Test Monitor Iiyama ProLite X2472HD
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Bedienung und OSD

Die Navigation durch das OSD (On Screen Display) erfolgt über 5 Sensorknöpfe, die sich ganz rechts am unteren Rahmen befinden. Diese reagieren erfreulich zuverlässig und unmittelbar auf Berührungen, was die Bedienung flott von der Hand gehen lässt.

Iiyama Prolite X2472hd Monitor Osd Knoepfe
Über diese Touch Buttons wird das OSD gesteuert.

Die meisten Tasten sind doppelt belegt, jedoch nur mit ihrer Hauptfunktion beschriftet. Wer die Schnellzugriff-Funktion der jeweiligen Tasten nutzen will, muss also entweder ein gutes Gedächtnis haben oder raten. Die Funktionen der Tasten sind im Einzelnen:

Die ganz linke Taste, beschriftet mit „AUTO“, ist nur bei analoger Zuspielung aktiv. Hier veranlasst sie den Monitor dazu, das Bild automatisch auszurichten.

Die zweite Taste von links ist mit „EXIT“ beschriftet und dient, wie der Name nahelegt, als „Zurück“-Taste innerhalb des Hauptmenüs. Wenn gerade kein Menü offen ist, dann bietet diese Taste Direktzugriff auf die Bildmodi, die Iiyama „i-Style Color“ nennt. Auf die Effekte der einzelnen Bildmodi wird später im Abschnitt „Bildqualität“ noch eingegangen.

Iiyama Prolite X2472hd Monitor Osd Istyle
Im „i-Style Color“-Menü wählt man zwischen den Bildmodi.

Die mittlere Taste ist mit einem Linkspfeil und einem durchgestrichenen Kreis beschriftet – was dieses Symbol bedeuten soll, bleibt Geheimnis des Designers. Jedenfalls dient diese Taste zur Navigation zwischen Menüpunkten; ist gerade kein Menü aktiv, so (de)aktiviert sie den Eco Mode, der später im Bereich „Stromverbrauch“ näher beschrieben wird.

Iiyama Prolite X2472hd Monitor Osd Eco
Der Menüpunkt „ECO Modus“.

Die zweite Taste von rechts ist mit einem Rechtspfeil beschriftet und stellt so innerhalb von Menüs das Pendant zur vorherigen Taste dar. Außerdem bietet sie Direktzugriff auf die Einstellung der Backlighthelligkeit.

Iiyama Prolite X2472hd Monitor Osd Leuchtdichte
Helligkeitseinstellung per Direktzugriff.

Die ganz rechte Taste, beschriftet mit „ENTER“, ruft das Hauptmenü auf und bestätigt Einstellungen.

Iiyama Prolite X2472hd Monitor Osd Hauptmenue
Das Hauptmenü des X2472HD.

Die gewählten deutschen Begriffe im OSD sind gewöhnungsbedürftig; bei den Begriffen im Hauptmenü kann man zwar meist die Funktion noch erahnen, insbesondere im Untermenü „Verschiedenes“ ist es damit jedoch vorbei – da hilft teilweise nur raten.

Die gewählten deutschen Begriffe im OSD sind gewöhnungsbedürftig; bei den Begriffen im Hauptmenü kann man zwar meist die Funktion noch erahnen, insbesondere im Untermenü „Verschiedenes“ ist es damit jedoch vorbei – da hilft teilweise nur raten.

„Auto Setup“ ist nur bei analoger Ansteuerung interessant und hat dieselbe Funktion wie die „AUTO“-Taste.

Unter „Leuchtdichte“ finden sich, dem Namen zum Trotz, sowohl die Helligkeits- als auch die Kontrasteinstellung.

Der Punkt „Geometrie“ ist wiederum nur für analoge Zuspielung interessant und bietet Möglichkeiten, das Bild auf dem Schirm einzupassen.

Im Menüpunkt „Farbe“ kann man die Farbtemperatur anpassen. Dabei kann man aus drei voreingestellten Temperaturen (6500 K, 7500 K und 9300 K) wählen oder eine eigene über RGB-Regler definieren.

Der etwas kryptisch bezeichnete Menüpunkt „Abruf“ dient zum Wiederherstellen der Werkseinstellung.

Ähnlich holprig übersetzt ist der Punkt „Eingabeauswahl“ – hier kann man zwischen den verschiedenen Eingängen umschalten, falls mehrere Zuspieler angeschlossen sind.

Der Menüpunkt „Audio“ ist nur bei HDMI-Zuspielung aktiv und bietet eine Lautstärkeregelung und Stummschaltung für das an die Klinkenbuchse durchgeschleifte HDMI-Audiosignal.

Im Menüpunkt „Verschiedenes“ verstecken sich einige kryptisch bezeichnete, gleichwohl wichtige Funktionen. Dieser Unterpunkt soll daher genauer betrachtet werden:

Iiyama Prolite X2472hd Monitor Osd Verschiedenes
Die Bezeichnungen der Einstellungen im Menü „Verschiedenes“ sind leider nicht immer selbsterklärend.

Zunächst findet sich ein fünfstufiger Schärferegler (näher beschrieben unter „Interpolation“). Die Option „DDC/CI“ dürfte den Datenaustausch zwischen Monitor und Grafikkarte betreffen, im Test zeigte die Funktion jedoch keine unmittelbare Wirkung. „Informationen zur Anzeige“ zeigt den aktuellen Zuspielmodus an. Mit der Einstellung „Startlogo“ kann man das Anzeigen des Herstellerlogos kurz nach dem Einschalten des Monitors unterbinden.

Interessant ist die Einstellung „ACR“, was so viel wie „Advanced Contrast Ratio“ bedeutet. Im Klartext kann man hier den dynamischen Kontrast (de)aktivieren, Näheres dazu im Abschnitt „Helligkeit und Kontrast“.

Hinter „Anzeigenmodus“ verbirgt sich die Einstellung des Seitenverhältnisses, in dem nicht native Auflösungen dargestellt werden. Diese Option wird im Abschnitt „Interpolation“ genauer beschrieben.

Eine weitere alles andere als selbsterklärende Abkürzung verwendet Iiyama bei der Einstellung „OD“ – gemeint ist die Overdrive-Funktion, auf die im Abschnitt „Reaktionsverhalten“ noch eingegangen wird.

Es spricht nicht für einen Hersteller, wenn er Einstellungen so kryptisch bezeichnet, dass man nur durch Ausprobieren hinter deren genaue Funktionsweise kommt. Umso fataler ist es dann, wenn der Hersteller außerdem kein Handbuch bereitstellt, das die OSD-Punkte einzeln erläutert. Iiyama lässt seine Nutzer hier leider völlig im Regen stehen, selbst auf der Herstellerhomepage findet sich nur ein einseitiges Datenblatt, von Dokumentation keine Spur.

Bildqualität

VA-Panels in günstigen Monitoren um 200 € waren bislang eine eher seltene Erscheinung; der aktuelle Trend geht jedoch weg von der gebräuchlichen TN-Technik hin zu hochwertigeren Panels mit geringerer Blickwinkelabhängigkeit. Ein weiterer Trend ist die LED-Hintergrundbeleuchtung, die bei den Käufern offenbar einen guten Ruf genießt und stark nachgefragt wird. Das kommt dem Stromverbrauch zwar zu Gute, für die Bildqualität sind die kleinen Leuchtdioden aber meist eher abträglich.

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