht mehr in einem Test erwähnt wird, oder habe ich in meiner nun neueren Revision ein anderes Panel?

    • Hier wird bei einem anderen Test diese technische Gegebenheit ausdrücklich erwähnt und die daraus resultierenden Einschränkungen beschrieben:
      https://pcmonitors.info/reviews/lg-32gk850g/

      Ich würde mir wünschen, dass prad solche relevanten Dinge in Tests erwähnt, ansonsten ist der Test finde ich einfach unvollständig und vermittelt dem Leser keinen allumfassenden Eindruck über den Monitor. Da denkt man, wenn man den prad Test gelesen hat kann nichts mehr schiefgehen und dann muss man sich über so etwas wundern.

      • Ich möchte nicht unhöflich sein aber inwiefern ist dieses Verhalten in der Praxis relevant? Niemand sitzt 10 Zentimeter vor dem Panel und schaut in einem extrem spitzen Winkel auf die äußeren Ränder des Displays. Wenn wir bei Monitoren den Blickwinkeltest machen, sind insbesondere bei breiten 21:9 Bildschirmen die ganz äußeren Bildinhalte auch nicht mehr zu sehen. Das ist aber kein Fehler des Displays sondern dem Blickwinkel geschuldet.

        Wenn ein Monitor ein ungewöhnliches Verhalten in praxisnaher Anwendung zeigt, erwähnen wir das natürlich. Das hier kritisierte Verhalten gehört nicht dazu.

        • Es ist bei diesem Monitor praxisrelevant, da die äußeren Kanten auch bei 70 cm Sitzabstand und mehr noch verschwimmen sobald man den Kopf etwas aus dem Zentrum bewegt und auf Bildinhalte nahe der Kanten schaut. Wenn man das nicht gewohnt ist, weil man bisher nur Monitore mit anderem Panelaufbau hatte, fällt das extrem auf.

          In einer Amazon Rezension bemängelt ein anderer auch genau diesen Effekt mit recht markigen Worten, auch Januar 2019. Da vorher nie jemand etwas dazu geschrieben hat, könnte es ja vielleicht sein, dass in der aktuellen Revision A04 ein anderes Panel verbaut ist, und dieser Effekt vorher gar nicht da war?

          • Kurz als Ergänzung noch dazu, das scheint allgemein eine Eigenschaft neuerer LG IPS Panels zu sein, da bei denen der Abstand zwischen Diffusorschicht und LCD besonders groß ist, deutlich größer als bei anderen Panels. Das ist das, was dazu führt, dass dieser Effekt schon bei noch üblichen Sitzabständen schon auftritt, und nicht erst bei wenigen 10cm Abstand wie bei Panels, wo dieser Abstand deutlich geringer ist.

    • Was weiterhin nicht zu diesem Test passt bei meinem Modell:
      Der im Test beschriebene Unterschied der Farben zwischen den Modi „Büro“ und sRGB existiert bei mir nicht. „Büro“ und „sRGB“ sind exakt identisch, der EINZIGE unterschied dieser Modi ist, dass im Modus sRGB die Maximalhelligkeit begrenzt ist. 50% Helligkeit im Modus „Büro“ entsprechen exakt 30% bei sRGB, farblich gibt es absolut keinen Unterschied, ich sehe das „zu gelb“ nicht nur im Modus Büro, sondern bei allen Modi im selben Maße, auch sRGB. Die einzelnen Bildmodi ändern nichts an den Farben, ausgenommen „Low Blue light“ (setzt Farbtemperatur auf 5500) und der Modus D-Mode, der die komplette Gemma-Kurve und Farben anpasst um dem DICOM Standard zur Betrachtung Medizinischer Bilder (MRT usw) zu genügen. Die anderen ändern lediglich die Voreinstellungen bezüglich Helligkeit, Schärfe und automatischer Kontrast.

      An andere Leser daher eine Warnung, diesen Test 2019 noch als Grundlage für eine Kaufentscheidung heranzuziehen, es wurde scheinbar etwas am Modell verändert, so dass die Testergebnisse nicht mehr zutreffen.

      • Das kann ich so bestätigen. Wir haben in der Firma sowohl die alte Rev 03 als auch die neue Rev 04. Nebeneinander gestellt und unter exakt denselben Einstellungen (sowohl Werkseinstellungen als auch sRGB-Profil) ist die Bildqualität völlig unterschiedlich. Die neuere Revision hat einen massiven Gelbstich und kommt nicht annähernd an die Qualität des alten Monitors heran.

  6. Habe mich aufgrund des Berichts zum Kauf entschieden.

    Ist der schwarze P27-8 TS Pro der technisch gleiche Monitor?

    Mich irritiert der recht hohe Preisunterschied, kann aber keinen Unterschied außer der Farbe ausmachen.

  7. Hallo Peter. Ich würde darauf achten dass die Grafikkarte einen DisplayPort- und eventuell noch einen HDMI-Anschluss hat und nicht zu alt ist. Aber eine spezielle Anforderung an die Grafikkarte hat dieser Monitor bis auf die kompatiblen Anschlüsse nicht.

  8. Welche Art Grafikkarte wird für diesen Monitor empfohlen? Anwendung hauptsächlich Bild- und Videobearbeitung, TV.

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