Test Monitor Fujitsu Siemens P19-2

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Garantie LCD/Backlight (Jahre): 3/3 incl. Vor-Ort-Austauschservice
max. Pixelfehler (nach ISO 13406-2): Klasse II
Panelgröße: 19″
Pixelgröße [mm]: 0.294
Standardauflösung: 1.280 x 1.024
Sichtbare Bildgröße/-diagonale [mm]: 376 x 301 / 480
Videoeingang, Stecker: Sub-D analog und DVI-D digital
Bildfrequenz [Hz]: 56 – 76
max. Zeilenfrequenz/Videobandbreite [kHz/MHz]: 30 – 82 / 135
Farbmodi Preset/User: 5 / 1
LCD drehbar/Portrait Modus: Ja / Ja
LCD Display Arm Option: Ja
Ausstattung: Sub-D Kabel, DVI-D Kabel, Audiokabel, Netzteil intern, Netzkabel
Monitormaße (B x H x T) [mm]: 408 x 382 – 502 x 271
Gewicht [kg]: 7,8
Prüfzeichen: TCO03, TÜV/GS, ISO 13406-2, CE, EPA
Leistungsaufnahme On/Stand-by/Off [Watt]: 45 / 1 / 1

Einleitung

Bei der Bilddarstellung, dem Kontrastverhältnis und dem Blickwinkel hatten VA (Vertical Alignment) Panel schon lang die Nase vorne. Bei der Spieletauglichkeit dagegen mussten sie sich den IPS (In Plane Switching) und vor allem den TN (Twisted Nematic) Panels geschlagen geben. Seit wenigen Wochen gibt es jetzt VA Panel mit Beschleunigung. Die neue Overdrivetechnologie macht den Pixel Beine. Der Eizo L778 kam als erstes Gerät mit dieser neuen Technik auf den Markt und konnte in unserem ausführlichen Test überzeugen.

Mit großer Spannung wurde nun der Nachfolger des legendären Fujitsu Siemens P19-1A erwartet, der zwar mit einem S-IPS Panel ausgestattet ist, aber als Allrounder insbesondere bei Spielern hoch im Kurs steht. Fujitsu Siemens nennt den Pixelbeschleuniger allerdings nicht Overdrive, sondern ADCC. Auf der CeBIT wurde durch Fujitsu Siemens ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich nicht um Overdrive, sondern um ADCC handeln würde. Was ADCC nun genau heißt und wie diese Technik funktioniert, ist uns leider noch nicht bekannt. Selbst der Fujitsu Siemens Homepage ist der Begriff ADCC unbekannt, obwohl die Abkürzung in diversen PDF Dokumenten zu aktuellen Modellen genannt wird.

Eine Begriffserklärung wurde bei unserer Internetrecherche allerdings gefunden und zwar Preshot und Dynamic-Picture-Overdrive. Ein Hinweis auf die Abkürzung ist daraus allerdings nicht zu ziehen. ADC ist ein bekannter Begriff, denn diese Abkürzung steht für analog to digital converter (analog zu digital Wandler) und im Zusammenhang ADCC konnte der Begriff ADC curvature correction byte gefunden werden. Wir bleiben am Thema dran und versuchen durch Fujitsu Siemens eine entsprechende Erklärung zu erhalten. Um die Begrifflichkeit in diesem Test zu vereinfachen, sprechen wir im folgenden Text ausschließlich von der Overdrive Technik.

Monitor Fsc P19 2 Front
Monitor Fsc P19 2 Schraeg Rueck
Links sehen Sie den Fujitsu Siemens in der untersten Stellung. Rechts ist der abgeknickte Fuß zu erkennen.

Das Eizo Modell L778 stand uns bereits im Februar zu einem Test zur Verfügung und deshalb können beide Modelle nicht direkt miteinander verglichen werden. Allerdings gehen wir in unserem Test auch darauf ein, wie sich der Fujitsu Siemens mit PVA plus Overdrivetechnologie gegenüber einem klassischen PVA Gerät (Eizo L768) und einem hochwertigen S-IPS Modell (Eizo L797) schlägt.

Alle im Test veröffentlichten Ergebnisse wurden am digitalen Eingang ermittelt. Lediglich die analoge Bildqualität wurde am analogen Eingang ermittelt. Alle Tests wurden mit einer Gainward GS FX6800 Ultra Grafikkarte ermittelt.

Lieferumfang

Geliefert wird neben dem Fujitsu Siemens P19-2 ein Handbuch „Erste Schritte“ mit Garantiebestimmungen, eine CD (mit ausführlichem Handbuch, Treibern, Monitorprofil, Testbild für einen Monitor Test und der Pivotsoftware Pivot Pro), ein Netzkabel, ein Audiokabel, ein D-Sub Kabel und ein DVI Kabel. Das Modell trägt die Revision 1.0.

