Test Monitor Iiyama ProLite X2472HD
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Die Power-LED ist neben den OSD-Touchbuttons in den Rahmen integriert und leuchtet im Betrieb blau.

Auf der Rückseite erstrecken sich über die gesamte Gehäusebreite Lüftungslöcher.

Iiyama Prolite X2472hd Monitor Lueftung
Für Frischluft im Inneren des Monitors sorgt dieser Lochstreifen.

Die Optik des X2472HD kann als gelungen bezeichnet werden: Das Gerät macht einen schlanken, eleganten Eindruck auf dem Schreibtisch und wirkt durch die Hochglanzoberflächen edel. Aus funktionalen Gesichtspunkten nerven jedoch genau diese spiegelnden Oberflächen im Alltag extrem. Mit einem Fenster im Rücken ist der Monitor kaum zu gebrauchen, da die Spiegelungen den eigentlichen Bildinhalt überdecken. Ebenso nervig sind die unbeleuchteten Touch Buttons, die man bei dunklem Raum weder sehen noch ertasten kann. Ein wenig mehr Praxistauglichkeit wäre beim Design des X2472HD sinnvoll gewesen.

Mechanik

In mechanischer Hinsicht muss sich der Anwender beim X2472HD mit wenig zufrieden geben – die Ausstattung entspricht dem absoluten Minimum, was ein Monitor heutzutage leisten kann und beschränkt sich auf die Möglichkeit der Neigungsverstellung.

Diese erfolgt stufenlos und erlaubt es, den Monitor um 15° nach hinten und 5° nach vorne zu neigen. Die Einstellung erfolgt eher schwergängig, sodass man in jedem Fall beide Hände zum Verstellen benötigt. Man sollte außerdem ein Mikrofasertuch bereithalten, da sich natürlich das Berühren des spiegelnden Rahmens nicht vermeiden lässt, was deutlich sichtbare Fingerabdrücke hinterlässt.

Iiyama Prolite X2472hd Monitor Neigung Vorn
Iiyama Prolite X2472hd Monitor Neigung Mitte
Iiyama Prolite X2472hd Monitor Neigung Hinten
Der X2472HD in maximal nach vorn geneigter, mittlerer und maximal nach hinten geneigter Stellung.

Der Standteller ist geradezu winzig geraten; da er aber kaum Verstellmöglichkeiten bietet, trägt er den X2472HD gerade noch sicher. Das Verbindungsstück zwischen Monitor und Standteller fällt hingegen etwas zierlich aus und hat deutliches Spiel nach vorne und nach hinten. Ansonsten geht die Verarbeitungsqualität durchaus in Ordnung: Die Spaltmaße sind gering und gleichmäßig, der Gehäuse wirkt auch bei näherem Hinsehen noch hochwertig.

Iiyama Prolite X2472hd Monitor Standfuss1
Iiyama Prolite X2472hd Monitor Standfuss2
Der Standteller wirkt im Vergleich zum Monitor winzig; insgesamt ist die Konstruktion etwas wacklig.

Der X2472HD und sein externes Netzteil geben keinerlei hörbare Geräusche von sich, auch mit speziellen Testbildern lässt sich keinerlei Pfeifen oder Fiepen provozieren.

Bei der Befestigung des Standfußes setzt Iiyama auf ein proprietäres System. VESA-Bohrungen sind nicht vorhanden, was die Montage eines alternativen Standfußes beziehungsweise einer Wandhalterung ausschließt. Somit lässt sich das Gerät nicht noch nachträglich auf größere mechanische Freiheiten hin aufrüsten.

Stromverbrauch

Herstellerangabe Gemessen
34 W 34,3 W
k.A. 24,8 W
k.A. 21,4 W
k.A. 18,9 W
k.A. 15,5 W
< 1 W 0,5 W
k.A. 0,4 W

Der Stromverbrauch des X2472HD fällt dank der LED-Hintergrundbeleuchtung erfreulich gering aus. Ähnlich große Monitore mit TN-Panel und LEDs verbrauchen zwar nochmals deutlich weniger, für ein VA-Gerät geht der Verbrauch aber in Ordnung.

Die Herstellerangabe zum Maximalverbrauch wird exakt eingehalten. Beim Standby, wo Iiyama „maximal 1 Watt“ angibt, begnügt sich der X2472HD mit nur 0,5 Watt, im ausgeschalteten Zustand mit noch 0,1 W weniger. Dies ist bereits erfreulich wenig und akzeptabel; andere aktuelle Monitore können diesen Wert aber teilweise noch weiter unterbieten.

Über eine Direktwahltaste kann der „Eco Mode“ aktiviert werden. Dieser spart Strom, indem er die Displayhelligkeit fix auf 20 % einstellt. Derselbe Effekt kann auch erzielt werden, indem man die Helligkeit manuell herunter regelt, sodass dieser Modus nicht wirklich nötig gewesen wäre. Schaden tut er jedoch freilich nicht.

Anschlüsse

Was die Anschlussvielfalt anbelangt, kann der X2472HD überzeugen: Neben dem obligatorischen analogen VGA-Eingang wartet das Gerät mit zwei digitalen Schnittstellen (DVI und HDMI) auf. Dies macht den abwechselnden Betrieb an zwei digitalen Zuspielern (z.B. PC und Bluray-Player) ohne lästiges Umstecken möglich.

Wie bei den meisten Monitoren mit sehr flachen Gehäusen weisen die Anschlussbuchsen des X2472HD nicht, wie sonst üblich, nach unten, sondern waagrecht nach hinten. Eingesteckte Kabel stehen also von Gehäuse ab und verhindern eine Aufstellung direkt an der Wand. Andererseits fällt jedoch das Einstecken so deutlich leichter.

Iiyama Prolite X2472hd Monitor Anschluesse
Die Anschlüsse des X2472HD weisen nach hinten.

An der Rückseite des Standfußes befindet sich eine einfache Kabelführung. Da jedoch die Anschlusskabel nach hinten abstehen, lassen sich die steifen DVI-, HDMI– und VGA-Kabel jedoch kaum in diese Vorrichtung einfädeln. Für das flexiblere Stromkabel hingegen ist die Kabelführung praktisch: Wie bereits erwähnt ist dieses Kabel so kurz geraten, dass das Netzteil in der Luft hängt – durch das Einhängen in die Kabelführung wird dann immerhin die Belastung auf die Anschlussbuchse reduziert.

Iiyama Prolite X2472hd Monitor Kabelfuehrung
Die Kabelführung im Standfuß lässt sich nur für das Stromkabel nutzen.

An die 3,5 mm-Klinkenbuchse lassen sich Kopfhörer oder ein Verstärker anschließen. So kann ein per HDMI eingespeistes Audiosignal durchgeschleift werden. Bei vielen Monitoren ist dieses Audiosignal ziemlich verrauscht, nicht so beim X2472HD. Das macht diese Buchse zum praktischen Feature, sofern man Filme auf dem Gerät schauen möchte.

Der Monitor verfügt auf der Rückseite über einen KensingtonLock-Schlitz, der das Anbringen einer Diebstahlsicherung ermöglicht.

Iiyama Prolite X2472hd Monitor Kensington
Der KensingtonLock-Anschluss befindet sich auf der Rückseite des Gehäuses.

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