Optik

Die gesamte Oberfläche von Monitor und Fuß sind aus Kunststoff, wobei beige mit schwarz kombiniert wird. Im direkten Vergleich mit dem Vorgängermodell P19-1A wirkt der P19-2 deutlich graziler und stylisher. Das Panel hat lediglich eine Tiefe von 5,2 cm, inklusive Fuß beträgt die Tiefe 25,5 cm. Der abgeknickte Fuß sieht gewöhnungsbedürftig aus, erfüllt aber seinen Zweck. Im Fuß wurde eine Öffnung geschaffen, durch die die Kabel geführt werden können und somit aufgeräumt wirken.

Fujitsu Siemens P19 2 Monitor Fsc P19 2 Fuss
Fujitsu Siemens P19 2 Monitor Fsc P19 2 Rund
Links ist der drehbare Fuß des P19-2 zu erkennen und rechts der unten abgerundetet Rahmen.

Die Breite des Rahmens beträgt oben und seitlich 1,5 cm. Der untere Rahmenteil, in dem die 5 Bedientasten, die LED und die Lautsprecher integriert sind, hat eine Breite von 5,3 cm. Die beiden unteren Ecken des P19-2 sind abgerundet. Die Plastiktasten sind silbern und gut lesbar in schwarz beschriftet. Die quadratische blaue leuchtende LED ist relativ groß ausgefallen. Leider ist diese nicht über das OSD zu deaktivieren. Im Vergleich ist die LED Größe beim Eizo L768 gerade mal ¼ davon.

Fujitsu Siemens P19 2 Monitor Fsc P19 2 Led
 

Der Abstand zwischen Rahmenunterkante und Schreibtisch beträgt in der höchsten Stellung 13,8 cm. In der tiefsten Stellung kann das Panel fast bis auf die Schreibtischplatte gestellt werden. Lediglich der Fuß verhindert ein komplettes Absetzen. Der Abstand beträgt somit 1,4 cm. Damit Panelrahmen und Fuß nicht beschädigt werden, wurde unterhalb des Rahmens ein Gummistopper angebracht. Zu beachten ist dabei, dass Kabel die durch die im Fuß angebrachte Kabelöffnung gelegt wurden, diesen Abstand vergrößern können. Das geschieht insbesondere dann, wenn der Ferritkern ein weiteres Absenken des Fußes verhindert.

Die auf der Gehäuserückseite des P19-2 angebrachten Anschlüsse sind mit einer Blende, die zur Montage abgenommen werden kann, verdeckt.

Mechanik

Der Fujitsu Siemens P19-2 bietet eine Pivot- und Drehfunktion, ist neigbar und höhenverstellbar. Somit lässt der Fujitsu Siemens P19-2 prinzipiell keine Wünsche offen. Der Monitor besitzt sowohl in der Portrait- als auch im Landschaftsmodus einen Anschlagpunkt. Die Einstellung ist leider nicht besonders präzise und deshalb steht das Panel am Anschlagpunkt nicht waagerecht. Während die Differenz im Portraitmodus lediglich 0,5 cm beträgt, so beträgt die Abweichung im Landschaftsmodus gar 1,1 cm. Aber auch ohne Anschlagpunkt kann das Display waagerecht ausgerichtet werden.

Fujitsu Siemens P19 2 Monitor Fsc P19 2 Anschlag1
Fujitsu Siemens P19 2 Monitor Fsc P19 2 Anschlag2
Auf den beiden Bildern ist die nicht korrekte Ausrichtung am Anschlagpunkt zu erkennen. Rechts ist der Landschaftsmodus und links der Portraitmodus zu sehen.

Die Höhenverstellung, das Neigen und die seitliche Drehfunktion, die über einen im Fuß integrierten Drehteller erreicht wird, sind komfortabel möglich. Allerdings gerät das Display des P19-2 leicht ins Wippen, schon geringstes Antippen oder Stöße gegen den Schreibtisch reichen dazu aus.

Die Tasten des OSD sind angenehm zu bedienen und weisen einen guten Druckpunkt auf. Die Signalquelle und der Ton können direkt über die entsprechenden Tasten eingestellt werden. Für alle anderen Funktionen ist der Weg ins OSD unumgänglich.

Die Montage der Kabel ist besonders einfach, da die Anschlüsse in der Pivotstellung sehr gut zu erreichen sind. Der P19-2 hat ein internes Netzteil und besitzt einen Netzschalter. Auf einen Kopfhöreranschluss hat Fujitsu Siemens verzichtet.

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... ist Geschäftsführer der PRAD ProAdviser GmbH & Co. KG und darüber hinaus Chefredakteur von PRAD. Er stellte im März 2002 die Internetseite Prad.de mit dem Schwerpunkt Display Technologie online. Privat gilt er als absoluter Serienjunkie und Netflix Fan.

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